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Studieren im Ausland

Zweites Date

Am Ende des Unterrichts wollte ich Marc eigentlich fragen, ob er seine einstündige Pause mit mir verbringen wollte. Wir verließen den Unterrichtsraum aber auch so gemeinsam und ich tat so, als müsse ich eine Hausarbeit ausdrucken und ebenfalls zum Drucker, wo er hin wollte. Das war allerdings eine kleine Lüge. Aber Gott sei Dank hatte ich einen alten Aufsatz abgespeichert und tat so, als wäre dieser ganz wichtig. Dann gingen wir in die Cafeteria und er fing an, aus einer Plastiktüte ein Messer, einen Apfel, Käse und „Cookie Butter“ auszupacken. „You gotta try this“, meinte er. Ich lachte nur, denn auf diese Art hat bestimmt noch kein Student sein Mittagessen gegessen – geschweige denn mitten in der Cafeteria zubereitet. Er schnitt den Apfel in Scheiben, beschmierte die Stücke mit der süßen Butter und legte den mit Zimt geräucherten Käse darauf. „I had this in Costa Rica, it’s awesome“. Er schob mir ein paar Stücke herüber und ich kostete. Wirklich lecker! Ich fragte Marc, wie ihm das College und die Arbeit gefielen. Leider konnte er dem College, den Kursen und auch seiner Arbeit nichts Gutes abgewinnen. Seine Nachtschichten machten ihn tagsüber unglaublich müde, die Kurse wären viel zu einfach und das ganze College würde ihn eher an eine High School erinnern. Das machte mich etwas traurig, schließlich hieß es, dass er sich bereits wieder auf Kalifornien freute und ihn wohl nichts in New York halten würde.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 29, 2013

Studieren im Ausland

Bleibt daheim!

Vor Kurzem stolperte ich über einen Artikel, in dem es darum ging, dass Leute aufhören sollen, anderen einzureden, dass sie reisen müssen, solange sie noch jung sind. Bleibt daheim heißt die Devise. Und warum? Weill es genügend daheim zu entdecken gibt? Weil Schönheit und Freundschaft mit den Kleinigkeiten im Alltag kommen?

Trifft alles zu. Ich selbst musste feststellen, dass Auckland nach vielen anderen Städten, wie Edinburgh, New York, San Francisco oder Montreal, definitiv nicht die schönste Stadt ist. Die Infrastruktur lässt zu wünschen übrig und besonders die CO2-Emission macht Neuseelands Klimabilanz zu schaffen. Das Thema Recycling steckt noch in den Kinderschuhen und Bio-Lebensmittel zu bekommen ist eine mühselige Herausforderung – und zwar sowohl logistisch als auch finanziell. Bleibt daheim! Mit all dem Komfort und all den zivilisatorischen Errungenschaften, die wir zum Beispiel in Deutschland haben: den Sozialstaat und die Energiewende.

Oder stellt euch den Herausforderungen anderenorts. Versucht; Dinge zu etablieren und zu sehen, woran andere jahrelang gearbeitet haben oder gar gescheitert sind. Und dann kommt man doch mit interessanten Erfahrungen zurück. Daheim oder woanders – je nachdem, wo man gerade ist – wäre es vielleicht angenehmer oder gar leichter. Aber kann man es nicht überall angenehm gestalten? Liegt das nicht auch an einem selbst? Wäre es nicht auch möglich, Schule in einen angenehmen Ort zu verwandeln? Manchmal merkt man das leider zu spät.

Aber an der Aussicht kann man dann halt doch nichts aussetzen.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Aug 27, 2013

Studieren im Ausland

Yea, er mag mich!

In dem Moment, in dem er sich zu mir drehte und „Hey“ sagte, wusste ich instinktiv, dass Marc und ich uns unbedingt näher kennenlernen müssten, und war froh, dass ich ihn mit all den Körben, die ich ihm bereits gab, wohl doch nicht abgeschreckt hatte. Wir unterhielten uns über unser Interview-Projekt. Er wollte über mich als Vegetarierin sprechen und ich hatte vor, ihn über das Thema Reisen auszufragen. Schließlich konnte er darüber sehr viel erzählen.

Dann ging der Unterricht los und wir folgten der Lehrerin ins TV-Studio nebenan. Ich war eine der ersten, die den Unterrichtsraum verließ und Marc packte seine Sachen noch zusammen, aber als ich mich ein paar Sekunden später nach ihm umdrehte, lief er plötzlich direkt hinter mir. „Er hat sich extra beeilt, um nicht den Anschluss an mich zu verlieren“, malte ich mir aus. Als wir uns dann im TV-Studio versammelten, stand er neben mir und fing doch tatsächlich an, mit mir zu flirten. Die anderen Mitschüler, die sich von Marc auf Grund seiner frischen kalifornischen und natürlich offenen und lustigen Art angezogen fühlten, suchten seine Nähe, aber er suchte meine. Sie versuchten, mit ihm herumzublödeln, aber er hatte kein Interesse an ihnen. Nachdem ich wusste, dass er Interesse an mir hat, machte es mir richtig Spaß, das Gefühl der Überlegenheit zu genießen und flirtete ihn ebenfalls offensiv an. Wir standen nah nebeneinander und flüsterten, als die Lehrerin versuchte, uns das Interview-Projekt zu erklären. Keine Chance, ich konnte dem Unterricht unmöglich folgen!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 26, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 26, 2013