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Studieren im Ausland

Warum also nicht?

Na gut, wenn es wirklich so schwierig ist, eine brasilianische WG zu finden, dann wohne ich eben erst einmal mit anderen Austauschstudentinnen zusammen. In Texas hatte ich ja auch viele “Austausch-Freundinnen” und es war super spannend, die verschiedenen Kulturen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa kennenzulernen. Warum also nicht? In der Uni werde ich schon noch genug Brasilianerinnen kennenlernen und ein ganz gutes Gleichgewicht zwischen brasilianischen und anderen ausländischen Freunden finden. Und wenn ich nach ein paar Monaten dort nicht mehr bleiben will, dann suche ich mir eben etwas anderes. Wenn ich erst einmal die Kontakte vor Ort habe, dann ist es vielleicht auch noch einmal leichter, eine brasilianische Bleibe zu finden. Fürs erste jedoch schien die Wohnung, die mir Thais angeboten hatte, eine gute Option. Sie war komplett eingerichtet, hatte einen Balkon, war nah an der Uni gelegen, eine der Hauptbuslinien fuhr direkt vor der Haustür, und zum Kulturzentrum “Dragão do Mar”, wo es Kinos, Theater, Bars, Discos, Konzerte etc. gab, waren es auch nur zweieinhalb Kilometer. Und das Ganze für umgerechnet 170 Euro.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2012
Autor: Esther
Rubrik: studium
Oct 25, 2012

Studieren im Ausland

Und noch eine Peinlichkeit

Und die hat wieder etwas mit parken zu tun und ist bereits vor Semesterbeginn passiert. Ich wollte mir ein Visumsdokument an der Uni abholen und wagte es, auf dem Campus zu parken, was, wie ich ja jetzt weiß, ohne Genehmigung nicht erlaubt ist. Aber es waren Semesterferien und die Parkplätze weitgehend frei, warum also nicht? Als ich nach einer halben Stunde zurück zum Auto wollte, sah ich es: ein Knöllchen über fünfzig Dollar! Das durfte doch nicht wahr sein und ich wollte es auch nicht auf mir sitzen lassen! Also rief ich eine Freundin an, die zufällig Polizistin ist. Sie regelte die Sache für mich, indem sie beim „Public Safety“ Department des Colleges anrief und meine Situation erklärte. Schließlich sei ich Studentin und hatte einen Termin. Also ging ich dorthin und ließ das Knöllchen aus den Computer streichen. Achso, hatte ich nicht was von einer Peinlichkeit erwähnt? Es kam knüppeldick: So stolz ich auch zurück zum Auto marschierte, so schlimm mein vorangegangener Fehler: Ich hatte den Autoschlüssel stecken gelassen und das Auto war abgeschlossen! Also ging ich zurück zum „Public Safety Department“ und flehte sie an, mir das Auto „aufzubrechen“. Nachdem ich ihnen meinen Ausweis zeigte und beweisen konnte, dass es wirklich mein Auto war, zeigte, halfen sie mir glücklicherweise aus dieser unangenehmen Lage. Erst sich über ein Knöllchen beschweren und dann sowas! Denen werde ich sicher für einige Zeit in Erinnerung bleiben ...

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 18, 2012
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 18, 2012

Studieren im Ausland

Culture Awareness hoch zwei

„BWL machen all diejenigen, die nicht wissen, was sie machen sollen undin den Naturwissenschaften nichts drauf haben!" Ein bisschen musste ich meinem Kumpel, der VWL und Mathematik studiert, zustimmen, wenn ich über mein letztes Tutrorial nachdenke. „Cultural awareness“ stand auf dem Plan, wobei wir ein 20-minütiges Lehrvideo aus den 1990ern anschauen mussten, um danach die überspitzt dargestellten Nationalitäten zu diskutieren. Der pünktliche und gut organisierte Deutsche, der scherzende und frivole englische Geschäftsmann, die selbstbewusste Französin mit kurzen Haaren und der temperamentvolle Spanier. Wir mussten da ein bisschen schmunzeln, weil man in Zeiten von Internet und Massenmedien doch ein bisschen mehr über andere Kulturen weiß und in einer internationalen Uni mehr unterschiedliche Nationalitäten im Tutorial sitzen als im Film überhaupt vorkamen.

Und man wäre ja ziemlich engstirnig, wenn man im Ausland agiert oder Waren in andere Länder exportiert und den dortigen Markt, die Mitbewerber, aber vor allem die Gepflogenheiten nicht kennen würde. Getrocknetes Rindfleisch wird in Indien wohl nicht so schnell hohe Absätze finden. Gut, dass mein Hauptfach immer noch einen naturwissenschaftlichen Hintergrund hat. Denn: BWL ist einfach gesunder Menschenverstand.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2012
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Oct 17, 2012