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Studieren im Ausland

Bewerben im Ausland

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

26.09.2013

Ich möchte hier kurz zusammenfassen, welche Unterschiede beim Verfassen einer Bewerbung mit in Neuseeland aufgefallen sind.

Passfoto: Im Gegensatz zu Bewerbungen in Deutschland bedeutet ein Foto auf dem Lebenslauf eher das Aus.

Personal Statement: Trotz beiliegendem Anschreiben, ist es gang und gäbe, dem Lebenslauf einen kurzen Text voranzustellen, der einen kurz beschreibt und Charakterzüge und Fähigkeiten zusammenfasst.

Persönliche Daten: Informationen über Eltern, Geschwister, Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft oder Geburtsort haben hier normalerweise nichts zu suchen.

Reihenfolge: Bewirbt man sich für seinen ersten Job, steht in einem „Skills-CV“ eine Liste mit erlernten Fähigkeiten am Anfang, die einen besonders auszuzeichnen. Hat man schon Arbeitserfahrung, kommen Joblistungen zuerst. In akademischen Bewerbungen kommt natürlich der Ausbildungsweg und andere relevante Erfahrung in der Forschung zuerst.

Schreibfehler: Keine Gnade, ein einziger Schreibfehler und man wird aussortiert.

Forschungen haben gezeigt, dass Personaler nicht einmal zehn Sekunden haben um einen Lebenslauf zu überfliegen, deswegen gilt: Auffallen, Eindruck schinden und sich verkaufen. Schließlich ist der Lebenslauf wie eine Schaufensteraustellung von einem selbst. Es gilt, die Käufer in den Laden zu locken.

Ach ich habe diese Tipps bei meiner Bewerbung fürs Museum beherzigt. Als Praktikant im Museum darf man Besuchern – und besonders Kindern – Ausstellungstücke und Attraktionen näher bringen. Um den Job zu bekommen, wollte ich nichts dem Zufall überlassen, und ging deshalb zum Karriereservice unserer Uni. Beim Überfliegen meines Lebenslaufes fiel der Beraterin auf, dass ich Mitglied einer Expedition in Indien war, und so kamen wir auf das Thema Segeln zu sprechen. Darüber das Auckland als „City of Sails“ nicht mal einen Segelverein in der Uni hat, den America’s Cup und Angebote ihres privaten Vereins. Obendrein konnte ich schon mal vorfühlen, ob es möglich ist, von Auckland nach Sydney zu segeln, weil das für mich ein großes Abenteuer wäre. Letztendlich sprachen wir also gar nicht so viel über den Lebenslauf.

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