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Studieren im Ausland

FH besser als Uni?

Ich kann mich noch an die Berufsberatung erinnern, als es hieß, praktisch veranlagte Menschen studieren eher an einer Fachhochschule und an der Uni wird mehr Theorie gepaukt. Die neue englische Bezeichnung „University of Applied Sciences“ für FHs scheint das noch deutlicher zu machen. Damals dachte ich mir, ich bin definitiv ein FH-Typ. Und immer mehr glaube ich, dass das die richtige Einschätzung war. Während meiner Kurse an der Uni geht es heiß her, zumeist aber auf Papier. Wir reden zwar nicht nur über Naturschutz, sondern besuchen und analysieren auch Schutzgebiete, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich dabei das Gelernte in die Realität umsetzen kann. Da hätte ich das Kleingedruckte lesen sollen: Die Universitätsausbildung ist keine spezifische Berufsausbildung, sondern ein Erwerb einer allgemeinen Berufsbefähigung mit vertiefter Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen.

Interessanterweise sind es auch Wissenschaftler, die kritisieren, dass Wissenschaft zu realitätsfern ist und keine nutzbaren Resultate liefert. Als ich während des Paukens für meine Prüfungen auf einen Artikel von Michael Gibbons und anderen von 1994 stieß, war ich heilfroh, dass auch in den Reihen der Wissenschaftler die experiment-, resultat- und theoriegetriebenen Methoden kritisiert werden. Sie schlagen eine Wissenschaft vor, die nicht getrennt von der Gesellschaft stattfinden soll, aber getrieben vom Markt und auch von Politikern transdisziplinär und antihierarchisch robusteres Wissen vermitteln soll. Meiner Meinung nach geht es darum, Wissen zu schaffen, das schneller und praktischer Anwendung findet. Dafür müsste man die Ansätze von Uni und FH verbinden – ein genialer Ansatz!

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Nov 26, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Nov 26, 2013

Studieren im Ausland

Trennung vorhergesehen

Neun Wochen sollten es sein, die Marc und ich zusammen hatten. Schließlich war er nur für ein Semester in New York und hatte seinen Rückflug schon gebucht. Der letzte Tag der Examen sollte auch sein letzter Tag in New York sein. Aber daran wollte ich nicht denken, schließlich waren wir erst frisch zusammen. Wenn es um das Thema „Zeit“ ging, war ich aber ganz schön empfindlich. Ein Tag ohne ihn galt für mich als verloren. So kam es, dass ich versuchte, zumindest jedes Wochenende bei ihm zu sein. Leider wohnte ich relativ weit weg und mit den vollen Highways von Long Island nach Manhattan dauerte die Fahrt manchmal fast zwei Stunden. Das und die Kosten fürs Benzin waren mir jedoch egal.

Marc war drei Mal die Woche für Kurse in Queens und so traf ich ihn an diesen Tagen dort. Ob ich Unterricht hatte oder nicht. Wir wollten keine Zeit vergeuden und versuchten, unsere Planungen um die Verpflichtungen des anderen herumzubauen. Was wir außerdem versuchten, war, nicht zu auffällig zu sein. Im Unterricht hielten wir uns mit dem Turteln zurück, obwohl uns ein paar Mitschüler nach zwei Wochen bereits durchschauten. Schließlich sah es etwas komisch aus, dass der beliebteste Schüler der Klasse, der immer mit jedem Small Talk hält, plötzlich „da hinten“ in der Ecke mit der Deutschen sitzt und nicht mehr wirklich mit den anderen redete. Besonders die Lehrerin machte manchmal Bemerkungen gegenüber Mr. California und Miss Germany, wie sie uns nannte. Ich fand das insgeheim aber nicht störend, sondern schmeichelhaft.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 18, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 18, 2013

Studieren im Ausland

Man muss es positiv sehen

Als sie die Tür aufmachten, erkannte ich die Wohnung von Fotos, die mir Thais geschickt hatte. Nur hatten sie die letzten Mieter (auch Austauschstudenten) in einem schrecklichen Zustand hinterlassen. Es war eine zwei Zimmer-Wohnung, in der jeweils ein Doppelbett, ein Schrank, ein Schreibtisch und ein Stuhl standen. Dazu kam eine große Küche, bereits voll ausgestattet, die gleichzeitig auch Aufenthaltsraum war. Sie war wirklich schön, nur leider unglaublich schmutzig. Doch nachdem ich für die nächsten zwei Tage eh noch nichts vor hatte – ich kannte ja noch niemanden und die Uni würde erst in einer Woche beginnen – beschloss ich, meine ersten Tage in Brasilien putzend zu verbringen.

Mit lauter Musik, viel Energie und guten Mutes schrubbte ich stundenlang die Wände, den Boden, das Klo und die Kacheln, bis unter der braunen Schicht langsam der weiße Originalton zum Vorschein kam. Zuerst war ich ein bisschen traurig, da ich mir meine Ankunft während des Karnevals in Brasilien etwas anders vorgestellt hatte. Doch versuchte ich es positiv zu sehen. Die letzten Tage in Deutschland waren so stressig gewesen. So hatte ich zumindest jetzt ein bisschen Zeit nur für mich, um nachzudenken, zu lesen, Musik zu hören – und zu putzen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Nov 15, 2013
Autor: Esther
Rubrik: studium
Nov 15, 2013