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Studieren im Ausland

Die gelbe Hauswand

Ich war aufgeregt und gespannt, was mir dieses Jahr bringen wird und inwiefern es mich verändert. Denn dass es dies täte, war mir klar. Als ich in der zehnten Klasse mit meiner Jahrgangsstufe nach Weimar gereist war, hatte ich eine Hauswand gesehen, auf der stand: „Keiner kommt von einer Reise so zurück, wie er weggefahren ist – Graham Greene (1904-1991)“. Das war vor meinem Austauschjahr in San Antonio gewesen, und obwohl ich noch nie allein für längere Zeit von zu Hause weggewesen war, spürte ich, als ich diese gelbe Hauswand fotografierte, dass ich kurz vor einem Einschnitt stand und dass meine Reise in die USA mich und mein Leben grundlegend verändern würde. Monate nachdem ich aus Texas zurückgekehrt war, fand ich das Foto in einer Kiste zusammen mit anderen Erinnerungen aus Weimar und ich dachte daran, wie viel Wahrheit in diesem Satz steckte. Auch aus Nicaragua war ich als anderer Mensch zurück nach Deutschland gekommen, und so wusste ich, dass auch das nun anstehende Jahr in Fortaleza mich noch einmal verändern würde.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  May 17, 2013
Autor: Esther
Rubrik: studium
May 17, 2013

Studieren im Ausland

Tuberkulose-Nachweis

Als ich neulich einen Flug in die Heimat angetreten habe, war ich mal wieder fasziniert von den Annehmlichkeiten der europäischen Grenzkontrollen. Am Flughafen braucht man nur den kleinen, handlichen, visitenkarten-großen Personalausweis. Der wird durchgezogen und – schwups – ist man durch die Passkontrolle und den Zoll. Für mein Visum für Neuseeland wiederum musste ich fast unters Messer. Fast! Ich brauchte dann doch nur eine Röntgenaufnahme meiner Brust, um zu beweisen, dass ich keine Tuberkulose habe. Das hätte mich auch gewundert, immerhin habe ich in jüngster Vergangenheit Berge erklommen, und bin gesund und rund (vor allem nach Einleiten der Grillsaison bei meinen Eltern). Da würde wohl keiner TB bei mir diagnostizieren.

Aber da ich in den letzten fünf Jahren zusammengenommen mehr als drei Monate in Ländern mit höherem Tuberkuloserisiko verbracht habe, muss ich den Beweis erbringen, dass ich die neuseeländische Gesundheitskasse nicht zu sehr belasten werde.

Mein Tipp: „Better safe than sorry“ wenn ihr ein Visum beantragt. Mein Freund aus den USA hatte nämlich einige Dokumente vergessen, weswegen sich sein Antrag für ein Studienvisum im Vereinigten Königreich verzögerte. Seine Mutter war kurz davor, ihm den Kopf abzureißen, als dann am Tag seines Abfluges das Visum doch noch in der Post war.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  May 3, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
May 3, 2013

Studieren im Ausland

Vielleicht doch den einfachen Weg wählen?

Auch eine meiner Freundinnen in Köln hatte überlegt, noch einmal für ein Jahr nach Lateinamerika zu gehen. Sie hatte, ebenso wie ich, bereits zwei Auslandsjahre hinter sich. Schließlich hatte sie sich jedoch dagegen entschieden. „Ich habe das Gefühl, dass ich gerade jetzt nach anderthalb Jahren richtig in Köln angekommen bin und nun soll ich schon wieder weg? Und dann die ganzen Monate, die man braucht, um sich in Deutschland wieder richtig wohl zu fühlen. Die Zeit, in der man eigentlich alles hier nur doof findet. Nein. Das will ich nicht noch einmal durchmachen müssen.“

Ich hatte die gleichen Gedanken, aber dann hat doch die Neugier auf ein völlig fremdes Land mit einer neuen Sprache gesiegt. Nun saß ich jedoch im Flieger nach Fortaleza und dachte daran, wie schwierig es am Anfang war, neue Leute kennenzulernen, wie man zuerst immer wieder die gleichen oberflächlichen Gespräche führte: „Und woher kommst du? Was? Aus Deutschland? Und gefällt es dir hier? Und was studierst du?“ So war das eben. Anders ging es nicht. Auf diese Art und Weise lernte man einfach Leute kennen und es waren immer die ersten Dinge, die man im Ausland gefragt wurde und die man ja auch selbst ausländische Studierende fragte.

Bei dem Gedanken an den langen Weg, den man gehen musste, bis man eine wirkliche Freundschaft schloss, und wie emotional anstrengend ein Auslandsaufenthalt und auch die Rückkehr war, kamen mir plötzlich doch Zweifel, ob ich nicht den einfacheren und sichereren Weg hätte wählen und in Köln bleiben sollen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Apr 26, 2013
Autor: Esther
Rubrik: studium
Apr 26, 2013