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Studieren im Ausland

Labore und Labradore

Mit über 50 anderen Studierenden mit Laborkittel in einem riesen Labor zu sitzen, hat besonderes Flair. Vor allem bei meinem ersten Laboraufenthalt in Spektrophotometrie: Lösungen verdünnen und mit der richtigen Wellenlänge messen, um Rückschlusse auf die Substanz zu ziehen. Zum ersten Mal schienen die Praxisanwendungen auch sinnvoll, im Vergleich zu vielen Versuchen im Chemieunterricht.

Liebend gern wäre ich an diesem sonnigen Tag in den Craigmillar Park gegangen, wo halb Edinburgh seine Hunde ausführt und man die Stadt überblicken kann. Aber mir stand ein zweiter Laboraufenthalt nach der Mittagsvorlesung bevor.

Im Biologiepraktikum wurde es aber dann etwas ernster. Uns wurde gezeigt, wie penibel genau und ehrlich wir unser Laborbuch zu führen haben: Den gesamten Versuch dokumentieren, nichts frei lassen. Falls später nämlich jemand unsere Forschungsarbeiten nachvollziehen will, müssen ihm diese Bücher vorliegen. Und wenn das schlampig geführt wird, wird man in Wissenschaftlerkreisen schnell durch den Dreck gezogen. Wobei wir davon doch noch mindestens vier Jahre entfernt sind.

Und wegen des sonnigen Tages wurden wir auch gleich gewarnt: „Genießt es! Spätestens Ende Oktober haben wir Schnee!“

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Nov 2, 2011
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Nov 2, 2011

Studieren im Ausland

Ein Tag, zehn Stunden

Ja, auch mir ist durchaus bewusst, dass ein Tag eigentlich aus 24 Stunden besteht. Mein Samstag aber hat von nun an eine andere Zeitrechnung. Warum? Weil ich einen Kurs habe, der auf ganze zehn Stunden ausgelegt ist. Es ist jedoch kein „normaler“ Kurs. Es ist ein „Activity Coordinator Program“. An fast jedem Samstag dieses Semesters treffen sich etwa 45 Studenten zum Workshop, um am Ende das begehrte Zertifikat zu erhalten, welches dazu qualifiziert, als Aktivity Coordinator arbeiten zu können. Es ist also sozusagen ein Kurs, der einem eine (Zusatz-)Ausbildung gibt. Warum ich diesen Kurs überhaupt mache? Ich habe euch ja erzählt, wie schwer es war, ein neues College für ein Semester zu finden. Als ich also das „ok“ von meinem jetzigen bekam, musste ich mich „auf Teufel komm raus“ für alle verfügbaren Kurse einschreiben, um auf die berühmten zwölf Credits zu kommen, die ein internationaler Student haben muss. Das sind mindestens drei Kurse. Also durchsuchte ich den Kurskatalog und fand mit Müh und Not eine handvoll Kurse, für die ich mich letztendlich einschrieb. Am Samstag also den Activity Coordinator-Kurs, der mir ganze sechs Credits gibt, und darüber hinaus „English as a second Language“ und Ecology. Nicht gerade „classes“, die ich als jemand mit fließenden Englischkenntnissen und journalistischen Ambitionen frei gewählt hätte.  Alles in allem waren das jedoch die einzigen Kurse, bei denen noch Plätze frei waren.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 27, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 27, 2011

Studieren im Ausland

Mein Weg ans College in Sacramento

Habe ich euch eigentlich schon von meiner Zitterpartie, eine neue Uni in Kalifornien zu finden, erzählt? Ich sage euch, es war sehr knapp, denn beinahe hätte ich keine Uni gefunden, die mich aufgenommen hätte. Im amerikanischen Westen scheint alles anders zu sein, denn dass die Bewerbungsfrist so früh abläuft, damit hatte ich damals, im Mai, nicht gerechnet. Als feststand, dass ich eine neue Gastfamilie in Sacramento sicher hatte, wollte ich mich sofort an meiner neuen Uni bewerben. Durch einen Anruf erfuhr ich, dass die Bewerbungsfrist der California State University (CSU) aber bereits abgelaufen war! Also telefonierte ich alle anderen Colleges der kalifornischen Hauptstadt ab, um an irgendeinem davon für ein Semester studieren zu können, bis ich im Frühling 2012 endlich auf meine Wunschuniversität, die CSU, gehen kann. Nach langem hin und her, endete ich also an einem Community College, wo ich die Zeit bis Weihnachten verbringen muss, denn sonst hätte ich mein Visum verloren. Ein Semester aussetzen, egal aus welchem Grund, ist einem internationalen Studenten nicht erlaubt. Natürlich war ich sauer, denn durch die verpasste Bewerbungsfrist verschenke ich nun ein wertvolles Semester. Jedoch sollte ich froh sein, nicht wieder zurück nach Deutschland zu müssen. Hätte ich das College nicht gefunden, auf welches ich nun für drei Monate gehen werde, wäre es mit meinem Traum, dem Bachelor in den USA, vorbei gewesen. Ich sollte das Glas also lieber halb voll sehen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 18, 2011
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 18, 2011