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Studieren im Ausland

Auf ein Lebenszeichen warten

Thais Eltern hatten mir, bevor sie gegangen waren, das Passwort fürs Internet gegeben. „Schreib am besten noch heute deinen Eltern! Sie werden sicher schon auf ein Lebenszeichen von dir warten“, sagte Thais Mutter zu mir. „Und wenn du dann übermorgen mit uns noch ein paar andere Sachen für die Wohnung einkaufen möchtest, schreib uns einfach eine Mail. Wir werden sie regelmäßig checken. Ein Handy hast du ja noch nicht. Das wird Jonathan mit dir kaufen, wenn die Geschäfte wieder offen sind. Und natürlich kannst du dich auch immer bei uns melden, wenn irgendetwas anderes sein sollte. Wir sind jederzeit da, um dir zu helfen“, fügte sie noch hinzu. „Als Thais zum Austausch in England war, waren wir auch heilfroh, dass es Leute gab, die sich vor allem die ersten Tage um sie gekümmert haben. Wir wissen also, wie wichtig Ansprechpartner vor Ort sind.“ Nachdem ich mich von ihnen verabschiedet hatte, wollte ich eigentlich noch ganz kurz meinen Eltern schreiben, doch ich war so müde, dass ich einfach nur ins Bett fiel.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Feb 28, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Feb 28, 2014

Studieren im Ausland

Studieren auf Slowenisch

Im Gegensatz zu meinen Freunden in Freiburg, die jetzt ihre Semesterferien (offiziell natürlich „vorlesungsfreie Zeit“) genießen, hat bei mir am Montag die Uni begonnen. Studierst du dann auf Slowenisch? Haben mich zu Hause viele irritiert gefragt. Natürlich, schließlich gibt es an der Uni Freiburg am Seminar für Klassische Philologie auch keine Vorlesungen auf Englisch oder irgendeiner anderen Fremdsprache. Als ich hier ankam, war ich mir sicher, auf Gleichgesinnte zu treffen, doch auch hier erklärten mich die anderen Erasmus-Studis für verrückt, dass ich Kurse auf Slowenisch belegen will.

Die erste Woche habe ich jetzt überstanden und ja, zum Teil komme ich sehr schlecht mit. Vor allem, wenn die Professoren keine Visualisierung benutzen (sei es Folie, Tafel oder Power Point) und ich alles mit den Ohren aufnehmen muss. Und die meisten Kurse gehen hier über zwei Semester, das heißt, ich habe die Hälfte schon verpasst und steige mittendrin mit ein.

Die Krönung war mein Kurs zu mittelalterlichem Latein, der erst mal mit einem kleinen Test (90 Minuten) begann. Leider verstand ich weder die Fragen, noch wusste ich die Antworten, nachdem ich sie mithilfe meines Wörterbuchs übersetzt hatte. Etwas mehr Selbstvertrauen gab mir der Kurs zur griechischen Sprachgeschichte. Dort habe ich eigentlich alles verstanden, weil ich den Text kannte, den wir besprochen haben, und weil die Dozentin die Sprachphänomene anhand griechischer Beispielwörter erklärt und an die Tafel geschrieben hat. Denn auch die Aussprache der griechischen Wörter ist anders als in Deutschland.

Weil das Seminar so klein ist, freuen sich alle Professoren über Erasmus-Studierende, die sich Mühe geben, und ich muss nicht die slowenischen Klausuren mitschreiben, die die anderen absolvieren müssen, sondern darf entweder auf Englisch schreiben oder habe eine mündliche Prüfung (auch auf Englisch).

Ich bin also zuversichtlich, dass mir die Sitzungen etwas bringen werden. Schließlich halte ich nicht viel von der Lösung, die uns am historischen Seminar angetragen wurde: „Gehen Sie einfach zum Professor, der soll Ihnen ein Buch nennen, das Sie lesen, und am Ende gibt es dann eine mündliche Prüfung.“ Wie soll ich denn Menschen kennenlernen, wenn ich den ganzen Tag alleine Bücher lese? Und welcher Professor gibt zu, dass seine Lehrveranstaltung völlig irrelevant ist, und man auch einfach ein Buch über den Stoff lesen kann? Aber auch hier gehen sie davon aus, dass man eh kein Wort Slowenisch kann und daher dort nur seine Zeit absitzen würde.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Feb 27, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Feb 27, 2014

Studieren im Ausland

Schneechaos in New York

Während ich aus Deutschland Beschwerden höre, dass es bis jetzt noch keinen „richtigen“ Winter gegeben hätte, können wir uns hier an der Ostküste der USA nicht gerade über zu wenig Schnee und Eis. Im Gegenteil: Hier geben sich verschiedene Schneestürme nahezu die „Klinke in die Hand“. Schulen bleiben geschlossen, Supermärkte werden von Kunden leergekauft und der Wetterbericht sagt im Moment keine Besserung voraus. Auf der Webseite meiner Uni häufen sich jedoch Proteste von Studenten, die meinen, auch das Queens College sollte bei unsicherem Wetter geschlossen werden. Besonders Bürgermeister Bill de Blasio wird von vielen Seiten wegen etwaiger Fahrlässigkeit kritisiert. Er hat die „City Schools stay open“-Regel verhängt und sich damit bei einigen New Yorkern ziemlich unbeliebt gemacht.

Leider konnte auch ich mich nicht zurückhalten und musst mich in die Unmutsbekundungen einreihen. Warum? Weil ich durch den vielen Schnee vor ein paar Tagen von der Uni nicht mehr nach Hause gekommen bin. Jedenfalls nicht leicht. Mein Auto ist nämlich im kalten Weiß nahezu stecken geblieben, als ich versuchte, vom Parkplatz der Uni zu fahren. Es klappte nicht einmal mit großer Anstrengung. Ich war schon ein bisschen panisch, als ich das Sicherheitszentrum des Colleges aufsuchte, um nach Rat zu fragen. Leider konnten die mir nicht weiterhelfen, gaben mir aber den Rat, den Pannendienst anzurufen. Das habe ich dann auch gemacht und so konnte mein Auto sprichwörtlich aus dem Schnee gezogen werden. Ich hoffe, dass dieses Mistwetter bald vorbei ist, schließlich steht der März schon fast vor der Tür.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Feb 21, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Feb 21, 2014