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Studieren im Ausland

Mein allererster Tag am neuen College (Teil 2)

„Visual Communication“ war mein erster Kurs am neuen College und er war zwar nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe, jedenfalls was die Inhalte des Kurses betrifft, aber ich bin trotzdem zufrieden. Ganze zwanzig Minuten später als geplant fing der Unterricht endlich an – dem Parkplatz-Drama sei „Dank“. Die Lehrerin wartete geduldig und besänftigte uns, die gefühlten zehn Studenten, die es relativ pünktlich geschafft hatten, immer wieder. Ob ich für die Verzögerung Verständnis hatte? Eigentlich nicht, denn manche Studenten nutzen die Situation demonstrativ, um sich früh auf den Weg zu machen, zu parken und dann zu „chillen“ und sich mit einem Kaffee zu versorgen. Ja, ich kenne die Insider alle! Aber es war der erste Tag und deswegen blieb ich verständnisvoll. Nachdem mehr und mehr Studenten eintrudelten, gingen wir endlich den Syllabus, so wird der Semesterplan eines Kurses in den USA genannt, durch. Leider stellte sich heraus, dass es kein reiner Medien-Kurs war, sondern auch für andere Studienfächer Pflicht. Also geht es nicht unbedingt um die visuelle Kommunikation von Personen in der Öffentlichkeit, sondern von jedem, dem wir auf der Straße begegnen. Die meisten Studenten im Kurs studieren Psychologie, somit bin ich eher ein „Outsider“ was das Studienfach betrifft. Aber egal, der Kurs ist trotzdem interessant und ich bin auch nicht die einzige in der ersten Reihe geblieben, also war der erste Tag ein Erfolg, – ich freu mich auf die nächsten.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Apr 19, 2012
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Apr 19, 2012

Studieren im Ausland

Mit Chancen praktisch gleich Null

Der nächste Schritt war die Bewerbung. Allerdings erwies es sich als gar nicht so einfach, herauszufinden, bei wem und mit welchen Unterlagen ich mich bewerben musste.

Nachdem ich von unserem Fachbetreuer ins akademische Auslandsamt geschickt worden war und mir die Brasilienbeauftragte dort erklärt hatte, dass sie für jede brasilianische Universität zuständig ist, außer für die UFC in Fortaleza. Ein ganz bestimmtes Abkommen zwischen der Uni Köln und der UFC war die Ursache, deshalb empfahl sie mir, mich an den Lektor des Portugiesisch-Brasilianischen Instituts zu wenden.

Als ich dort ankam, kam jedoch die große Ernüchterung: Der Lektor erklärte mir, dass das Stipendium eigentlich nur für Portugiesisch-Studenten sei. Da ich jedoch Regionalstudien Lateinamerika mit Schwerpunktsprache Spanisch studierte, seien meine Chancen praktisch gleich Null. Allerdings könne ich mich auch unabhängig vom Stipendium für einen Studienplatz in Fortaleza bewerben, fügte er hinzu.

Als er jedoch hörte, dass ich erst vor einem Semester angefangen habe, Portugiesisch zu lernen, war er überhaupt nicht begeistert: „Man braucht mindestens das Niveau des Oberkurses, um in Brasilien zu studieren. Sie haben gerade erst den Basiskurs abgeschlossen.“ Ich versuchte, ihm zu erklären, dass ich alles dransetzen würde, um innerhalb dieses Semesters dieses Niveau zu erreichen. Doch er blieb skeptisch. Zum Schluss verabschiedete er mich mit den Worten „Nun ja, Sie können es ja mal versuchen, aber eigentlich geht das nicht“ und drückte mir den Zettel in die Hand, auf dem alle erforderlichen Bewerbungsunterlagen genannt wurden.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Apr 18, 2012
Autor: Esther
Rubrik: studium
Apr 18, 2012

Studieren im Ausland

Mein allererster Tag am neuen College (Teil 1)

Heute war es soweit. Endlich hatte ich meinen ersten Kurs am Sac State. „Visual Communication“ sollte es sein. Genau auf diesen Kurs habe ich mich ganz besonders gefreut, denn er scheint relativ leicht zu sein. Darunter stelle ich mir nämlich hauptsächlich die interpretative und psychologische Beurteilung von Personen in den Medien vor. Wie geben sie sich? Was sagt ihre Kleidung über sie aus? Wie kleidet man sich seriös als Nachrichtensprecher? All das interessiert mich sehr. Ich bin also voller Vorfreude und Erwartungen in den Kurs gegangen. Als ich den Klassenraum betrat, war dieser noch halb leer. Ich konnte mir aber schon denken, warum: Die Parksituation am heutigen ersten Unterrichtstag war eine Katastrophe. Und damit meine ich nicht nur die Gebühren, sondern das fast aussichtslose Suchen nach einem Parkplatz. Zum Glück bin ich unfallfrei davon gekommen, denn manche Studenten könnten rücksichtsloser nicht fahren und ich bin sogar an einem Unfall vorbeigefahren. Wie auch immer, back to the classroom: Die Lehrerin lächelte mich an, als ich den Raum betrat und fragte nach meinem Namen, um mich als „anwesend“ zu markieren. Dann setzte ich mich in die erste Reihe. Da war ich bis dato aber auch die einzige, denn aus New Jersey weiß ich, dass sich Amerikaner gerne nach hinten verziehen, um unbemerkt „texten“ zu können. Ich wollte aber auf keinen Fall in diese Schublade gesteckt werden, deswegen setzte ich mich demonstrativ nach vorn.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Apr 13, 2012
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Apr 13, 2012