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Studieren im Ausland

Karrierepläne

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

12.06.2013

Bei einem Vortrag des Repräsentanten der Orkney Island Fischervereinigung an meiner Hochschule verstand ich wie Fischereiquoten, EU-Gesetze und die Realität von fluktuierenden Ökosystemen zusammenhängen. Wenn ich versuchen will, die Unstimmigkeiten dieser drei Faktoren zu verbessern, sind Meeresbiologie, Rechtswissenschaften oder Politik unabdinglich. Da liege ich mit meinem Studium ja schon ganz richtig. Man könnte natürlich auch Lobbyist werden, wenn man lange beispielsweise in einer Organisation oder gleichzeitig beruflich und politisch tätige war. Für den Beruf des Bodenforschers allerdings, gibt es leider keinen klassischen Ausbildungsweg. Schade, denn Bodenproben an Orten von Neuseeland bis Alaska zu sammeln, klingt nach einem gar nicht so üblen Job. Das wühlen im Dreck und der Jetlag würden mir jedenfalls nichts ausmachen.

Forscher sein bedeutet, einen etwas anderen Lebensstil zu führen als nur von 9 bis 17Uhr im Geschäft oder Büro sein. Wer schnell Karriere und Geld machen will, ist wahrscheinlich besser mit einem betriebswirtschaftlichen Studium beraten. Ich würde sagen, das hängt damit zusammen, wie neugierig man ist. Mir war schon früh klar, dass ich die Dinge, die ich hinterfrage, nicht im normalen Berufsleben beantwortet bekommen würde. Dennoch würde ich sagen, ist es wichtig, Berufserfahrung beispielsweise während Praktika zu sammeln, nicht für den Lebenslauf, sondern um zu sehen, was Arbeiten bedeutet. So lernt man nebenbei Freizeit und Reisen mehr wertzuschätzen. Ich jedenfalls fühle mich in den Naturwissenschaften ganz gut aufgehoben.

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