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USA

Ehren-Studentin ... yeah!

Vor kurzem habe ich einen Brief von meinem College erhalten und dessen Inhalt hat mich doch glatt vom Hocker gerissen: Ich bin drauf! Wo drauf? Auf der „Honor’s List“ für das vergangene Semester.

Jedes amerikanische College veröffentlicht nach einem abgeschlossen Semester seine eigene „Honor’s List“ und zeichnet damit die Studenten aus, die besonders herausragende Leistungen erbracht haben. Die Leistungen müssen einem GPA von mindestens 3.50 entsprechen. Da mein „Grade Point Average“ bei 3.941 liegt, habe ich es also locker auf die begehrte Liste geschafft. Der GPA ist dem deutschen Notendurchschnitt gleichzusetzen. Während jedoch in Deutschland gilt: Je niedriger der Notendurchschnitt desto erfolgreicher der Schüler, ist es in Amerika umgekehrt.

Da ich mich jetzt bereits in meinem zweiten Semester befinde, spornt mich das natürlich umso mehr an, wieder mit guten Noten zu glänzen, um es auch in diesem Semester auf die begehrte Liste zu schaffen. „Psychology“ und „Radio- and Television Broadcasting“ sind nur zwei meiner vier Kurse und auch die anderen beiden, „English Composition“ und „Introduction to Cinema“, klingen so interessant, dass mir das Lernen sicher nicht allzu schwer fallen wird. Im Gegenteil: Ich habe erfahren, dass ich in zwei der Kurse weder ein „Mid-Term“- noch ein „Final-Exam“ schreiben muss. Somit erspare ich mir eine Menge Arbeit, auch wenn stattdessen mehrere umfangreiche „Paper“ anstehen. Aber ich freue mich schon darauf, diese zu schreiben, schließlich ist genau dies meine absolute Leidenschaft: Schreiben, schreiben, schreiben.

Anyway, auch dieses Semester werde ich mein Bestes tun, um meinen GPA zu halten und meinen Platz auf der Liste zu verteidigen. Drückt mir die Daumen!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 8, 2010

USA

Ich bin doch nicht blöd!

Okay, blöd ist bestimmt keiner in dem Kurs, aber genauso fühle ich mich in meiner Writing-Class. Warum? Weil ich den Fehler gemacht habe, mich in diesen Kurs einzuschreiben, denn er ist ausschließlich für internationale Studenten. Am liebsten würde ihn „droppen“ beziehungsweise wechseln, aber dafür ist es jetzt, drei Wochen nach Semesterbeginn, leider schon zu spät.

Warum ich diesen Kurs gewählt habe und warum er meinen Erwartungen nicht entspricht? Nun ja, ich dachte einfach, ich würde die eine oder andere Freundschaft mit jemanden schließen können, der nicht nur auf meiner Wellenlänge ist, sondern sich auch in der Situation befindet, in einem fremden Land zu sein. Schließlich hat Mariola, die Polin, mit der ich mich im letzten Semester sehr angefreundet habe, das College letztes Jahr beendet.

In diesem Kurs jedoch fühle ich mich ein wenig unwohl, denn ich bin dort die einzige West-Europäerin. Ungefähr 95 Prozent kommen aus Asien! Warum das ein Problem für mich ist? Weil die asiatischen Studenten nur Augen für sich haben und sich nicht wirklich mit den Mitschülern, die eine andere Kultur haben, unterhalten. Somit sitze ich also in einer Ecke und folge dem Unterricht ohne Aussicht auf Besserung, was die Grüppchenbildung angeht. Dazu kommt noch, dass sehr viel Zeit im Unterricht für Wort-Erklärungen verloren geht und ich mich dadurch wirklich ein wenig dumm vorkomme.

Um ehrlich zu sein, durch diesen Kurs wird mir wirklich bewusst, wie schwer es ist, Ausländer in einem fremden Land zu sein, wenn es um das eigene Selbstwertgefühl geht. Bislang hatte ich damit eigentlich keine Probleme, aber jetzt merke ich, dass man von vielen einfach so behandelt wird, als hätte man von gar nichts eine Ahnung, weil man eine andere Muttersprache hat. Genau dieses Gefühl wird von meinem Lehrer auch unterstützt, indem er jedes Wort, das kompliziert klingt, an die Tafel schreibt. Na, das kann ja heiter werden ...

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 1, 2010

USA

Ein Schnäppchen nach dem anderen

Mein Gott, wie habe ich mich beim Anschaffen meiner Bücher für das erste Semester in Unkosten gestürzt! Über 400 Dollar habe ich für meine sechs Kursbücher ausgegeben! Regelrecht arm bin ich dadurch geworden!

Und dieses Semester? Da bin ich viel schlauer! Warum? Weil ich erst einmal abgewartet habe. Damals habe ich mir die Bücher bereits vor Semesterstart gekauft. Ich war einfach unheimlich aufgeregt und wollte alles richtig machen. Da bin ich also bereits am ersten Tag mit zwei dicken Schinken im College aufgetaucht und habe mich damit schon ein wenig blamiert, schließlich war ich die einzige. Die anderen haben nicht einmal einen Notizblock dabei gehabt, andere wiederum schleppten einen Laptop mit, um sich jeden kleinen Kommentar des Lehrers aufzuschreiben. Etwas übertrieben, wenn ihr mich fragt.

Das Problem damals war auch, dass ich mir die neusten Editionen der Bücher gekauft hatte. Das stand so in meinem College-Plan, auf dem jeder Student bereits vor Semesterbeginn seine Bücherliste anschauen kann. Im Unterricht wurde uns dann jedoch gesagt, dass wir uns auch noch die älteren Editionen kaufen könnten. „Thank god“, denke ich mir jetzt nur. Schließlich gibt es ältere Editionen von Textbüchern im Internet für „an apple and an egg.“

Somit habe ich für vier Schulbücher nicht einmal 150 Dollar ausgegeben! Meinem knappen Geldbeutel kann es nicht schaden, schließlich plane ich einen längeren Deutschlandbesuch im Sommer.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Feb 22, 2010