interaktiv

Studieren im Ausland

Weihnachten in Neuseeland

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

08.01.2014

Die Haupterkenntnis meiner Reisen und Jobs in Neuseeland war folgende: Te Waipounamu (Maori für die Südinsel) ist für mich und viele andere „das“ Neuseeland. Meine ersten Eindrücke sammelte ich beim Wwoofen (Worldwide Working On Organic Farms) im Norden der Insel in Nelson. Im Braemar Eco-Village haben sich ein paar Gleichgesinnte zusammengetan, um am Stadtrand ein nachhaltigeres Leben anzufangen – mit Bio-Gemüse, Hühnern, Kühen, Solartechnologie und isolierten Häusern. Hier durfte ich auch meine ersten Zaunpfosten inm Boden verankern und mit einer anderen Wwooferin vegetarisch leben.

Obendrein konnte ich auch einen der „Great Walks“ von Neuseeland machen, den „Abel Tasman Coastal Track“. Außerdem startete ich hier meine Recherchen bezüglich des Themas Recyceln und einen passenden Blog dazu, der hoffentlich nächstes Jahr in einer Filmdokumentation münden wird. Obwohl ich gespannt auf meine nächsten Stopps war, verließ ich Nelson doch mit ein bisschen Wehmut gen Süden.

Nach einer durchzechten Nacht mit einer Filmpremiere in Christchurch, vier Tagen Telefonbücher austragen mit Bergkulisse in Queenstown und einigen Trampabenteuern, kam ich im Edinburgh des Südens an und fühlte mich mit dem Regen gleich wieder wie „daheim“ in Schottland. Meine nächsten Wwoofing-Gastgeber waren Ökologen und ich durfte eine Woche lang Pferdemist aufsammeln, gärtnern, Holz hacken und Unkraut jäten – aber vor allem äußert gut speisen: Lammkeule vom Bio-Schaf, das zuvor auf der Weide vor dem Haus herumgehüpft war, Milch und Käse vom Bauernhof, frisches Gemüse sowie jede Menge Snacks und Leckereien. „Weihnachtsbrödle“ miteingeschlossen. Nach so vielen Leckereien wollte ich auch zur Tat schreiten und konnte mit selbstgebackenem Vollkornbrot und Nougat-Nuss-Stangen mit Schokoladenüberzug überzeugen. Aber bevor ich mich zu häuslich einrichtete, ging es dann weiter nach Windsor.

Dort verbrachte ich letztendlich Weihnachten auf einem Hippie-Anwesen, wo Frösche quakten und der Garten die Hauptnahrungsquelle darstellte. Wie daheim gab es auf jeden Fall viel zu viel zu Essen. Ansonsten bestanden die Tage aus Regen, Scrabble und Monopoly spielen, kochen, spülen, Feuer machen und mit den Jungs singen und Gitarre spielen. Fröhliche Weihnachten!

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