Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

I quit

Die Entscheidung ist gefallen: Ich werde mein Praktikum im Radiosender beenden! Zu lang sind die Pendelzeiten, zu hoch die Kosten. Und dann wäre da noch mein Wunsch, wieder in die USA zu gehen. Ich bin also gestern das letzte Mal zu meinem Arbeitsplatz gefahren. Da meine Hörertelefon-Schicht erst nachmittags losging, hatte ich Glück, den Produzenten der Show noch persönlich anzutreffen. Ich habe ihn sofort um ein Gespräch gebeten und ihm erklärt, dass tägliche Umfragen und Telefonschichten nichts für mich sind und ich lieber wieder in die weite Welt hinaus, sprich in die USA, möchte. Der hat mich erst nur verblüfft angeschaut, sprach mir dann aber seinen Respekt vor meiner Entscheidung aus. Als die Kollegen davon Wind bekamen, brach Panik aus, ich würde sofort gehen. Jedoch beruhigte ich sie und meinte, ich würde die begonnene Schicht noch durchziehen. Danach hielten wir nette Gespräche, in denen mir erklärt wurde, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Schließlich wäre so ein unbezahltes Praktikum nur sinnvoll, wenn man damit etwa seine Studienanforderungen erfülle. Damit fühlte ich mich in meiner Entscheidung bestätigt und konnte guten Gewissens gehen. Irgendwie wurde ich dabei an mein Praktikum bei Sirius XM in NYC erinnert. Ein weiteres Praktikum dort, das wär’s! Ersteinmal muss ich mir jedoch ein neues College aussuchen. Eines ist sicher: Es geht zurück nach New York.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jul 27, 2012
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jul 27, 2012

Studieren im Ausland

"Bom dia"

Clara und ich beschlossen, mit dem frühesten Zug nach Frankfurt zu fahren. Wir wollten als eine der ersten in der Botschaft sein, um nicht allzu lange warten zu müssen. Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie es gewesen war, mein Visum für die USA zu beantragen, als ich damals in der elften Klasse für ein Jahr nach Texas gegangen bin. Die Schlange war einfach riesig gewesen, und obwohl ich damals mit meiner Mutter bereits um acht Uhr morgens da war, hatten wir über drei Stunden warten müssen. Ich konnte mir zwar nicht vorstellen, dass die brasilianische Botschaft genauso voll sein würde, doch wollten wir kein Risiko eingehen.

Die zweistündige Zugfahrt verging wie im Flug. Da auch Clara ein FSJ nach dem Abi gemacht hatte – allerdings in Bolivien – hatten wir viel zu quatschen und in null Komma nichts waren wir auch schon in Frankfurt. Als wir um kurz vor neun vor dem Eingangsportal der Botschaft standen, wurden wir mit einem fröhlichen „Bom dia“ von einem singenden Sicherheitsbeamten begrüßt, der gerade dabei war, die brasilianische Flagge zu hissen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jul 26, 2012
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jul 26, 2012

Studieren im Ausland

Und wieder 90 Minuten ?

Langsam schlaucht es schon ziemlich, jeden Tag drei Stunden zu und von meiner unbezahlten Praktikumsstelle nach Hause zu pendeln. Gerade am Wochenende fragte ich mich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war. Wer regelmäßig Zug fährt weiß, wie sehr das auf den Geldbeutel geht und an den Nerven zerrt. Darüber hinaus möchte ich nicht ewig den Mitarbeiterstatus „Praktikantin“ haben und muss mir nun ernsthaft überlegen, was ich wirklich will. Will ich mehrere Monate unbezahlte Praktikantin sein? „Arm“ durch‘s Zugfahren werden? Fast täglich Umfragen machen? Jeden Tag stundenlang am Hörertelefon sitzen? Die Antwort auf all diese Fragen lautet: „Nein!“

Aber das Praktikum hat auch gute Seiten: Man macht sich in dieser Branche einen Namen, schließt Freundschaften und schreibt für die Sendung. Ich muss sagen, es macht mich schon stolz, Texte im Radio zu hören, die ich verfasst habe. Auch wenn der Produzent diese natürlich jedes Mal verbessert, aber auch hier macht Übung den Meister. Im Lebenslauf sieht das Praktikum jedenfalls definitiv besser aus, als eine Lücke. Dennoch habe ich nach wie vor ein ungutes Gefühl und denke, dass es falsch ist, mich auf ein Praktikum zu konzentrieren, wenn ich doch eigentlich wieder zurück in die USA will. Ja, genau das will ich und nichts anderes. Meinen Bachelor in Amerika machen und im Anschluss dort bleiben. Zum Nachdenken sind die 90 Minuten am Hörertelefon also nicht schlecht. Mal sehen, wie oft ich dafür noch fahren muss.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jul 20, 2012
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jul 20, 2012