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Studieren in den USA

To move or not to move

Ein richtiger Hammer ist, was ich heute erfahren haben: Meine Gastmutter kann sich doch tatsächlich vorstellen, nach Boston zu ziehen! Das hat sie mir eben erzählt. Wow, das wäre ja unglaublich – schließlich bin ich der allergrößte Boston-Fan. Na ja, vielleicht ist das ein wenig übertrieben ausgedrückt, aber seitdem ich einmal in dieser wunderschönen Stadt war, kann ich gar nicht anders, als von ihr zu schwärmen.

Wie meine Gastmutter darauf kommt? Sie arbeitet für eine Firma, die mehrere Zweigstellen in verschiedenen Städten der USA hat und Boston ist eine davon. Dort sei zum nächsten Sommer eine Stelle frei und sie könne sich durchaus vorstellen, dort hinzuziehen. Leider steht es natürlich noch nicht fest – ich hoffe es dennoch sehr. Ich würde also auf ein anderes College wechseln müssen und mein jetziges unabgeschlossen verlassen. Wie auch immer, ein Umzug wäre der beste Grund dafür.

Es sprechen viele Dinge dafür, dass es meine Gastmutter und ihren neuen Freund, den ich stolz den „besten Gastvater, den man sich wünschen kann“ nenne, durchaus ernst damit meinen, alle Zelte abzubrechen und in die Harvard-Stadt zu ziehen: Mein Gastvater steht bereits seit Tagen jeden morgen in aller Herrgottsfrühe auf, um im Internet nach Häusern in und um Boston zu sehen. Es gibt kein anderes Gesprächsthema mehr, wenn die kids „not around“ sind ...„Ja, bitte lieber Gott, lass‘ uns nach Boston ziehen“ – dass ich von dieser Idee mehr als begeistert bin, wisst ihr bereits. Ich würde am liebsten schon diesen Sommer umziehen, aber es liegt ja nicht in meiner Hand. In erster Linie hoffe ich einfach, dass alles soweit klappt und es am Ende nicht nur ein „schöner Traum“ meiner Gasteltern war.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 25, 2010

Studieren in den USA

Mit der Lizenz zum Spicken

Ja, ihr habt richtig gelesen, hier in Amerika läuft es ein wenig anders als in Deutschland. Hier ist es auch mal kein Problem, ein sogenanntes „cheat sheet“ zum Examen mitzunehmen  – und zwar auf ausdrücklichen Wunsch der Lehrerin. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als unsere Psychologie-Lehrerin auf einmal sagte, wir dürften uns den ganzen Stoff auf ein Blatt schreiben und es tatsächlich fürs Examen benutzen. Die einzige „Bedingung“ war, dass wir den Zettel handschriftlich beschreiben, denn das hätte „einen viel größeren Effekt“.
Eigentlich sollte ich mich ja darüber freuen, wenigstens in einem Fach nicht wie eine Irre lernen zu müssen. Aber ich frage mich wirklich, wofür es gut sein soll, bei einem Test mehr oder weniger „betrügen“ zu dürfen. Ich bin vom Typ Mensch, der stolz auf seine A’s ist, nachdem er stundenlang gelernt hat, anstatt alles nur abgelesen zu haben. Erst recht, da ja jeder „Depp“ auf diesem Wege zu seiner guten Note kommen kann und sehr gute von durchschnittlichen Studenten schwer zu unterscheiden sind.
Aber mal abwarten: Meine Gastmutter meinte, sie hätte die Erfahrung gemacht, dass Tests dieser Art viel schwerer seien als andere. Schließlich sei es wie in Mathe, wo man die Formeln in der Regel auch mit zum Test bringen darf. Wie auch immer, ich warte ab und lerne trotzdem genauso intensiv für dieses Examen wie für alle anderen. Na ja, vielleicht ein bisschen weniger intensiv, aber irgendwie habe ich schon Angst davor, dieses Examen zu unterschätzen ...ich werde euch wissen lassen, wie es gewesen ist.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 22, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 22, 2010

Studieren in den USA

Wieviel ist mein USA-Studium eigentlich wert?

Mindestens drei Semester am Community College habe ich noch vor mir, dennoch versuche ich bereits für die Zeit danach zu planen. Um ganz ehrlich zu sein, mir sagt mein Herz zurzeit folgendes: Geh zurück nach Deutschland und bewirb dich entweder an einer Uni oder versuche dein Glück gleich mit einer Bewerbung um ein Praktikum bei den Medienanstalten.

Aber wie sehen meine Chancen nach meinem Abschluss am Community College aus? Was für einen Abschluss habe ich dann und was ist dieser in Deutschland wert? An einem Community College erreicht man das „Associate Degree“, mit dem man in der Regel auf ein College wechselt, um dort den Bachelor in seinem Major (Hauptfach) zu bekommen. Schließlich wissen die meisten Studenten, dass man mit einem „Associate Degree“ in den USA nicht sehr weit kommt.

Aber auch in Deutschland bringt mir dieser Abschluss nicht viel, denn er wird von den deutschen Behörden nicht anerkannt! Würde ich aber noch den Bachelor draufsetzen, bräuchte ich mir um die Anerkennung keine Sorgen zu machen und könnte mich sowohl in den USA, als auch in Deutschland stolz Journalistin nennen. Eigentlich schwanke ich auch immer noch zwischen Bachelor in den USA machen oder lieber in der Heimat.

Was soll ich also tun? In ein paar Monaten müsste ich mir darüber bereits ernsthafte Gedanken machen, während ich das im Moment eher vermeiden will. Aber ich weiß, dass diese Entscheidung auf mich zukommt. Doch da ist nicht nur die Frage, „wo will ich die nächsten Jahre meines Lebens verbringen?“, sondern auch die Frage des Geldes zu klären. Denn mein „Transfer-College“, auf dem ich den Bachelor machen würde, kostet ungefähr 20.000 Dollar pro Jahr und möchte ich, dass das meine Gastmutter bezahlt? Sie hat es mir angeboten, aber ich fühle mich bei dem Gedanken sehr schlecht und müsste mir das ganz genau überlegen...

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 17, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 17, 2010