interaktiv

Studieren im Ausland

Und wieder 90 Minuten ?

Autor:
Katharina

Rubrik:
studium

20.07.2012

Langsam schlaucht es schon ziemlich, jeden Tag drei Stunden zu und von meiner unbezahlten Praktikumsstelle nach Hause zu pendeln. Gerade am Wochenende fragte ich mich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war. Wer regelmäßig Zug fährt weiß, wie sehr das auf den Geldbeutel geht und an den Nerven zerrt. Darüber hinaus möchte ich nicht ewig den Mitarbeiterstatus „Praktikantin“ haben und muss mir nun ernsthaft überlegen, was ich wirklich will. Will ich mehrere Monate unbezahlte Praktikantin sein? „Arm“ durch‘s Zugfahren werden? Fast täglich Umfragen machen? Jeden Tag stundenlang am Hörertelefon sitzen? Die Antwort auf all diese Fragen lautet: „Nein!“

Aber das Praktikum hat auch gute Seiten: Man macht sich in dieser Branche einen Namen, schließt Freundschaften und schreibt für die Sendung. Ich muss sagen, es macht mich schon stolz, Texte im Radio zu hören, die ich verfasst habe. Auch wenn der Produzent diese natürlich jedes Mal verbessert, aber auch hier macht Übung den Meister. Im Lebenslauf sieht das Praktikum jedenfalls definitiv besser aus, als eine Lücke. Dennoch habe ich nach wie vor ein ungutes Gefühl und denke, dass es falsch ist, mich auf ein Praktikum zu konzentrieren, wenn ich doch eigentlich wieder zurück in die USA will. Ja, genau das will ich und nichts anderes. Meinen Bachelor in Amerika machen und im Anschluss dort bleiben. Zum Nachdenken sind die 90 Minuten am Hörertelefon also nicht schlecht. Mal sehen, wie oft ich dafür noch fahren muss.

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