interaktiv

Studieren im Ausland

Am (anderen) Ende ist alles anders

Autor:
Katharina

Rubrik:
studium

08.11.2011

Deutlich „langsamer“ soll der Lebenstil in Kalifornien sein, wurde ich von den New Yorkern gewarnt. Viel freundlicher als die schnelllebigen Großstädter und „more welcoming“. Ich weiß noch, wie abwertend die Ostküstler von sich sprachen und wie lobend sie die Kalifornier beschrieben. „East coast people“ seien sehr auf die Arbeit fokussiert und eher unfreundlich. Für die Westküstler dagegen stünden die Familie und das leibliche Wohl im Vordergrund. Jedoch versprachen sie mir eines: Wenn du Freunde an der „right side“ hast, bleiben diese ein Leben lang, wohingegen das Wort Freundschaft an der „left side“ eher locker und vergänglich definiert wird. Soviel also zu der Meinung, die die „Rechten“ von den „Linken“ haben.

Wie ich es nach den paar Tagen in „Cali“ beurteile? Lasst mich euch ein Beispiel geben, das den typischen Kalifornier ziemlich genau widergibt: Gemütlich lief ich vom Studentenparkplatz über den Lehrerparkplatz ins Gebäude meines Colleges und sah einen Polizisten langsam auf mich zukommen. Ich dachte schon, er würde mich fragen, ob ich unerlaubterweise auf dem Lehrerparkplatz parkte, doch stattdessen kommentierte er das schöne Wetter und wünschte mir einen „beautiful day“. Auch in meinem Samstagskurs ging das Staunen weiter, denn die Schüler lachten, applaudierten und kommentierten ohne Scheu. Wow! Ob das die Regel oder die Ausnahme ist, das werde ich sicher nach meinen anderen Kursen nächste Woche beurteilen können.

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