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Studieren im Ausland

Es geschehen doch noch Wunder

Es gibt Momente im Leben, da weiß man nicht, was man denken soll. Sollte man sich freuen, oder wäre das viel zu früh? Heute war einer dieser Momente. Ich checkte mein E-Mail-Postfach und entdeckte eine Mail mit der Betreffzeile: „Internship“. Ohne irgendetwas zu denken öffnete ich die Mail und las sie. Tatsächlich, das Warten hatte ein Ende. ENDLICH meldete sich Sirius XM, der große Radiosender, auf den ich die ganze Zeit gewartet hatte. Mein Lehrer hatte doch nicht übertrieben als er meinte, ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen und würde DEN Anruf früher oder später bekommen. Al, On-Air Host und Music Programming Department Director, bat mich um Rückruf. Mann, war ich aufgeregt als ich nur ein paar Sekunden später zum Hörer griff und ohne wieder irgendetwas zu denken, anrief.

Am anderen Ende der Leitung meldete er sich und seine Stimme erhellte sich sofort, als ich meinen Namen nannte – Joey, mein Lehrer, hätte schon so viel Gutes über mich erzählt. Wir einigten uns auf einen Interview-Termin für Donnerstag. Donnerstag? Egal, muss ich eben meine geliebte TV-Class „schwänzen“, mein Prof wird das sicher verstehen. Al und ich verabschiedeten uns, ich legte auf und dachte nach. Was war in den letzten fünf Minuten bloß geschehen... Ich führte genau das Telefonat, auf das ich schon seit Monaten wartete! Freude überrannte mich, aber nein, Kat, freu dich noch nicht zu sehr, noch hast du keine Zusage. Daumen drücken ist nun angesagt – mehr denn je!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  May 6, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
May 6, 2011

Studieren im Ausland

Also soll es Cablevision sein?

Typisch Amerikaner! Da kommt man zwanzig Minuten früher zum Vorstellungsgespräch, weil man als Deutsche natürlich großen Wert auf Pünktlichkeit legt, und dann steht man vierzig Minuten vor einer Eingangstür, die nur angemeldete Besucher und Mitarbeiter durchlässt. So stand ich also in der Kälte, wartete und wartete. Auch auf dem Handy konnte ich John, der bereits zwanzig Minuten Verspätung hatte, nicht erreichen. Dann kam er aber doch noch und das Gespräch konnte losgehen. Aus meinem ersten Interview habe ich gelernt, dass man sein „resume“ immer dabei haben sollte, denn auch wenn man es bereits eingereicht hatte, heißt das noch lange nicht, dass der Interviewer dieses auch griffbereit hat. Ich übergab also meine Unterlagen und John fragte mich interessiert über „Deutscheland“ aus. Er hätte dort auch einmal für zwei Jahre lang gelebt, aber von seinen Deutschkenntnissen sei „nothing uebric“ geblieben. Am Ende des Gesprächs zeigte er mir mehrere Werbespots, die Cablevision vor kurzem produziert hatte.

Was meine Aufgaben bei Cablevision wären? Ich wäre ich Produktionsassistentin, die bei jedem Meeting dabei wäre, Skriptentwürfe für die zu produzierenden Werbespots schreibt und alles in allem wie eine „echte“ Mitarbeiterin behandelt werden würde, ohne „Praktikantenstempel“. Und wisst ihr was? Ich hab den Job! John bot ihn mir sofort an! Ich habe zugesagt, hoffe aber immer noch darauf, dass sich mein großer „New York City Radio Traum“ doch noch erfüllt.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Apr 27, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Apr 27, 2011

Studieren im Ausland

Ein zu verkraftender Rückschlag

Ich weiß nicht, ob ich wirklich traurig darüber sein soll, oder nicht. Heute hatte ich doch glatt eine „Absage“ der Produktionsfirma in meinem E-Mail Postfach. Jedoch war es nicht wirklich eine Absage, sondern ein Angebot, das Praktikum bei ihnen nicht im Sommer-, sondern im Herbstsemester zu absolvieren. Da ich jedoch – wenn alles gut läuft und ich alle meine classes bestehe – nach dem Sommer keine eingeschriebene Studentin mehr bin, kommt dies leider nicht in Frage. Wie ich ja schon mal erwähnte, ohne Studentenstatus hat man es schwer, einen Praktikumsplatz zu bekommen. Also habe ich „Concepts TV“ dankend abgesagt.

Supernett finde ich es jedenfalls, dass sie mir, da die Praktikantenstellen für den Sommer bereits vergeben sind, einen Praktikumsplatz im Herbst überhaupt angeboten haben. Ich sehe das Interview also als gelungenes „Interview-Training“ an und freue mich auf das nächste Vorstellungsgespräch, das ich übrigens schon bald habe. Denn mit der Absage von Concepts TV kam auch gleich eine neue Chance auf mich zu: Als ich mich im College nach Hilfe bei der Praktikumssuche informierte, erzählte mir Margeret, die nette Dame, die für mich zuständig ist, dass sie mich einer anderen Werbefirma empfehlen könne. Sie leitete meine Unterlagen weiter und heute bekam ich gleich einen Anruf von Cablevision, einer der größten Kabelfernsehgesellschaften der USA. Auch sie produzieren Werbespots und suchen laufend Praktikanten. Morgen habe ich dort ein Interview und bin gespannt, was auf mich zukommt.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Apr 19, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Apr 19, 2011