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Studieren im Ausland

Neues aus Emona

Nach einer etwas turbulenten, aber sehr günstigen Anfahrt (es lebe das Europa-Spezial-Ticket Slowenien!) bin ich nun wirklich in Ljubljana angekommen, auch wenn ich es zuerst nicht glauben wollte. Die ersten Tage waren leider nicht zum Durchatmen und Sightseeing da, sondern zur Wohnungssuche. Sie gestaltete sich nicht so schwierig wie ich es mir vorgestellt hatte, aber es war schon ein seltsames Gefühl, keine feste Adresse in der Stadt zu haben, in der man lebt. Ich fühlte mich wie eine exzentrische Autorin, die es an keinem Ort lange aushält und sich die Post deshalb immer ins Hotel schicken lässt. Stilecht hätte ich diesen Blog natürlich auch auf dem Briefpapier meines Hotels schreiben sollen (was natürlich ein Hostel war, das sicherlich kein eigenes Briefpapier hat). Jetzt aber, wo ich meine eigenen vier Wände habe, habe ich Zeit, euch etwas über Ljubljana zu berichten, die kleine Hauptstadt eines sehr kleinen Landes.

Der deutsche Name ist Laibach, der römische Emona. Gegründet wurde sie dem Mythos nach von Jason, als er mit seinen Argonauten vom Weg abkam und aus Versehen die Donau, Sava und Ljubljanica langschipperte. Wie jeder richtige Held besiegte er dann einen Drachen, und das ist einer der Gründe, warum im Stadtwappen von Ljubljana eben dieses Wesen zu sehen ist. Ob es nun stimmt oder nicht, sei dahin gestellt. Mir gefällt die Vorstellung zumindest sehr gut, an einem Ort aus der griechischen Mythologie zu wohnen.

Gesprochen wird hier Slowenisch, was eine südslawische Sprache ist. Dank meines FSJs in Serbien kann ich vieles verstehen und auch Basiskonversation führen. Sobald es aber ein längeres Gespräch wird, muss ich zu Englisch wechseln. Ich hoffe sehr, dass das bald besser wird, schließlich möchte ich auch Vorlesungen auf Slowenisch hören. Das scheint hier alle zu verwundern, sowohl die anderen Erasmusstudis als auch die Einheimischen. Ich finde das eigentlich selbstverständlich, wozu bin ich denn sonst hierher gekommen? Und natürlich habe ich auch in Deutschland schon ein bisschen angefangen, die Landessprache zu lernen. Aber auch das wird hier immer wieder bewundert. Ein tschechischer Kommilitone sagte bei unserem Willkommenstreffen überrascht:

„ Ach, 'Dobrodošli' heißt 'Herzlich Willkommen'! Ich dachte, es hieße 'Auf Wiedersehen'!“ Er hatte anscheinend nicht einmal Lektion 1 absolviert.

Aber vielleicht werde ich ja noch mein blaues Wunder erleben, wenn die Uni erst richtig losgeht.

Ich werde euch davon berichten.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Feb 20, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Feb 20, 2014

Studieren im Ausland

Jahreswechsel in Australien

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich nach Melbourne kam: Architektur, Kultur, Streetart, Galerien und Kunst en masse, haben mich ganz schön überrascht, nachdem Neuseeland vor allem mit Natur punkten konnte. Ich fühlte mich Europa wieder ein Stückchen näher. Und obendrein stand ein lang ersehntes Treffen bevor: Meine gute Freundin Sally kam mit ihrem Bruder aus Brüssel und zusammen wollten wir Australien mit dem Auto erobern. Zugegeben, die Nacht vor Neujahr auszugehen, um am Silvestertag loszufahren und den Jahreswechsel irgendwo in der Wildnis zu feiern, war nicht die genialste Idee. Dadurch kamen wir so späte zur Autovermietung, dass man uns die Tür vor der Nase zuschlug. Naja, so hatten wir zumindest genügend Zeit, Silvester zu genießen, über die Europäischen Parlamentswahlen und das Referendum in Schottland zur Unabhängigkeit zu diskutieren. Sally hatte gerade eine Auszeit von der Uni genommen, um für die Grünen im Parlament zu arbeiten. Sie war also hochpolitisch unterwegs und konnte uns viel über aktuelle Geschehnisse berichten.

Natürlich haben wir auch viel Musik gehört und Ideen für eigene Songs ausgearbeitet. Wer weiß, vielleicht gründen wir wirklich irgendwann eine Band. Sallys Bruder und ich hatten sogar die Möglichkeit, in Byron Bay zu surfen und uns zu wundern, wie es sein kann, dass wirklich alle australischen Surferjungs lange, blonde und lockige Haare haben. Gemeinsam konnten wir den Eukalyptusnebel in den Blue Mountains bewundern, Sydney umfahren und Brisbane erkunden. Obendrein konnte ich endlich meinen Macbook-Akku gerecht entsorgen und mich von einem T-Shirt und einem Handtuch trennen. Außerdem haben wir hervorragend gegessen. Es gab frische Meeresfrüchte in Ballina. Halbitaliener wie meine Freunde wissen eben, wie es sich zu Leben gehört. Die Reise war also voller Erfolg also!

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Feb 5, 2014

Studieren im Ausland

Autopanne im Schneechaos

Als wäre das chaotische Wetter nicht schon genug, geht auch noch mein Auto kaputt – und das natürlich auf dem Weg zum Unterricht. Wie das passiert ist? Wenn man einen alten Wagen fährt, der schon öfter einmal Probleme mit den Bremsen hatte und auch sonst nur noch „gerade so“ in Schuss ist, ist ein Totalschaden am Motor leider keine Seltenheit, erklärte mir der Mechaniker. Ich musste also auf dem Highway rechts ran fahren, den Pannendienst rufen und dann feststellen, dass meinem Auto „nicht mehr zu helfen“ war.

Zum Glück war Colleen, meine Freundin, Gastmutter und Polizistin, gleich an Ort und Stelle und konnte mich auf der Autobahn aufsammeln. Und doppelt Glück, dass der Mechaniker gleich ein Ersatzauto für mich hatte. Ein typisches „Soccer-Mom-Auto,“ wie man einen Minivan hier scherzhaft nennt. „Perfect“, meinte Colleen und kaufte ihn für mich. Naja, um ehrlich zu sein, gehörte mir das nun kaputte Auto sowieso nie wirklich. Colleen ließ mich ihren Zweitwagen fahren, aber er blieb in ihrem Besitz. Jetzt hatte ich also wieder einen fahrbaren Untersatz. Und der ist in den letzten Wochen auch bitte nötig gewesen. Schnee- und Eischaos wechseln sich permanent ab, sodass sogar der Schulunterricht der Kids und auch einige meiner Kurse am College auf Grund gefährlicher Straßenglätte, und damit einhergehender Ausfälle von Bussen und U-Bahnen, ausfallen mussten. Hoffentlich normalisiert sich das Wetter hier in New York bald wieder.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jan 28, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jan 28, 2014