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Studieren im Ausland

"I sepak English very well, but I kanns no net so schnell" - TOEFL getestet

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

15.03.2011

Dieses Zitat von meiner Mutter werde ich wohl nie vergessen. Und seither habe ich das auch immer belächelt. Bis es dann ernst wurde mit den Vorbereitungen für den „Test of English as a foreign language“ (TOEFL). Zur Vorbereitung kann man teure Kurse belegen, sich online Übungsprogramme runterladen oder sich jede Menge Bücher kaufen. In Anbetracht der wenigen Zeit habe ich mich auf das Urteil eines Freundes verlassen und 20 Euro in ein Buch investiert. Das sollte doch reichen!? Schließlich schaue ich doch englische Filme, höre englische Musik und hab mir „Uncle Tom's Cabin“ im Original als Lektüre in der Vorbereitungszeit zurechtgelegt. In dem Test geht es um Verständnis, Verarbeitung und schnelles Handeln. Aufgeteilt ist das in Reading, Listening, Speaking und Writing. Über vier Stunden wird das im Original dauern. Dessen war ich mir bewusst. Und auch, dass ich 90 von 120 Punkten erreichen musste, um den Mindestscore für die Bewerbung zu erreichen.

Also hieß es früh aufstehen, Energie tanken und losfahren. Denn das Testcenter war natürlich nicht um die Ecke, sondern 90 Minuten Autofahrt entfernt. Und dann geht’s los: 20 Minuten für das Lesen des Text und 14 Multiple Choice Fragen beantworten. Die sind ganz schön tricky und die Antworten unterscheiden sich nur in Nuancen von den anderen Möglichkeiten. Trotzdem komme ich gerade so durch. Jetzt heißt es Kopfhörer aufsetzen. Unterhaltungen und Vorlesungen zuhören, dann einen Text lesen, wieder Multiple Choice. Das ist echt easy. Erstaunlicherweise sind die Themen auch interessant. Meiner Meinung nach ist der Speaking-Teil der schwierigste. Man bekommt eine Frage gestellt, hat 15 Sekunden Zeit sich vorzubereiten und dann nochmals 45 Sekunden, um die Antwort wohl strukturiert und klar rüberzubringen. Und um dich herum wird die Frage von anderen ebenfalls beackert. Nach über zwei Stunden noch konzentriert zu sein, ist echt eine Meisterleistung.

Da freue ich mich doch auf die Writing-Sektion. Schön entspannt in einer halben Stunde ein Essay schreiben. So wie man das auch im Abi machen musste. Okay, nach über drei Stunden ist man dann vielleicht schon etwas überreizt, denn irgendwie kommt es mir so vor, als würden diese amerikanischen Tastaturen viel lauter klappern, als die herkömmlichen. Hier kann man jetzt verfeinern, die Redewendungen passend rauslassen und mit dem Wortschatz glänzen, der einem beim Sprechen partout nicht einfallen wollte. Schließlich nach viereinhalb Stunden bestätigt der Screen. Der Test ist vorbei. Ein letztes Mal „Continue“ klicken und dann... „In 7-10Tagen werden sie ihr Testergebnis erfahren.“ Also Abwarten und Tee trinken. Da wären wir doch dann wieder bei der Geschwindigkeit: „They speak English very well, but Ergebnisse rausgeben, könne se no net so schnell.“

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