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Studieren im Ausland

Zahnpasta oder "root beer"?

"You never had root beer in your life?” Nein, ich habe noch nie „root beer“ getrunken. Ich beschränke mich auf Wasser und Kaffee. Ich bin nicht wirklich ein Fan von süßen Getränken, antwortete ich Marc. Daraufhin forderte er mich auf, von seinem zu probieren. Gespannt wartete er auf meine Bewertung des Getränks, das wohl etwas anders als Cola schmecken soll, aber dieselbe Farbe hat. Für mich jedoch schmeckte es ganz genau wie flüssige Zahnpasta! Und genau das sagte ich ihm auch. Daraufhin schaute er mich mit großen Augen an, nahm einen weiteren Schluck und sagte scherzhaft: „That was you, you made it taste like toothpaste“. Ihm fiel nämlich auf, dass ich Recht hatte und schob es auf meinen Lippenstift, der den Geschmack des Getränks magisch zu verändern schien.

Und so ging unser Date weiter, bis er meinte, zu Hause würde ein Berg Wäsche auf ihn warten und abends müsse er wieder zur Arbeit. Er erzählte mir, dass er fast jeden Abend bis tief in die Nacht oder sogar bis zum nächsten Morgen in Manhattan arbeitet. Und zwar auf der Fifth Avenue für ein sehr berühmtes Unternehmen mit dem Namen einer Obstsorte. Wer schon einmal in New York zum Christmas Shopping war, ist sicher schon einmal dort Geschenke einkaufen gewesen. Mit einer Umarmung verabschiedeten wir uns. Er stieg in den Bus und ich ging zum Auto. Noch bevor ich losfuhr, schrieb ich Colleen und ich weiß heute noch, was ich schrieb: „Er ist groß, gebildet und lustig.“ Dann fuhr ich los, mit einem Lächeln auf dem Gesicht und Schmetterlingen im Bauch.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 13, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 13, 2013

Studieren im Ausland

Oh, Kanada

Unberührte Natur und keine Menschenseele: So habe ich mir Kanada immer vorgestellt. Den günstigsten Flug bekam ich im Charterjet mit deutschen Touristen in die Metropole Toronto. Ich wusste, dass sich auf dem Kensington Market besonders viele Lebenskünstler tummeln und die Uni 80.000 Bachelorstudenten hat, und war beeindruckt. Beim Ausgehen, darf man für ein Bier dann aber auch gleich mal fünf Dollar plus Steuern zahlen, und Trinkgeld sollte man beim Bezahlen auch nicht vergessen.

Im Kontrast zum quirligen (Nacht)leben hier stand der größere Teil meines „Sommerurlaubes“ im ländlichen Quebec, wo ich auf der Milchfarm einer Freundin mithalf. Ich genoss das Landleben in vollen Zügen. Nicht einmal das frühe Aufstehen hat mich gestört. Ich konnte schon zum Frühstück frische Milch trinken, tagsüber Kajak oder Rad fahren und im Fluss schwimmen. Manche würden wahrscheinlich sogar dafür bezahlen. Mit der Freiheit und der Weite Nordamerikas im Nacken, ist selbst Unkraut jäten oder auf einem Biogemüsehof Erbsen lesen ein größeres Abenteuer als in Europa. Vor allem habe ich mir aber eines gedacht: Das Potenzial und die Probleme der Landwirtschaft in Nordamerika sind anders als bei uns. Mein Gefühlt sagt mir, dass der viele Platz und vielleicht sogar die Privatisierung ein Vorteil sind. Aber ich habe noch keine Argumente, die das belegen. Das ist aber in jedem Fall ein Punkt, den ich während meines Studiums vertiefen könnte.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Aug 9, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Aug 9, 2013

Studieren im Ausland

Pizza mit Chicken und Bacon

Habt ihr das noch nie gegessen? Ich auch nicht, schließlich bin ich ja Vegetarierin. Für Marc jedoch ist ein großes Stück Pizza mit diesem Belag etwas ganz Normales. – Und das sollte auch nicht das einzige Mal sein, dass ich über seine Essgewohnheit schmunzeln musste, aber dazu später mehr.

Ich glaube, er fand mich, und das was ich erzählte, unglaublich lustig. Jedenfalls lachte er fast die ganze Zeit über meine Anekdoten aus Deutschland. Seine waren aber meiner Meinung nach viel spannender. Er ist auf einer kalifornischen Farm aufgewachsen, auf der seine Familie Tiere pflegt und in Tiershows ausstellt und verkauft. Das ist, laut Marc, etwas sehr kalifornisches und traditionelles. Seine Familie ist dabei so erfolgreich, dass sogar der damalige Gouverneur Arnold Schwarzenegger diese Shows besucht und Marc höchstpersönlich schon einmal die Hand schüttelte, was er mir stolz erzählte.

Marc und ich haben so viele Gemeinsamkeiten, wie uns in diesem Gespräch aufgefallen war, dass wir durchgehend „me, too“ sagen mussten. Nicht nur haben wir beide eine Nichte mit dem Namen Lilly, sind wir die Einzigen aus der Familie, die jemals studierten, und die Einzigen, die jemals aus dem gewohnten Umfeld zogen: Marc war schon einmal in Deutschland und ich war schon einmal in Kalifornien. Außerdem waren wir schon einmal in demselben Irish Pub in Sacramento mit Freunden feiern. Dieses Date war einfach magisch! Nicht zuletzt leben wir beide weit weg von zu Hause in New York, was die Bindung, die wir spürten, noch verstärkte.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 2, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 2, 2013