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Studieren im Ausland

Studieren in Deutschland: "Thewi" an der "FAU"

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

23.07.2013

Es ging um die Geschichte des Computers als Rechenmaschine und als Universalmedium sowie dessen Einsatz für Computerspiele, als ich meinen Freund in Erlangen besuchte. Er studiert Theater- und Medienwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität und ist damit ganz klar etwas, was ich gar nicht bin: Geisteswissenschaftler. Wo ich beispielsweise freie Vorträge von Professoren über Gene gewohnt bin, stand hier wortwörtlich eine „Vorlesung“ über eineinhalb Stunden an. Da musste ich mich deutschen Fachwörtern wie ludische Komplexität und Netzwerkredundanz stellen, um zu merken, man hätte es auch einfacher ausdrücken können.

Darüber hinaus merkte ich auch, wie sehr die Deutschen Akronyme lieben: die Uni ist die „FAU“, die Fakultät ist die „Philfak“ (Philosophische Fakultät) und man studiert „Thewi“ statt Theaterwissenschaften. Vielleicht sind im Englischen die Worte an sich ja einfach kürzer.

Theorie ist hier König, bestätigte mir auch mein Kumpel, der aber meinte, dass ich die Vorlesungen zu Sexualität und Weiblichkeit auf der Theaterbühne sicher interessant gefunden hätte. Zu den Quellen gehört dann zum Beispiel Rousseau, der Schauspieler und vor allem Schauspielerinnen für Banditen hält, oder eine ehemalige Pornodarstellerin, die sich über das Geschäft auslässt. Wer sich fragt, worüber hier geforscht wird, dem könnte man den Forschungstitel der Dozentin dieses Kurses nahelegen: Performative Pornografie – Livesex auf der Bühne des Kunstheaters.

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