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USA

Sechs Minuten und vierundfünfzig Sekunden

Ich habe es geschafft! Ich habe mich wirklich aufraffen können, als mein Name fiel und ich an der Reihe war. Ich habe wirklich keinen Herzinfarkt bekommen, als meine Lehrerin sagte “All right, go ahead”. Ich habe wirklich keinen „black out“ bekommen. Meine Powerpoint-Präsentation ließ sich am PC wirklich öffnen, und mit dem Verfassen dieses Beitrags hier liefere ich den Beweis: Ich lebe noch!

Okay, okay, das hört sich übertrieben an, ich gebe es zu. Aber haltet ihr mal eine Rede vor Amerikanern in englischer Sprache! Keine leichte Aufgabe, da darf man doch ruhig mal ein “bisschen” nervös sein. Ja, ein bisschen, aber bei mir war es wirklich ganz schlimm. Ich habe meine speech bestimmt zwanzig Mal wiederholt und war aus diesem Grund ein absoluter Experte was die deutschen und amerikanischen Schul- und Führerscheinsysteme angeht.

Als ich dann meine speech begann, ging alles ganz schnell. Was in meinen Proben bis zu zehn Minuten gedauert hat, brachte ich während der speech in sechs Minuten und vierundfünfzig Sekunden über die Bühne. Ich hielt meine Notizen zwar in den Händen, jedoch habe ich nicht einmal darauf geschielt. Ich bin wirklich stolz auf mich, denn ich habe es geschafft, meine Angst vor der speech zu verdrängen und habe mich nicht ein einziges Mal versprochen. Und das allerbeste: Am nächsten Tag erntete ich das Kompliment eines Mitschülers, der sagte: “From all these speeches, yours has been the most interesting one”. Danke, Mike, das bedeutet mir sehr viel!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Dec 21, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Dec 21, 2009

USA

Meine erste speech ... Hilfe!

Jetzt ist es soweit. Ich werde mich meinem schlimmsten Alptraum stellen müssen: Ein Referat steht an und zwar schon sehr bald. Oh nein! Wenn ich in der Schule eines gehasst habe, dann diese Hilflosigkeit, dieses sich Ausliefern, dieses … Ach, was redest du das! Es ist ein Referat, Katharina, und kein Striptease vor der versammelten Klasse. Aber es fühlt sich nun einmal so an, als würde man sich vor der Klasse entblößen. Ach quatsch! Jeder aus meinem Kurs muss schließlich ein Referat halten, da falle ich unter den anderen doch gar nicht auf, oder?

Na ja, es hilft ja alles nichts, da muss ich jetzt durch. Aber nicht nur da muss ich durch, es stehen noch zwei weitere speeches bis zum Semesterende an. Insgesamt also drei Referate: eine “informative speech”, eine “persuasive speech”, in der ich meine Mitschüler von etwas überzeugen soll, und eine “demonstration speech”, worin ich etwas “vormachen” muss.

Als erstes ist die informative speech an der Reihe. Welches Thema ich mir ausgesucht habe? Das deutsche Schul- und Führerscheinsystem im Vergleich zum amerikanischen. Das ist für meine Mitschüler hoffentlich interessant, schließlich gibt es da ja den einen oder anderen Unterschied. Anyway, wenn ihr meinen nächsten Beitrag lest, habe ich die speech überlebt, wenn nicht, dann …

Ach quatsch, I’ll simply cross my fingers, dann klappt das schon.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Dec 15, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Dec 15, 2009

USA

Der Nikolaus kommt auch nach Amerika

“Katharina, Nikolaus is coming soon.” Ja, ihr Süßen, da habt ihr Recht. Letztes Jahr hatte ich die Idee, meinen Jungs von dem Nikolaus-Brauch zu erzählen: “Putzt eure Stiefel, stellt sie vor die Tür und am nächsten Morgen sind sie gefüllt mit Süßigkeiten.” Es war sooo süß, die leuchtenden Augen zu sehen, als sie ihre gefüllten Stiefel entdeckten.

Die Besonderheit, die ich mir hatte einfallen lassen war, dass ich ihnen erzählte, der Nikolaus würde extra aus Deutschland anreisen und auf Grund dessen nur deutsche Schokolade bringen. Und die ist letztes Jahr und auch dieses Jahr gut angekommen. Na ja, importierte deutsche Schokolade ist in Amerika zwar alles andere als billig, aber was tut man nicht alles um “seine” Kinder glücklich zu machen.

Dieses Jahr hatte ich jedoch das Glück, dass mir meine Eltern “German Candy” zuschickten. An all die “favourites” der Jungs hatten sie gedacht. Als ich vor ein paar Monaten zwischen Au-pair-Leben und Studium zurück in die USA kam, brachte ich außerdem sehr viele deutsche Köstlichkeiten für die Kids mit. Und sie LIEBEN deutsche Leckereien. Ja, die deutschen Süßigkeiten sind einfach die besten. Da können die amerikanischen nicht mithalten, was mir immer wieder bestätigt wird. Auch meine Gastmutter kauft lieber teure, europäische candy beim schwedischen Möbelhaus als die supergünstige Schokolade vom Supermarkt um die Ecke.

Anyway, Nikolaus am 6. Dezember war ein voller Erfolg! Die Kids haben sich sehr gefreut und ich habe damit dafür gesorgt, dass eine “german tradition” in einer amerikanischen Familie eingeführt wurde.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Dec 9, 2009