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Studieren im Ausland

Gerade oder ungerade, das ist hier die Frage

Auch Wochen nach dem Megasturm ist unser Leben hier an der Ostküste immer noch nicht normal. Was den meisten hier besonders zu schaffen macht, ist die Benzinknappheit. Circa 70 Prozent der Tankstellen haben seit „Sandy“ geschlossen. Hat man Glück und findet eine, die nicht das Schild „no gas“ aufgestellt hat, erkennt man sie manchmal schon an den meilenweiten Autoschlangen, die sich vor ihnen bilden. Es ist wirklich frustrierend. Nun wurde aber ein neues System eingeführt, das für Beruhigung sorgen soll: „Even/Odd-Days“. Je nachdem, ob die letzte Ziffer des Auto-Nummernschildes gerade oder ungerade ist, darf man an den jeweiligen Tagen tanken. Das bedeutet also, man hat nur jeden zweiten Tag die Möglichkeit, seinen Tank zu füllen. Es klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber wahr. Gott sei Dank hat sich auch schon eine Besserung bemerkbar gemacht und die Wartezeit verringert sich. Morgen muss ich nämlich dringend tanken fahren. Hoffentlich lässt mich meine Lieblingstankstelle nicht im Stich und hat wieder geöffnet. Das ist aber nicht das einzige, was mich beschäftigt: Dadurch, dass mein College durch den Sturm vier Tage geschlossen war, wurden „make up-classes“ eingeführt und die Daten einiger Abschlussprüfungen haben sich nach hinten verschoben. Hilfe! Ob auch meine Kurse betroffen sind, weiß ich noch nicht. Sollte das der Fall sein, stehe ich vor einem Problem, denn ich habe meinen weihnachtlichen Heimatbesuch bereits gebucht.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 26, 2012
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 26, 2012

Studieren im Ausland

Wandern und Bildungsgespräche

Einfach raus. Um 3:50 Uhr am Morgen. Da fährt nämlich der erste Zug hoch in die Highlands, um das Wochenendabenteuer anzutreten. „You Germans love hiking“ konnte ich mir von Freunden attestieren lassen, die nicht verstehen konnten, dass ich zwei Tage in der Novemberkälte einem Technotrip nach Belgien vorziehe. Während ich also mit meinem Biokommilitonen Daniel durch Regen, Schnee und Nebel wanderte, lernte ich wieder einmal mehr über deutsche Ausbildungen. Daniel hatte eine Ausbildung als Laborant angefangen, da er in naturwissenschaftlichen Fächern besser war als in Deutsch, das ihn nur runtergezogen hatte. Doch eine Ausbildung mit Bravour, einen anschließenden Job und einen Work & Travel Aufenthalt in Neuseeland später, entschloss er sich in Schottland Biologie zu studieren. Immerhin braucht man hier kein Deutsch. Dennoch meinte er, dass einem das Schulsystem in Deutschland mehr vermittelt als das hier auf der Insel. Und sogar laut PISA 2009 hat Deutschland das Vereinigte Königreich in Mathe, Lesen und den Naturwissenschaften überholt. Da haben wir doch eigentlich keinen Grund zu meckern.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Nov 22, 2012
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Nov 22, 2012

Studieren im Ausland

Immer wieder kleine Panikattacken

Der Tag meiner Abreise rückte immer näher, doch ich hatte noch so viele Dinge zu tun, dass ich zwischendurch immer wieder kleine Panikattacken bekam. Nicht nur, dass ich gerade in der Hauptklausurenphase steckte, noch zwei Referate halten musste und mich daher eigentlich voll und ganz meinem Studium widmen sollte; ich musste auch noch kleine Gastgeschenke für meine „Padrinhos” (Paten) und für Italo kaufen, die aber gleichzeitig nicht zu viel wiegen durften, da ich ja nur ein Gepäckstück à 20 Kilo mit nach Brasilien nehmen konnte. Außerdem, und das bereitete mir das größte Kopfzerbrechen, musste ich einen Zwischenmieter für mein Zimmer in Köln finden, mit dem auch meine beiden Mitbewohnerinnen einverstanden waren, da ich nach meiner Rückkehr in einem Jahr ja wieder in meine alte Wohnung einziehen wollte. Und dies bedeutete natürlich auch, dass ich meine ganzen Sachen nach Erlangen schaffen musste, um sie für die Zeit bei meinen Eltern unterzubringen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Nov 21, 2012
Autor: Esther
Rubrik: studium
Nov 21, 2012