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USA

Themenwahl

Speech number two steht an. O nein, es handelt sich auch noch um die ‘Demonstration Speech’. Irgendetwas vormachen soll ich. Schön und gut. Damit hätte ich an sich kein Problem. Nur: Was soll ich vormachen? Das ist die große Frage. Soll ich einen Handstand machen? Nein, konnte ich noch nie. Soll ich tanzen? Bloß nicht, ich tanze nicht einmal in der Disco. Soll ich … hm. Mir fällt beim besten Willen nichts ein. Ich stehe also wieder vor dem Problem: Welches Thema nehme ich?

Außerdem ist da ja noch die andere Kleinigkeit: meine Aufregung. Ob es normal ist, dass ich Bauchschmerzen bekomme, wenn ich nur daran denke? Schließlich war meine Nervosität dann fast wie weggeflogen, als ich meine erste Speech hielt.

Eine Demonstration Speech also … Und nicht zu vergessen, da gibt es eine Woche später ja noch die überzeugende Rede alias “The Persuasive Speech”. Wobei, da fällt mir die Themenwahl nicht so schwer, wo ich doch überzeugte Vegetarierin und Gesundheitsfanatikerin bin.

Ich habs! Warum nicht über den deutschen Weihnachtsmarkt berichten und ein typisches Weihnachtsgericht zubereiten? Ja, das ist es. Fragt sich nur, welches. Aber da findet sich schon was. Schließlich ist der Weihnachtsmarkt eine deutsche Erfindung und sogar hier in den USA vorzufinden. Jetzt muss mir nur noch ein “typical German cookie” einfallen, das ich vor einem “Live-Publikum” zubereiten kann.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jan 9, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jan 9, 2010

USA

The aliens are here ...

… nicht wirklich, auch wenn mein Prof wohl aus irgendeinem Grund einen Narren an den Kreaturen aus dem All gefressen hat. Immer und immer wieder erwähnt er diese Geschöpfe in seinem Unterricht. “Imagine Aliens are coming and you have to explain to them how radio production works.“ Ja, Herr Professor, wie würde ich es einem Alien erklären?

Wie auch immer: Wenn er die Aliens erwähnt, muss ich mir schon manchmal das Lachen verkneifen. Da bin ich auch nicht die Einzige. Wenn der liebe Herr Professor kurz den Raum verlässt, fängt schon gerne mal folgendes Gespräch an: “Aliens? What the hell is he talking about?” Antwort: “Well, he might be an Alien himself!” Und alle fangen an, zu lachen.

Aber was dann kam, war wirklich unvorhersehbar: Ich muss eine Präsentation über Aliens machen! Nein, wirklich kein Scherz. Es stehen Gruppenpräsentationen an und ich bin ausgerechnet in der Gruppe, die aus Alienbeschwörern besteht, eine Campagne startet und diese vorstellt. Na toll, alle anderen Gruppen beschäftigen sich mit “American Idol” oder der “Letterman show” und wir? Ich wette der Prof reibt sich schon jetzt die Hände und freut sich auf unsere Präsentation. Naja, auf jeden Fall ist das meine erste Gruppenarbeit. Mir zittern jetzt schon die Knie, zumal meine Mitschüler nicht einmal wissen, dass ich Ausländerin bin. Hoffentlich lachen sie nicht über meinen Akzent! Aber nein, das werden sie nicht. Amerikaner sind nicht so. Aber dass sie über unser Thema lachen werden, das ist schon mal sicher.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Dec 28, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Dec 28, 2009

USA

Sechs Minuten und vierundfünfzig Sekunden

Ich habe es geschafft! Ich habe mich wirklich aufraffen können, als mein Name fiel und ich an der Reihe war. Ich habe wirklich keinen Herzinfarkt bekommen, als meine Lehrerin sagte “All right, go ahead”. Ich habe wirklich keinen „black out“ bekommen. Meine Powerpoint-Präsentation ließ sich am PC wirklich öffnen, und mit dem Verfassen dieses Beitrags hier liefere ich den Beweis: Ich lebe noch!

Okay, okay, das hört sich übertrieben an, ich gebe es zu. Aber haltet ihr mal eine Rede vor Amerikanern in englischer Sprache! Keine leichte Aufgabe, da darf man doch ruhig mal ein “bisschen” nervös sein. Ja, ein bisschen, aber bei mir war es wirklich ganz schlimm. Ich habe meine speech bestimmt zwanzig Mal wiederholt und war aus diesem Grund ein absoluter Experte was die deutschen und amerikanischen Schul- und Führerscheinsysteme angeht.

Als ich dann meine speech begann, ging alles ganz schnell. Was in meinen Proben bis zu zehn Minuten gedauert hat, brachte ich während der speech in sechs Minuten und vierundfünfzig Sekunden über die Bühne. Ich hielt meine Notizen zwar in den Händen, jedoch habe ich nicht einmal darauf geschielt. Ich bin wirklich stolz auf mich, denn ich habe es geschafft, meine Angst vor der speech zu verdrängen und habe mich nicht ein einziges Mal versprochen. Und das allerbeste: Am nächsten Tag erntete ich das Kompliment eines Mitschülers, der sagte: “From all these speeches, yours has been the most interesting one”. Danke, Mike, das bedeutet mir sehr viel!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Dec 21, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Dec 21, 2009