interaktiv

Studieren im Ausland

Zurück in die Realität

Autor:
Katharina

Rubrik:
studium

09.01.2014

Wenn man verliebt ist, setzen offenbar die Gehirnzellen aus, die klar denken können. So kam es nämlich, dass ich, wohlbemerkt Streberin, die schlechtesten Noten seit langem bekam. Tja, das wars mit meinem Ziel, das Queens College am Ende mit einem Einser-Schnitt zu verlassen. Was solls denke ich mir heute, ein paar Monate, nachdem Marc zurük nach Kalifornien ging. Manchmal muss man eben Prioritäten setzen und ich, Dauersingle, habe eben der Liebe einen größeren Wert beigemessen, als dem Lernen.

Als Marc New York verließ, hatte ich erst einmal Zeit, um mir über meine Zukunft klar zu werden. Was wollte ich in den USA erreichen? Vermisse ich Deutschland eigentlich? Will ich irgendwann zurück, oder soll ich mich darauf konzentrieren, hier einen Ehemann zu finden? Hilfreich wäre es, da die Jobsuche nach dem Abschluss der Uni sicher nicht einfach werden wird. Eine Heirat mit einem Amerikaner würde mein Leben um einiges erleichtern. Zunächst jedoch brauchte ich Zeit, um über Marc hinwegzukommen, die Semesterferien zu genießen und mich auf meine akademischen Ziele zu fokussieren. Mir ist klar geworden, dass es keinen anderen Ort auf der Welt gibt, an dem ich leben möchte. New York ist, wo ich ewig bleiben will. Deswegen muss ich mich nun anstrengen, um die bestmöglichen Noten zu bekommen und gleichzeitig der Männerwelt etwas offener gegenüber stehen – auch wenn mir das nach einer großen, erst einmal verlorenen Liebe, nicht leicht fällt.

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