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USA

Ich bin doch nicht blöd!

Okay, blöd ist bestimmt keiner in dem Kurs, aber genauso fühle ich mich in meiner Writing-Class. Warum? Weil ich den Fehler gemacht habe, mich in diesen Kurs einzuschreiben, denn er ist ausschließlich für internationale Studenten. Am liebsten würde ihn „droppen“ beziehungsweise wechseln, aber dafür ist es jetzt, drei Wochen nach Semesterbeginn, leider schon zu spät.

Warum ich diesen Kurs gewählt habe und warum er meinen Erwartungen nicht entspricht? Nun ja, ich dachte einfach, ich würde die eine oder andere Freundschaft mit jemanden schließen können, der nicht nur auf meiner Wellenlänge ist, sondern sich auch in der Situation befindet, in einem fremden Land zu sein. Schließlich hat Mariola, die Polin, mit der ich mich im letzten Semester sehr angefreundet habe, das College letztes Jahr beendet.

In diesem Kurs jedoch fühle ich mich ein wenig unwohl, denn ich bin dort die einzige West-Europäerin. Ungefähr 95 Prozent kommen aus Asien! Warum das ein Problem für mich ist? Weil die asiatischen Studenten nur Augen für sich haben und sich nicht wirklich mit den Mitschülern, die eine andere Kultur haben, unterhalten. Somit sitze ich also in einer Ecke und folge dem Unterricht ohne Aussicht auf Besserung, was die Grüppchenbildung angeht. Dazu kommt noch, dass sehr viel Zeit im Unterricht für Wort-Erklärungen verloren geht und ich mich dadurch wirklich ein wenig dumm vorkomme.

Um ehrlich zu sein, durch diesen Kurs wird mir wirklich bewusst, wie schwer es ist, Ausländer in einem fremden Land zu sein, wenn es um das eigene Selbstwertgefühl geht. Bislang hatte ich damit eigentlich keine Probleme, aber jetzt merke ich, dass man von vielen einfach so behandelt wird, als hätte man von gar nichts eine Ahnung, weil man eine andere Muttersprache hat. Genau dieses Gefühl wird von meinem Lehrer auch unterstützt, indem er jedes Wort, das kompliziert klingt, an die Tafel schreibt. Na, das kann ja heiter werden ...

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 1, 2010

USA

Ein Schnäppchen nach dem anderen

Mein Gott, wie habe ich mich beim Anschaffen meiner Bücher für das erste Semester in Unkosten gestürzt! Über 400 Dollar habe ich für meine sechs Kursbücher ausgegeben! Regelrecht arm bin ich dadurch geworden!

Und dieses Semester? Da bin ich viel schlauer! Warum? Weil ich erst einmal abgewartet habe. Damals habe ich mir die Bücher bereits vor Semesterstart gekauft. Ich war einfach unheimlich aufgeregt und wollte alles richtig machen. Da bin ich also bereits am ersten Tag mit zwei dicken Schinken im College aufgetaucht und habe mich damit schon ein wenig blamiert, schließlich war ich die einzige. Die anderen haben nicht einmal einen Notizblock dabei gehabt, andere wiederum schleppten einen Laptop mit, um sich jeden kleinen Kommentar des Lehrers aufzuschreiben. Etwas übertrieben, wenn ihr mich fragt.

Das Problem damals war auch, dass ich mir die neusten Editionen der Bücher gekauft hatte. Das stand so in meinem College-Plan, auf dem jeder Student bereits vor Semesterbeginn seine Bücherliste anschauen kann. Im Unterricht wurde uns dann jedoch gesagt, dass wir uns auch noch die älteren Editionen kaufen könnten. „Thank god“, denke ich mir jetzt nur. Schließlich gibt es ältere Editionen von Textbüchern im Internet für „an apple and an egg.“

Somit habe ich für vier Schulbücher nicht einmal 150 Dollar ausgegeben! Meinem knappen Geldbeutel kann es nicht schaden, schließlich plane ich einen längeren Deutschlandbesuch im Sommer.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Feb 22, 2010

USA

Neues Spiel, neues Glück

Heute ging es wieder los, Hilfe! Mein zweites Semester hat begonnen. „Eben“ war ich noch in Deutschland (beziehungsweise auch in Dänemark und in England) und nun geht der „ganz normale Wahnsinn“ wieder los.

Nach meinem erfolgreichen ersten Semester habe ich schon ein wenig Angst, meine Leistungen nicht halten zu können, auch wenn es dafür eigentlich keinen Grund gibt. Schließlich trete ich dieses Semester mit vier, anstelle von sechs Kursen ein wenig kürzer. Jedoch bereue ich diese Entscheidung bereits, denn an meinen Noten des ersten Semesters habe ich erkennen können, dass ich dem Stress eigentlich gewachsen bin ... Na ja, es gibt ja noch ein paar weitere Semester und sogar während der Sommerpause kann man Kurse belegen.

Jetzt konzentriere ich mich aber erst einmal auf dieses Semester, um auch weiterhin „A’s“ zu schreiben. Es ging auch gleich zur Sache: Bereits am ersten Tag wurde ein Quiz geschrieben. Quizzes sind kleine Tests, mit denen das Wissen aus den vergangenen Unterrichtsstunden abgefragt wird. Nach welchen Leistungen heute, am ersten Unterrichtstag, gefragt wurde? Letzte Woche haben wir bereits das sogenannte „Syllabus“ per E-Mail bekommen. Ein Syllabus ist eine Auflistung der geforderten Leistungen und ein Semesterplan für den jeweiligen Kurs. Um also zu überprüfen, ob wir dieses auch gelesen haben, wurden einige Aspekte daraus erfragt. Was ein Leichtes für mich war. So schnell habe ich noch nie Punkte ergattern können, schließlich wurde das Quiz auch noch vorher angekündigt.

Also habe ich wohl schon am ersten Tag wieder mit einem „A“ voll einsteigen können. Mal sehen, was die nächsten drei Monate des Semesters so mit sich bringen! Ich bin gespannt!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Feb 15, 2010