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USA

Harvard und Columbia Unversity - ein kleiner Eindruck

Ich hatte Gelegenheit mir zwei andere renommiertere Universitäten anzuschauen. In New York die Columbia University und Harvard in Cambridge. Schon an der Architektur merkt man, dass es sich hier um traditionsreiche und finanziell gut ausgerüstete Universitäten handelt. Die Studenten sind hier seltener in lässigem Dress und häufiger im Anzug anzutreffen, das Professorenkollegium ist internationaler. In einem "Au Bon Pain" gegenüber von Harvard, wo sich Studierende und Professoren oft zum Schachspielen treffen, konnte ich mich mit dem ein oder anderen Studenten unterhalten.

Dass die Forschung exzellent sei, die Lehre aber nicht auf gleich hohem Niveau war der Tenor. Als Undergraduate, also Neuling, kämen hier nur die wohlhabensten sagte mir eine junge Doktorandin, wenn man aber schon einen sehr guten Bachelor hat, also bewiesen hat, dass man was auf dem Kasten hat, gebe es auch Stipendien. Und auf einer Bewerbung mache der Name allein schon viel aus.

Die Columbia Unviversity liegt in Manhattan, was für mich ein grosses Plus ist. Dieser Flecken Erde ist so lebendig und stimulierend, dass ich Columbia sicher einer berühmteren Uni wie Harvard den Vorzug geben würde.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jan 31, 2008
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Jan 31, 2008

USA

Vorurteile - richtig oder falsch?

Eines habe ich inzwischen gelernt. Amerikaner ist nicht gleich Amerikaner. Zwar stimmen viele Vorurteile, die man über Amerika hat, aber nur wenn man von oben drauf schaut oder nur an der Oberfläche kratzt. Erste Eindrücke sind zum Beispiel multikulti, Höflichkeit, Toleranz, unendliche Möglichkeiten und die Neigung zur Dickleibigkeit. Aber nicht alle hier sind multikulti und Aufstiegschancen hat nicht jeder. Wie soll sich ein Kind, das in armen Verhältnissen in der Stadt aufwächst aus seinen Milieubeschränkungen lösen? Die Schulen der Stadt sind von schlechtem Ruf und das nicht unbegründet. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf eine Privatschule, 10.000 bis 25.000 Dollar im Jahr, pro Kind - oder wohnt in einem Vorort der Stadt, wo die Grundsteuer viel höher ist, aber dafür die Schulen auch besser sind. Dass diesbezüglich nur wenige alle Möglichkeiten ausschöpfen, also bezahlen können, ist offensichtlich.

Auf einer Thanks-Giving Feier, dem höchsten Feiertag der USA, habe ich verschiedene Leute kennen gelernt. Eine ältere Dame erzählte mir von ihren Reisen nach Deutschland und wie hilfsbereit und lebensfroh die Leute dort seien und wie sauber und gut organisiert alles sei. Aber die Steuern seien ja viel zu hoch und der Sozialstaat viel zu groß. Dass das eine, was sie so lobte vielleicht mit dem anderen, was sie so kritisierte, zusammen hängt, schien sie nicht zu bemerken.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jan 15, 2008
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Rubrik: studium
Jan 15, 2008

USA

Ein Jahr American Dream

Anfang Oktober habe ich in Frankfurt ein Flugzeug nach Philadelphia USA bestiegen. Hier will ich ein Jahr studieren - Philosophie und Statistik. Bürokratisch ist das ein großer Aufwand gewesen. Seit 9/11 hat sich hier vieles geändert - das sagen zumindest die Amerikaner selber. Ich wohne bei einem guten Freund, der Professor an der Temple Universitaet in Philadelphia ist. Sein großes Haus steht in einem Randbezirk der Stadt namens Chestnuthill - Kastanienhügel. Dieser Teil der Stadt ist sehr europäisch. Fast nur große freistehende Häuser und eine Geschäftsstraße mit vielen kleinen Läden und Boutiquen.

Hier in den USA sind viele Unis Campusuniversitäten - man hatte Platz und Mittel um ein College oder eine Uni aus dem Boden zu stampfen. Mittelalterlich, fast wie Burgen erscheinen manche Gebäude, andere sind hochmodern, mit Glasfassade, wie eine Bank. Das ist der Konflikt der Amerikaner an der Ostküste, der Konflikt zwischen Bruch mit und Anschluss an die Tradition „Old Europe's", entstanden aus der Revolution 1776, Aufstand der Kolonisten gegen die Kolonialherren, das British Empire. Andererseits hat man sich beim Errichten der Universitäten Europa zum Vorbild genommen, nehmen müssen, wen sonst?

SAT - Scholastic Assessment Test - heißt hier der Test, den jeder Bewerber an einer Uni machen muss. Ziemlich einfach, wenn man Englisch kann. Abiturienten müssen ihn gar nicht ablegen, das spricht für uns. Mein Prof sagt, Abitur sei vergleichbar mit High school plus zwei Jahre College. Nichtsdestotrotz muss eine jeder, der nicht „native speaker" ist den TOEFL- Test of English as Foreign Language - bestehen. Insgesamt wird hier viel Wind um diese Tests gemacht, mit denen man Leistung quantifizieren will.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Dec 7, 2007
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Dec 7, 2007