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Studieren im Ausland

Es war wieder Dienstag ...

... und seit einer Woche keine SMS von Marc. Nichtsdestotrotz hatte ich eine Taktik, wie ich mich verhalten und um welche Uhrzeit ich im Klassenraum erscheinen wollte. „Okay“, dachte ich mir, „Marc ist das letzte Mal schon vor mir da gewesen und hatte sich angeregt mit den paar Mitschülern unterhalten, die auch schon da gewesen waren, als ich ankam. Logischerweise suchte ich mir nicht nur mein schönstes Outfit aus, ich stellte auch meinen Wecker auf eine für mich viel zu frühe Zeit, um Make-up aufzutragen und meine Haare zu stylen.

Dann fuhr ich los und malte mir aus, wie er mich wieder anlächeln würde und sofort fing mein Herz an, schneller zu schlagen. „Reiß dich mal zusammen“, beschimfte ich mich und versuchte, langsam ein- und auszuatmen, als ich endlich am College ankam. Zum Glück war ich sehr früh dran und ging langsam über den Campus, mit den Augen Richtung Bushaltestelle. Schließlich könnte Marc ja im nächsten Bus sitzen. Dann betrat ich das Gebäude, lief auf die Damentoilette, um Make-up und Haare noch einmal zu kontrollieren, und machte mich schließlich auf ins Klassenzimmer. Tja, und wer war noch nicht da? Marc! Also unterhielt ich mich mit Dorian, der etwas Deutsch konnte und mir „Guten Morgen“ zurief. Der nächste, der den Raum betrat, war dann Marc. Er begrüßte die ganze Klasse mit einem „How is it going?“ und setzte sich neben mich. Dann wandte er sich mir zu und sagte mit sanfter Stimme und dem schüchternen Lächeln, mit dem er mich schon beim Lunch verzauberte: „Hey“.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 20, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 20, 2013

Studieren im Ausland

Kiwi down under: Neuseeland

Kiwi ist nicht nur eine tropische Frucht, sondern auch ein seltener Vogel, nach dem die Einwohner Neuseelands bezeichnet werden. Und irgendwie bin auch ich jetzt ein Kiwi, denn ich bleibe nun für ein ganzes Jahr an der University of Auckland.

Damit wage ich einen Neustart, muss alles wieder von vorne anfangen: Soziales Netzwerk aufbauen, sich an der Uni zurechtfinden, einen Studentenjob auftun und möglichst viel genießen. Der Arbeitsaufwand scheint hoch zu sein und auch einen Grad schwerer als in Edinburgh, aber während einer Einführungsveranstaltung gewann ich gleich mal einen Gutschein für einen Abenteuerpark im Wert von rund 150 Dollar und meldete mich für eine Stadtrundfahrt und eine Weinprobe an. Und auch bei der Vorstellung des Karriereservices der Uni fühlte ich mich ganz wohl, als es hieß, dass Arbeitgeber hier nicht nur auf die Noten, sondern vor allem auch auf die Persönlichkeit und außerschulische Aktivitäten schauen. Man suche ja schließlich nicht nach bloßen Angestellten, sondern Mitglieder eines Teams, das harmonieren sollte. Fürs erste bleibt mir nur zu sagen: Kia Ora aus Auckland!

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Aug 14, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Aug 14, 2013

Studieren im Ausland

Zahnpasta oder "root beer"?

"You never had root beer in your life?” Nein, ich habe noch nie „root beer“ getrunken. Ich beschränke mich auf Wasser und Kaffee. Ich bin nicht wirklich ein Fan von süßen Getränken, antwortete ich Marc. Daraufhin forderte er mich auf, von seinem zu probieren. Gespannt wartete er auf meine Bewertung des Getränks, das wohl etwas anders als Cola schmecken soll, aber dieselbe Farbe hat. Für mich jedoch schmeckte es ganz genau wie flüssige Zahnpasta! Und genau das sagte ich ihm auch. Daraufhin schaute er mich mit großen Augen an, nahm einen weiteren Schluck und sagte scherzhaft: „That was you, you made it taste like toothpaste“. Ihm fiel nämlich auf, dass ich Recht hatte und schob es auf meinen Lippenstift, der den Geschmack des Getränks magisch zu verändern schien.

Und so ging unser Date weiter, bis er meinte, zu Hause würde ein Berg Wäsche auf ihn warten und abends müsse er wieder zur Arbeit. Er erzählte mir, dass er fast jeden Abend bis tief in die Nacht oder sogar bis zum nächsten Morgen in Manhattan arbeitet. Und zwar auf der Fifth Avenue für ein sehr berühmtes Unternehmen mit dem Namen einer Obstsorte. Wer schon einmal in New York zum Christmas Shopping war, ist sicher schon einmal dort Geschenke einkaufen gewesen. Mit einer Umarmung verabschiedeten wir uns. Er stieg in den Bus und ich ging zum Auto. Noch bevor ich losfuhr, schrieb ich Colleen und ich weiß heute noch, was ich schrieb: „Er ist groß, gebildet und lustig.“ Dann fuhr ich los, mit einem Lächeln auf dem Gesicht und Schmetterlingen im Bauch.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 13, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 13, 2013