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USA

Studenten laufen Amok

Autor:

Rubrik:
studium

05.03.2008

Kurz nach den letzten zwei Amokläufen an amerikanischen Universitäten waren auch an meiner Uni sowohl Studierende, als auch Sicherheitsleute angespannter. Ohne Ausweis kommt man hier nirgends rein. Dieses allgemeine Mißtrauen ist schade, aber angesichts der Tatsachen verständlich. In Deutschland war es für mich auf der Suche nach einer Uni kein Problem mal in Würzburg oder München in eine Vorlesung rein zu schauen. Da gibt es zwar auch manchmal Aufpasser - aber hier muss man oft mit einem elektronischen Ausweis durch eine Schranke, wie im Schwimmbad oder in der Metro.

Glücklicherweise verfliegt die Angespanntheit angesichts des Alltags aber wieder recht schnell. Die Einstellung der Amerikaner zum Thema Waffen ändert sich aber leider nicht. Mehr als die Hälfte aller amerikanischen Haushalte hat mindestens eine Handschusswaffe. Viele Amerikaner sind Waffensammler und Bücher über Waffen findet man an den prominentesten Stellen jeder Buchhandlung. Ich habe mich erst vor Kurzem mit einem Germanistik-Professor hier unterhalten. Wenn er über das Thema Waffen und das Bürgerrecht zum Waffenbesitz diskutiert, dann sieht er nur schwarz und weiß.

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