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Studieren im Ausland

"Die Beste, die ich je hatte"

Klar, er war mein Lehrer im College, und dadurch haben wir von Anfang an ein anderes Verhältnis zueinander gehabt, als andere Praktikanten zu ihrem Mentor. Dennoch habe ich Grund, stolz auf mich zu sein, denn Joey hat mir gesagt, er hätte noch nie einem anderen Praktikanten so sehr vertraut und so viel zugetraut wie mir! – Und genau das hat er auch in die Praktikanten-Bewertung geschrieben, die ich zur Halbzeit an den „Hiring Manager“ geben musste. Das fühlt sich schon nicht schlecht an, den Titel „best intern“, zumindest was den Country-Channel angeht, zu tragen. Wie ich überhaupt zu dieser Ehre komme? Fragt mich mal! Ich habe keinen Schimmer, versuche ich doch, in jeder Aufgabe mein allerbestes zu geben. Ich bin präzise und schnell und mag es nicht, lange Pausen zu machen, wenn ein Berg Arbeit auf mich wartet. Vielleicht sind es diese „deutschen Tugenden“, die den Amerikanern hier besonders gefallen? Sehr viel besser, hätte mein Praktikum bisher nicht laufen können. Nicht nur, dass mich meine beiden Mentoren loben, ich habe sogar auch Angebote anderer Channels und Abteilungen bekommen, bei ihnen nach meinem Studienabschluss ein weiteres Praktikum zu machen. Meine Arbeit wird sehr geschätzt und mit solchen Angeboten und Aussagen steht man immer wieder gerne um fünf Uhr morgens auf, um mit dem Bus zur Arbeit zu fahren. Manchmal muss ich mich selbst wachrütteln und mir sagen: „Hey, es ist nicht nur ein Traum, schau dich um, du bist in New York City! If you can make it here, you can make it anywhere!“ Auch wenn es Realität ist, zu Ende gehen wird mein „realer Traum“ leider so oder so. Bis dahin werde ich aber noch jeden einzelnen Tag genießen, ehe es Richtung kalifornische Hauptstadt Sacramento geht.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Sep 5, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Sep 5, 2011

Studieren im Ausland

Al, you're crazy!

Eigentlich war es nicht das erste Mal, dass ich mit meinem Mentor Al live im Studio einer beliebten Morning-Show-Crew war. Und jedes Mal habe ich mich sehr darauf gefreut. Aber von jetzt an gehe ich mit einem etwas anderen Gefühl in die Show. Warum? Es war so: Normalerweise sitze ich brav auf meinem Stuhl und höre zu, wie Al über den neuesten Country-Klatsch und Tratsch informiert. Dieses Mal schien ihm und den beiden Moderatoren aber etwas anderes wichtiger zu sein: Ich! Als einer der Moderatoren die Runde vorstellte und mich verständlicherweise ausließ, korrigierte ihn Al: „Hey, don’t forget my intern, Kat!“ Das war der Startschuss für eine Konversation mit...mir! Ich sollte mich ausführlich vorstellen und von meinem Praktikum erzählen. Na toll, Al, hättest du mich nicht vorwarnen können? Mein Herz klopfte wie wild und ich habe jetzt, ein paar Tage danach, immer noch „Erinnerungslücken“. Habe ich wirklich dies und das gesagt und wie klang meine Stimme dabei? Hilfe! Als es dann vorbei war, atmete ich auf und blickte Al mit einem eher vorwurfsvollen Blick an. Daraufhin entschuldigte er sich und ich fing an zu grinsen: „Mach das nie wieder.“ – Natürlich war diese Drohung nicht ganz ernst gemeint und wir alle fingen an zu lachen. Wisst ihr, was das Beste daran war? Morgen werde ich die gesamte Morning Show über dabei sein! Das habe ich mir gewünscht und wie es beim Radio so ist, es bleiben (fast) keine Wünsche unerfüllt. Ob ich auch live ans Mikro geholt werde? Ich bin mir fast sicher. Al wird dieses Mal natürlich nicht dabei sein, denn um pünktlich zur Show zu erscheinen, muss ich den ersten Bus Richtung NYC nehmen – um fünf Uhr morgens. Ich lasse euch wissen, wie es gewesen ist. Ich bin gespannt.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 31, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 31, 2011

Studieren im Ausland

Tief durchatmen im Aquarium

Gestern habe ich das große Glück gehabt, bei einem Unplugged-Konzert hautnah dabei zu sein. Vorher war ich kaum aufgeregt, da mir die Band nicht viel sagte, aber hinterher war ich einfach hin und weg. Die Vorgruppe von Taylor Swift, Needtobreathe schaute für ein Interview und ein Mini-Konzert bei Sirius XM vorbei und ich durfte dabei assistieren. Das ganze fand im „Fishbowl“ statt. So wird das Studio 1 liebevoll genannt, denn es ist ein großes, verglastes Studio, in das man sogar noch aus dem oberen Stockwerk hineinschauen kann. Da kam ich also an, mit meinem Notebook und setzte mich neben Al, meinem Mentor. Schließlich fing das Konzert an und ich war sofort hin und weg. Die Stimme des Sängers und der Klang der Instrumente waren einfach umwerfend. Vier Songs performten sie, ehe sie ins Nachbarstudio kamen, wo Al und ich schon auf sie warteten. Wir gaben uns gegenseitig die Hand und ich schaffte es sogar, meinen Namen „amerikanisiert“ auszusprechen. Nach dem Interview fragte mich der Leadsänger, wo denn die „Restrooms“ seien und so kam es dazu, dass ich mit dem Gitarristen, der hinterhergelaufen kam, einen kurzen Moment plauderte. Was für eine coole Band!

Als sie dann weg waren, machte ich mich gleich an die Ton-Überarbeitung, damit das Interview relativ bald gesendet werden kann. Ein schönes Gefühl, wie sehr man meinen Fähigkeiten vertraut. Ich muss zugeben, im Überarbeiten von Audio habe ich mich in letzter Zeit zur Expertin entwickelt. Es gibt nichts, was ich öfter mache als „Editen“. Es macht mir jedoch auch sehr viel Spaß und es ist einfach ein tolles Gefühl, dass ICH entscheide, welche Anekdoten der Celebrities gesendet werden und wie ich manche Sätze zusammenschneide.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 16, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 16, 2011