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Studieren im Ausland

Wo ist der Muthase?

Kennt ihr das? Man freut sich auf etwas, das in der Zukunft passieren wird. Etwas, ds man geplant hat und von dem man immer voller Stolz geredet hat. Dann auf einmal kommt die Zukunft immer näher und man merkt, dass man sich nie so richtig Gedanken darüber gemacht hat und sich die ganze Zeit auf etwas freute, das sehr viel Mut von einem verlangt.

So geht es mir gerade. Mut, mein Freund, komm her, ich brauche dich. Ich rede nämlich schon seit Monaten davon, wie toll der Sommer 2011 doch wird. Hey, schließlich werde ich dann mein Praktikum in New York City machen. Jetzt nimmt dieser Plan auch schon konkrete Züge an. Mein Radio-Professor hat mir mein „Resume“ mit mehreren Verbesserungsvorschlägen zugeschickt. Außerdem hat er geschrieben, dass die Chefin bereits ALLES über mich wüsste. Das bedeutet im Klartext, dass er mein „Resume“ an sie weiterleitet und sie sich dann bei mir meldet, um mich zu einem Vorstellungstermin einzuladen.

Hilfe! In meiner Vorstellung klang alles so super: Katharina wird bald in New York City arbeiten. Hört sich ja auch toll an. Aber ich habe Angst, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, schließlich handelt es sich um einen der erfolgreichsten Satellitenradiosender der USA. Ganz ruhig, Kat, das schaffst du schon. Danach stehen dir unheimlich viele Türen offen, sagt mir das Engelchen auf meiner Schulter. Danke, da ist er, der Muthase. Ich hoffe nur, das Teufelchen auf meiner anderen Schulter vergrault ihn nicht wieder.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Feb 25, 2011

Studieren im Ausland

Luftanhalten am anderen Ende der Welt (1)

Im Vergleich zur großen weiten Welt ist man selbst nur ein Sandkorn. Ein Grund, weshlab ich schon vor meinem Zivildienst angedacht hatte, vor Studienbeginn nochmals ins Ausland zu gehen. An dem Tag, als ein Brief bei mir ins Haus flatterte, auf dem das Gerücht bestätigt wurde, dass ich nur noch sechs Monate abzuleisten hätte, verfestigete sich der Plan. Drei Monate mehr Zeit: Das erhöhte das Potenzial meiner Reise umso mehr. Also fing ich mit der Planung an. Europa und Nordamerika sollten später kommen, die Südsee, Australien und Asien schwirrten in meinem Kopf herum. Auf jeden Fall musste ein „Around the World”-Ticket her. Ich dachte daran, Freunde in Südamerika zu besuchen, mich in Neuseeland oder Australien freiwillig zu melden oder zu woofen und auch dort Freunde zu besuchen. In Singapur hätte ich auch noch Unterschlupf gefunden und im Sommer wäre auch ein Kumpel wieder bei seiner ehemaligen Gastfamilie in Thailand gewesen. Und vielleicht hätte es sogar noch nach China gereicht.

Ganz unerwartet kehrte dann eine Freundin von der Osterinsel zurück und erzählte mir von ihren Plänen, dorthin zurückkehren und sich eine Hütte zu bauen. Ich könnte ihr ja helfen, sozusagen bei ihr woofen. Noch ein Puzzlestück mehr: Deutschland, Argentinien, Chile, die Osterinsel, Tahiti, Neuseeland, Australien, Singapur, Thailand, Kambodscha, Borneo; mittlerweile hatte ich so viele Anlaufstellen, dass mein Zeitplan, den ich mir im Reisebüro habe geben lassen, doch immer knapper wurde.

Irgendwie sollte ich mir doch einen Überblick verschaffen, bevor ich meine Reisen intensiviere, oder etwa nicht? Sollte ich nicht mal im Luxushotel, im Zelt, unter freiem Himmel oder auf hartem Boden geschlafen haben? Und das auch noch in verschiedenen Ländern? Klar, da wären auch Praktika, die ich machen könnte, manche sogar dringend notwendig für Studiengänge, für dich ich mich dann eben vom anderen Ende der Welt aus beworben hätte. Und natürlich das Geld. Sollte ich alles ausgeben, was ich mir bis jetzt fürs Studium angespart hatte?

 

(Anm. d. Red.: Beim „woofen“ erhält man gegen Arbeitseinsatz auf einer Farm kostenlose Unterkunft und Verpflegung.)

Autor: Manuel  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Feb 22, 2011
Autor: Manuel
Rubrik: auszeit nach dem abi
Feb 22, 2011

Studieren im Ausland

Der Schneeteufel schliesst die Schule

… Und alle freuen sich! Ja, so ein Snow Day ist hier in den USA nichts besonderes. Wenn das Wetter verrückt spielt, dann geht hier gar nichts mehr. So hatte ich letzte Woche das „Glück“, dass mein College geschlossen war, zumindest für einen Tag. Schade, ausgerechnet meine TV class fiel aus. Ich hatte mich eigentlich schon auf diese Veranstaltung gefreut, schliesslich bin ich gespannt, welche bekannten Gesichter ich dort wiedersehen werde. Ich bin sicher, mindestens einen der Studenten, mit denen ich auch schon im letzten Semester zusammen meine TV class belegte, werde ich auch in diesem Semester antreffen. Normalerweise verliert man sich leider sehr schnell aus den Augen, sobald ein Semester vorbei ist und man im darauf folgenden andere Kurse belegt. Na ja, durch den Snow Day werde ich das erst diese Woche herausfinden.

Während der liebe Schnee mein College außer Gefecht gesetzt hatte, mussten meine Jungs jedoch zur Schule. Das hatte aber auch seinen guten Grund: Fällt die Schule eine bestimmte Anzahl von Tagen aus, müssen diese nachgeholt werden, was die Sommerferien verkürzen würde. Diese Regel gibt es aber für mein College nicht. Wie auch immer, der Einfluss des Wetters hier in den Staaten ist in keinem Fall derselbe wie in good old Germany. Während ich es in Deutschland noch nicht erlebt habe, dass der Unterricht wegen Schneefall ausfällt, ist dieses hier in Amerika Gang und Gäbe. Lehrer in Amerika sollte man sein.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Feb 18, 2011