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Studieren im Ausland

Meine Förderung geht weiter!

Ich bin fast in die Luft gesprungen, als die E-Mail ins Postfach flatterte: Mein Stipendium der Studienstiftung wird fortgesetzt, womit ich nicht sicher gerechnet hatte. Deswegen habe ich in den letzten Semestern auch so hart neben der Uni geackert. Damit bin ich natürlich finanziell gleich um einiges besser gestellt – und doppelt motiviert in die Prüfungen gegangen. Und bis auf ein Fach, wo ich nur knapp am „A“ vorbeigeschrammt bin, habe ich die anderen drei „geAced“.

Dennoch habe ich gleichzeitig das Gefühl, dass Leistungsmessung wie in der Schule manchmal doch etwas ungerecht ist. Okay, ich gehöre zu den Besten, aber nach welchen Standards? Würde ich in Deutschland auch zu den Besten gehören, müsste ich dort mehr oder weniger dafür tun? Gibt es nicht in der Uni auch noch Leute, die mehr Potenzial haben als sie an den Tag legen? Was ist mit denen, die keinen Nebenjob haben, sich nicht übermäßig und mit größerem Zeitaufwand in Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen engagieren, sondern wirklich nur lernen und extrem diszipliniert sind? In Auckland wird bei dieser Beschreibung meist der Zeigefinger auf Asiaten gerichtet. Aber wer internationale Studiengebühren von fast 10.000 Euro pro Semester zahlt, der hat auch ordentlich Anreiz und wahrscheinlich auch Verpflichtung gegenüber den Eltern, mehr als nur das Beste zu geben und andere Dinge dafür zu vernachlässigen. Und die paar Öcken, die man in einem Nebenjob verdienen würde, reißen es dann doch auch nicht mehr raus. Trotzdem bin ich froh, mich auch neben dem Studium engagiert zu haben und wer weiß – am Ende hat das den Ausschlag dafür gegeben, dass ich weiterhin gefördert werde.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jan 7, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jan 7, 2014

Studieren im Ausland

Dumpster diving

In dunkler Nacht die Mülltonnen von Supermärkten nach abgelaufenen Lebensmitteln oder Obst und Gemüse mit Schöhnheitsfehlern zu durchsuchen, nennt man hier „dumpster diving“. Es ist eine Protestbewegung gegen unsere Konsum- und Wegwerfgesellschaft, in der sogar Veganer, die aus moralischen Gründen auf Produkte gezüchteter Tiere verzichten, Käse konsumieren. In einer Dokumentation habe ich neulich den Grund dafür erfahren: Sobald der Käse im Müll landet, ist er aus dem Systemkreislauf verschwunden und deswegen kann man es moralisch vertreten, ihn zu essen. Der Käse würde sonst ja weggeschmissen. Fakt ist, dass viel zu viele Lebensmittel in der Mülltonne landen, auch bei uns im Wohnheim. Neulich stand eine ganze Ladung Essen neben dem Müll. Mein Hausmeister ermutigte mich: „Greif ruhig zu, ansonsten kommt‘s eh in die Tonne“.

Ob das die gesündeste Entscheidung war, weiß ich nicht. Aber zwei Gründe sprachen ja dafür: Wieso einkaufen, wenn genügend da ist? Auch wenn man etwas kreativ beim Kochen sein muss. Außerdem spare ich mir dann doch das Geld. Witzigerweise schlemmte ich vorzüglich: Es gab Shrimps und Gemüsepfannen, Frikadellen im Brötchen, gebratenen Reis und Eis mit Marmelade. Und der Nachschub schien nicht nachzulassen. Mit dieser positiven Erfahrung und dem Schock darüber, wie verschwenderisch wir sind, frage ich mich, ob ich auch mal „dumpster diven“ sollte?

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Dec 13, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Dec 13, 2013

Studieren im Ausland

Austauschstudenten

Und wieder ist die Prüfungszeit vorbei. Wieder trennen sich die Wege, viele Bekanntschaften bleiben wohl oberflächlich, denn wir hatten keine Zeit, sie zu vertiefen. Trotzdem hatten wir eine geniale Zeit, verrückte Abende und stellten vor allem fest, warum wir alle hier sind: Wir haben als Austauschstudenten einen inneren Trieb, das Außergewöhnliche anzugehen und die Dinge nicht 08/15 zu erledigen.

Patrick hat Diabetes und will dennoch die Welt erkunden, ein paar Jahre hart im Finanzsektor arbeiten und dann das tun, was er eigentlich will, nämlich sich auf einer pazifischen Insel niederlassen. Tess will Landschaftsarchitektur und Stadtplanung studieren und dabei die bekannten Pfade der Bebauung verlassen. Wir haben sogar schon damit angefangen, indem wir einen Kräutergarten für das Studentenwohnheim vorgeschlagen haben. Beim Grillabend stellte sich heraus, dass David schon fürs Militär in seiner Heimat getüftelt hat und dass Markus schon immer ein Daniel Düsentrieb werden wollte. Tanja hat sich zum Ziel gesetzt, in möglichst vielen Ländern gelebt zu haben. Sophia hatte sich schon während ihres Au-pair-Jahres in Neuseeland verliebt, sodass sie zum Studieren zurückkam. Ein Leben in Deutschland kann sie sich gar nicht mehr vorstellen. Lucy, die später mal für die Vereinten Nationen in Chinesisch, Russisch und Spanisch dolmetschen will, ist der Meinung, dass man eine Sprache am besten vor Ort lernt.

So könnte ich ewig weitermachen. Es ist schon toll, welch unterschiedliche Menschen man in so einem Auslandsemester kennenlernt.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Dec 4, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Dec 4, 2013