interaktiv

Studentenleben live

Auckland auf dem Weg zur lebenswertesten Stadt der Welt (Teil 2)

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

11.11.2013

Gerade das Thema Müll ist besonders wichtig, wenn das Ziel erreicht werden soll. Und wenn die Stadtverwaltung keine Biotonne oder eine Recycling-Anlage organisiert bekommt, wieso können sich dann nicht Stadtbezirke zusammentun oder Schulen das Thema im Unterricht behandeln?. Der „Manukau Beautification Trust“ hat dazu gemeinnützige Organisationen aus ganz Auckland zu einer Konferenz, der ich beiwohnen durfte, zusammengerufen. Dabei entstanden tolle Ideen wie Gewächshäuser aus Plastikflaschen, die zusammen mit Schulen gebaut werden sollten, oder durchsichtige Mülltonnen, damit man sich ein bisschen mehr dafür schämt wie viel man wegschmeißt.

Außerdem findet hier langsam Einzug, was in Deutschland schon gang und gäbe ist: Dachbegrünungen, um Grünflächen zu schaffen, Regenwasser von Schwermetallen befreien und Energie sparen. Auf Flachdachflächen entstehen so neue Lebensräume für Vögel, Bienen und andere Insekten.

Hier im Studentenwohnheim konnten wir endlich durch eigene Initiative anfangen zu recyceln. Und auch die Uni bemüht sich mittlerweile darum, mehr zu recyceln, weniger Papier zu verbrauchen und klimafreundlicher zu werden. Es gibt Studenten, die Müll aussortieren, um zu schauen, was eigentlich weggeschmissen wird, und Banner, die betiteln: „Heute haben wir 86 Prozent unserer Plastikflaschen und Dosen recycelt, morgen schaffen wir 100 Prozent.“

Langsam komme ich ins Grübeln, ob der Weg zu mehr Nachhaltigkeit doch schneller durch soziale Ansätze als über technologische Lösungen erreicht werden kann. Und vor allem, wo sich dabei die Uni positioniert – als angeblicher Wegbereiter in eine grünere Zukunft. Ich jedenfalls weiß, dass auch ich meinen Teil dazu beitragen muss.

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