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Studieren im Ausland

Zu Gast in Europas Hauptstadt

Du findest, Politik klingt langweilig und die EU scheint dir wie ein träger, gesetzeslastiger Goliath, der einem nur unnötige Regelungen aufbrummt? Dann solltest du unbedingt weiterlesen oder selbst in Brüssel reinschnuppern:

Nach 24-stündiger Reise und Ärmelkanalüberquerungsbekanntschaften kamen mein Bruder, der mich in Edinburgh besucht hatte, und ich zusammen dort an. Schlaflos starteten wir in den Tag, gingen zuerst durchs „Centre de la bande dessinée“ (das belgische Comiczentrum) und dann zum Mittagessen gen Europaparlament, wo eine Kommilitonin von mir gerade ein Praktikum bei der grünen Fraktion absolviert. Dort fand genau an diesem Tag das Jugendfestival YO! statt, bei dem Politiker aus den verschiedenen Nationen über ihre Jugendprogramme diskutieren. Ich fühlte mich dem europäischen Gedanken also nicht nur geographisch, sondern auch im Geiste so richtig nahe. Ich würde sogar sagen, dass ich kurz davor war, mir selbst einen Anzug anziehen und ebenfalls zu recherchieren, zu debattieren und zu proklamieren. Wenn dann beim Kaffeetrinken um einen herum ein Dutzend verschiedene Sprachen gesprochen werden, will man die europäische Integration unbedingt weiter vorantreiben.

Klar gibt’s auch europäische Missverständnisse. So beschreibt das Wort „macedonia“ im Italienischen einen Fruchtsalat anstatt eines Landes und „cozza“ nichts Erbrochenes, sondern köstliche Miesmuscheln. Deswegen muss man auch versuchen, die anderen Nationalitäten zu verstehen und wissen, wie man ein Nein zur Atomkraft in Italien formuliert oder wie die Befindlichkeiten oder Voreingenommenheit von Wählern in Polen gegenüber grünem Wahlkampf oder Ökokampagnen sind. Es scheint trivial, ich denke aber, das ist essentiell. Und an genau solchen Dingen wird im Parlament gearbeitet und obwohl das meiste hinter verschlossenen Türen stattfindet, heißt es dennoch kontinuierlich: kommunizieren in Wort, Schrift und digital. Die Arbeit im europäischen Parlament erscheint mir also ziemlich lebhaft und abwechslungsreich.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jun 27, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jun 27, 2013

Studieren im Ausland

Mr. California

"He emails me and says, he is so excited to come to New York City to take media classes and now he is not even in time, nice”, war der sarkastische Kommentar meiner Lehrerin, als sie die Anwesenheitsliste durchging und niemand “here” beim Erwähnen seines Namens rief. Eine halbe Stunde später kam dann dieser Typ rein. Er sah sehr müde und verwirrt aus. Als er sich dann vorstellte und alle anfingen zu lachen, weil er auf die Fragen der Lehrerin immer einen kleinen Witz in seiner Antwort eingebaut hatte, war mir sofort klar: Der ist cool! Ich dachte „Okay, reden kann man ja mal mit ihm.“ Da er aus Kalifornien stammt, wo ich auch schon einmal gewesen bin, fand ich ihn gleich interessant. In der Pause hat er sich jedoch mit dem huebschen Mädel neben sich unterhalten und ich dachte nur: „Hm, er hat seine beste Freundin aus dem Kurs bereits gefunden. Mit der wird er wohl das Semester verbringen“. Das dachte ich, weil Danielle, das Mädel, auch ursprünglich aus Kalifornien kam.

Wir wurden an diesem ersten Tag dieses vier-Stunden-Kurses einzeln ins College-eigene TV-Studio gerufen und mussten uns vor laufender Kamera vorstellenb. In der nächsten Unterrichtsstunde sollten die Videos vor der Klasse evaluiert werden. Ich war nervös: Wie wirke ich vor der Kamera? Wie klingt meine Stimme? Für ihn und mich sollte das Abspielen dieser Vorstellungs-Videos der Anfang einer gemeinsamen Geschichte werden. Ihr dürft gespannt darauf sein, wie er mein Herz eroberte.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jun 21, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jun 21, 2013

Studieren im Ausland

Gedanken an die Bachelorarbeit: Wie man Natur managt

Nach meinem Jahr im Ausland steht die Bachelorarbeit an. Da wollte ich nicht unvorbereitet sein oder ganz Ideen und Plan vor dieser Mammutaufgabe stehen. Ich schloss mich also mit meinem Jahrgangsbeauftragten kurz und schnell fanden wir einige interessante Themen und Fragestellungen: Wusstet ihr zum Beispiel, dass Neuseeland all seine Agrarsubventionen abgeschafft hat? Ich könnte erarbeiten, ob dies auch eine Option für Europa wäre. Interessant wäre auch ein Thma wie: Wie wird im quasi isolierten „Down Under“ mit Ressourcen umgegangen, wo doch die internationalen Preise klar die Verknappung wiederspiegeln? Oder: Wie gelingt es Neuseeland als Vorreiter in der Schaffung von Meeresschutzgebieten zum Beispiel Natur und Tourismus zu vereinen? Wie wirken sich Naturschutzgesetze auf die Wirtschaftlichkeit von Betrieben aus? Wie kann man Naturschutz im Mittelstand stärken? Zu guter Letzt eine Systemfrage: Welche Forschung oder wissenschaftlich belegte Fakten liegen neuen Verordnungen oder Dekreten zugrunde und wie wird sichergestellt, dass diese Errungenschaften neutral bleiben und nicht durch Lobbyisten beeinflusst werden?

Mit diesem Themenpool im Hinterkopf kann ich jetzt erst mal in Auckland ankommen. Entscheiden muss ich mich ja erst in einem Jahr.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jun 19, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jun 19, 2013