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Studieren im Ausland

Ein einjähriger Tauchgang

Schon mehr als ein Jahr ist es jetzt her, dass ich auf einem Segelboot durch die Andamanen geschippert bin. Nun ja so gemütlich, wie es klingt war es dann auch wieder nicht. Denn bei den Umweltprojekten des Young Explorers Programms wird viel in kurzer Zeit gemacht. So war es auch vorletztes Wochenende, als ich die potentiellen Teilnehmer für die nächste Expedition an den Nordpol beim Auswahlcamp in der Schweiz besuchte.

Früh morgens sind wir aufgestanden, sodass wir um 6 Uhr los konnten. Dabei war das eigentlich schon ziemlich spät für unser Ziel: 1.000 Höhenmeter bis zum Sonnenaufgang, um diesen romantischen Anblick in den Schweizeralpen zu genießen. Wir, das waren andere Ehemalige von Expeditionen des Programms, die nach Neuseeland, Malaysia, Pakistan oder in die Mongolei gegangen waren. Also Hartgesottene, aber mit weichem Kern. Denn so mancher hatte sich in der kristallklaren Nacht aus den kalten Zelten geschlichen und im Sanitärbereich des Campingplatzes mit Fußbodenheizung niedergelassen. Aber schließlich muss man ja für den mühsamen Aufstieg ohne Frühstück ausgeruht sein. Dank Vollmond konnten wir unsere Taschenlampen auslassen und stiegen mit dem Morgenrot die Berge hoch. Nach einigen Stunden, mehreren Schokoladenportionen und Atempausen später, standen wir dann auf dem Gipfel und uns wurde klar, dass der Rückweg am schnellsten über die Eisfelder geht: Auf dem Hintern rutschend versteht sich. Besser als jede Achterbahnfahrt!

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Mar 10, 2011
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Mar 10, 2011

Studieren im Ausland

Gemeinsamkeiten mit Heidi Klum

Erstens: Ich bin Deutsche. Zweitens: Ich lebe in den USA. Drittens: Ich kann mit Stolz behaupten, die Moderatorin einer Live Show im amerikanischen Fernsehen zu sein! Wie, was und wann? In meiner TV-Class produzieren wir, die Studenten, jeden Donnerstag eine Show mit einem Studiogast, die live im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wird! Okay, mit dem Top-Channel Fox ist der kleine, lokale Sender, auf dem unsere Shows übertragen werden, nicht zu vergleichen, jedoch macht es für mich keinen großen Unterschied.

In „meiner“ Show wird ein Rapper zu Gast sein, der seine Songs nicht nur zum Download im Internet anbietet, sondern des Öfteren auch auf der Bühne steht. Ob ich mit dem Englisch, dem Gast und dem Druck dieser Live-Sendung klarkomme, das weiß ich noch nicht, aber ich werde mein Bestes geben. Im letzten Semester stand ich jedenfalls noch nicht vor der Kamera, sondern war einer der Kameraleute, der Regisseure oder für den Ton zuständig. Vor die Kamera zu treten, davor habe ich mich eigentlich immer gedrückt, schließlich muss man auf so viele Dinge achten, zum Beispiel auf die Hinweisschilder des Floor Managers, der ansagt, in wie vielen Sekunden die Werbung anfängt.

Es wird sicherlich nicht einfach, und Patzer wären peinlich. Dennoch: No risk, no fun! Schließlich möchte ich nicht nur meinen Kindern von meinen besten Erfahrungen in den USA erzählen – wo diese Live-Sendung sicherlich dazu gehört, sondern auch bei meinen zukünftigen Bewerbungen damit punkten können.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 8, 2011

Studieren im Ausland

Mein Bruder Klösterlicherseits

Auf der anderen Seite des Rheins, gegenüber der Germania, strotz eine Marienstatue. Hier beginnt der Tag um 6:15 Uhr, wenn Männer in schwarzen Kutten zu Glockengeläut in die Klosterkirche huschen, um dort in der Stille zu beten und zu singen. Nein, keine Verschwörung á la Illuminati, sondern das alltägliche Mönchsleben der Missionsbenediktiner von St. Ottilien. Und mit andern Zivis aus ganz Deutschland durfte ich in diese „Enklave“ eintauchen.

Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass es mich mal in ein katholisches Kloster verschlägt, da ich selbst Protestant bin. Okay, da war schon immer die Faszination für buddhistische Klöster, Meditation und Stille. Aber als sich dann die Möglichkeit bot, für wenig Geld diese Erfahrung mitzunehmen, wollte ich mir diese Auszeit gönnen. Und das wollten auch noch andere. Es kamen Zivis von Sylt bis Freiburg. Die einen auf der Suche nach Gott, die anderen, um zu sich zu finden und wieder andere, um einfach nur eine kleine Pause zu machen. Wobei trotz der Stille einiges los war.

Wir hatten die Möglichkeit, nicht nur im Klostergarten und im umgebenden Weingut zu arbeiten, sondern auch, mit den Mönchen zu essen. Hier hieß es schweigen und der Lesung lauschen und erst auf Klopfen mit dem Essen anfangen. Das Gute daran ist, dass man sich in der Zeit schon alle möglichen Fragen zu Recht legen konnte: Seit wann sind sie denn schon im Kloster? Was haben sie einmal gelernt? Haben sie noch Familie? Wieso sind sie ins Kloster eingetreten?

In der Kirche waren wir fasziniert von den Choralgesängen der Mönche. Man darf mitsingen, kann aber auch bei seinen Gedanken bleiben. Genauso wie unsere Meditationsversuche. Im Alltag sollen wir ständig zuhören, machen, nachdenken, entscheiden und aufpassen. Und jetzt einfach mal an gar nichts denken, seine Körpermitte finden? Aber irgendwann stelle sich dann doch so ein Gefühl von Zufriedenheit ein.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Mar 7, 2011
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Mar 7, 2011