interaktiv

Studieren im Ausland

"Bom dia"

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

26.07.2012

Clara und ich beschlossen, mit dem frühesten Zug nach Frankfurt zu fahren. Wir wollten als eine der ersten in der Botschaft sein, um nicht allzu lange warten zu müssen. Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie es gewesen war, mein Visum für die USA zu beantragen, als ich damals in der elften Klasse für ein Jahr nach Texas gegangen bin. Die Schlange war einfach riesig gewesen, und obwohl ich damals mit meiner Mutter bereits um acht Uhr morgens da war, hatten wir über drei Stunden warten müssen. Ich konnte mir zwar nicht vorstellen, dass die brasilianische Botschaft genauso voll sein würde, doch wollten wir kein Risiko eingehen.

Die zweistündige Zugfahrt verging wie im Flug. Da auch Clara ein FSJ nach dem Abi gemacht hatte – allerdings in Bolivien – hatten wir viel zu quatschen und in null Komma nichts waren wir auch schon in Frankfurt. Als wir um kurz vor neun vor dem Eingangsportal der Botschaft standen, wurden wir mit einem fröhlichen „Bom dia“ von einem singenden Sicherheitsbeamten begrüßt, der gerade dabei war, die brasilianische Flagge zu hissen.

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