interaktiv

Studieren in den USA

Mit der Lizenz zum Spicken

Autor:
Katharina

Rubrik:
studium

22.03.2010

Ja, ihr habt richtig gelesen, hier in Amerika läuft es ein wenig anders als in Deutschland. Hier ist es auch mal kein Problem, ein sogenanntes „cheat sheet“ zum Examen mitzunehmen  – und zwar auf ausdrücklichen Wunsch der Lehrerin. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als unsere Psychologie-Lehrerin auf einmal sagte, wir dürften uns den ganzen Stoff auf ein Blatt schreiben und es tatsächlich fürs Examen benutzen. Die einzige „Bedingung“ war, dass wir den Zettel handschriftlich beschreiben, denn das hätte „einen viel größeren Effekt“.
Eigentlich sollte ich mich ja darüber freuen, wenigstens in einem Fach nicht wie eine Irre lernen zu müssen. Aber ich frage mich wirklich, wofür es gut sein soll, bei einem Test mehr oder weniger „betrügen“ zu dürfen. Ich bin vom Typ Mensch, der stolz auf seine A’s ist, nachdem er stundenlang gelernt hat, anstatt alles nur abgelesen zu haben. Erst recht, da ja jeder „Depp“ auf diesem Wege zu seiner guten Note kommen kann und sehr gute von durchschnittlichen Studenten schwer zu unterscheiden sind.
Aber mal abwarten: Meine Gastmutter meinte, sie hätte die Erfahrung gemacht, dass Tests dieser Art viel schwerer seien als andere. Schließlich sei es wie in Mathe, wo man die Formeln in der Regel auch mit zum Test bringen darf. Wie auch immer, ich warte ab und lerne trotzdem genauso intensiv für dieses Examen wie für alle anderen. Na ja, vielleicht ein bisschen weniger intensiv, aber irgendwie habe ich schon Angst davor, dieses Examen zu unterschätzen ...ich werde euch wissen lassen, wie es gewesen ist.

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