interaktiv

Studieren im Ausland

Abschied für ein Jahr

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

20.03.2013

Am Bahnhof ging alles ganz schnell. Nachdem wir das Gepäck aus dem Kofferraum geladen hatten, gingen wir zum Bahnsteig. Ich umarmte ein letztes Mal meinen Vater und anschließend meinen Bruder, und dann kam auch schon der Zug. Zusammen mit meiner Mutter hievte ich den Koffer in den Waggon, winkte ihnen zu und dann blickte ich den beiden noch eine Weile hinterher bis der Zug um die Ecke bog und sie verschwanden. Es kam mir nicht vor wie ein Abschied für ein Jahr. Es fühlte sich eher so an, als ob ich nach einem Wochenende zu Hause zurück nach Köln fahren würde.

Die Zugfahrt verging wie im Flug. Ich hatte meine Mutter zwei Monate nicht gesehen und sie war gerade von einer vierwöchigen Nicaraguareise zurückgekehrt, sodass wir uns die gesamte Fahrtzeit über unterhielten.

In Frankfurt angekommen, checkte ich noch ein letztes Mal meine Mails. Und tatsächlich hatte mir Thais, meine Betreuerin, geschrieben, dass sie aufgrund von starken Regenfällen in den Bergen festsaß und deshalb nicht zum Flughafen kommen könne. „Aber mach dir keine Sorgen“, meinte sie. „Meine Eltern und Jonatas werden da sein und dich in deine neue Wohnung bringen. Und wir treffen uns, sobald ich wieder in Fortaleza bin.“

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