interaktiv

Studieren im Ausland

Eine Angelegenheit von fünf Minuten

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

08.08.2012

Wir hatten Glück. Vor uns warteten nur zwei andere Personen, sodass wir auch schon nach 20 Minuten aufgerufen wurden. „Geh du ruhig zuerst“, meinte Clara zu mir. Ich war ziemlich nervös, als ich nach der Mappe griff, in der ich all meine Unterlagen abgeheftet hatte, und zum Schalter zwei lief. „Sollte ich Portugiesisch oder Deutsch sprechen?“, überlegte ich mir noch auf dem Weg. Doch die Antwort wurde mir abgenommen, da die Dame hinter dem Schalter mich mit einem „Guten Morgen“ begrüßte. Im Endeffekt war es eine Angelegenheit von fünf Minuten. Ich überreichte ihr die erforderlichen Dokumente zusammen mit meinem Pass, und nachdem ich die Frage, ob ich mich denn schon auf mein Studium in Fortaleza freute, heftig bejahte, wünschte sie mir einen guten Aufenthalt. In zehn Tagen könne ich das Visum abholen.

Clara hatte leider nicht so viel Glück. In Köln hatte sie die Info erhalten, dass die elterliche Erklärung über die finanziellen Mittel nicht beglaubigt sein musste. Deshalb hatte sie, um Geld und Zeit zu sparen, darauf verzichtet einen Notar aufzusuchen. Leider war diese Information falsch, sodass sie schließlich unverrichteter Dinge wieder nach Köln zurückfahren musste. Das Visum wird sie nun auf dem Postweg beantragen müssen.

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