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Studieren im Ausland

Studieren in den USA (Teil 2)

Wie genau man sich in Kurse einschreibt? Je nachdem, ob man ein Freshman (erstes College-Jahr), Sophomore (zweites Jahr), Junior (drittes Jahr) oder Senior (viertes Jahr) ist, hat man seine individuellen „Einschreibtermine“. Man kann zunächst das Kursangebot und die Veranstaltungszeiten angucken, muss aber damit rechnen, dass die Wunschkurse bereits belegt sind, wenn man sich dann endlich einschreiben darf. Pro Kurs werden ungefähr 25 Studenten zugelassen. Es sei denn, es handelt sich um einen „hands-on course“, wie „TV Production“, wo nur maximal 15 Studenten zugelassen werden. Dasselbe gilt für „Laboratories“–Kurse, in denen die Studenten praktische Experimente durchführen.

Will man sich in einem Kurs einschreiben, der bereits voll ist, gibt es ein sogenanntes „overtally“. Dann muss man den Professor kontaktieren und darum bitten, trotzdem zugelassen zu werden. Handelt es sich um einen großzügigen Professor, hat man gute Chancen.

Das Einschreiben selbst funktioniert online. Erwähnenswert ist außerdem, dass man an den Kursvorschriften „was drehen kann“. Die Kurse haben hier Nummern, die darauf hinweisen, ob es sich um einen Einführung- oder Aufbaukurs handelt. 100er-Nummern weisen auf einen Anfängerkurs hin, während 200er- und 300er-Nummern Kurse für Studenten sind, die die 100er-Kurse bereits absolviert haben. Was aber, wenn ich einen 200er-Kurs belegen möchte, ohne zuvor den 100er-Kurs belegt zu haben? Kein Problem, Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Spricht man mit dem Professor und versichert ihm, dass man den Einführungskurs im selben oder darauffolgenden Semester belegt, oder den Stoff bereits drauf hat, kann man mit ein wenig Glück auf sein Verständnis bauen und den Kurs dennoch belegen. Super, oder?

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Apr 9, 2014

Studieren im Ausland

Mein erstes Auto verleiht Flügel

Ich war schon im Indischen Meer segeln und inmitten der Gipfel des Himalayas, aber bis jetzt hatte ich noch nie ein eigenes Auto. Daheim bin ich immer mit dem Wagen von Opa oder Mama und Papa herumgefahren, wenn ich mich dem individuellen Transport nicht gar verweigerte und Bus oder Fahrrad gefahren bin. Selbst letztes Jahr hier in Neuseeland dachte ich, dass ich als Student in einer Großstadt selbstverständlich kein Auto brauche. Aber: Letztes Semester habe ich jeden Freitagabend in einem Pub gejobbt, musste dann samstags früh aufstehen, mit dem Fahrrad zwölf Kilometer zum anderen Job radeln, dort auf dem Bau arbeiten, wieder zurück hetzen und abends dann nochmal eine Schicht im Pub überstehen.

Dank Auto konnte ich letztes Wochenende auf einem Bauernhof arbeiten, mit der Gitarre am Meer sitzen, Freunde treffen und neue Stadtteile erkunden. Zwar habe ich immer noch ein schlechte Gewissen bezüglich Treibhausgasen und meinem Studienfach bzw. meiner Überzeugung. Aber mittlerweile bin ich wohl etwas utilitaristischer in dem Sinne, dass diese Investition mir einiges ermöglicht und mich glücklicher macht. Außerdem benutze ich unter der Woche immer noch Füße und Öffentliche Verkehrsmittel. Wenn das mal nicht eine gute Investition war, denn gleichzeitig werde ich mit dem Verkauf des Autos Geld für meinen Rückflug bekommen. Ein Auto zum Reisen, Arbeiten, Teilen, Feiern, Erkunden, Gutes tun ... ich habe wirklich den Eindruck, der Wagen verleiht mir Flügel.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Apr 4, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Apr 4, 2014

Studieren im Ausland

Rettungsschwimmer-Ausbildung auf Fidschi

Als ich auf Fidschi ankam, lief erst einmal alles schlecht: Die Reiseagentur hatte meine Buchung verhunzt und ich wusste nicht, wo ich in der ersten Nacht unterkommen könnte. So stand ich nachts auf den Straßen von Nadi und fing an, mit allen möglichen Leuten zu reden: Da war ein Imbiss-Verkäufer, der Roti anbot, ein Gericht, das aus einem Curry und einem dünnen Fladenbrot besteht, eine Menge Fußgänger und andere Neugierige. Nach langem Stehen und Reden hatte ich zwei Optionen: David, der Roti-Verkäufer, bot mir an, mich um die Inseln in sein Dorf zu führen, wenn ich den Transport und ein paar andere Kosten übernehmen würde. Mathiasi hatte Bekannte in der Tourismusbranche und legte mir dar, dass er mir einen erheblichen Rabatt auf einen Inselaufenthalt und Tauchkurs geben könnte.

Im Endeffekt war mein Traum, vielleicht eines Tages doch nebenher als Tauchführer zu arbeiten, größer, und ich entschloss mich, Mana-Island zu besuchen. Das Wasser war ganz und gar nicht kalt und die interessantesten Persönlichkeiten tummelten sich dort. Wo „Cast Away Island“ (wo der Film mit Tom Hanks gedreht wurde) nur um die Ecke ist, war ein Ex-Navy-Kadett auf seiner Weltreise, ein Berufschullehrer auf seinem Sabbatjahr unterwegs und eine junge Filmemacherin auf Urlaub von ihrer Doku über die Ausbeutung von Backpackern auf Australiens Farmen. Ich war fleißig dabei, meine Tauchunterlagen zu studieren und zu lernen, wie man unter und auf dem Wasser erste Hilfe leisten kann, als ich auf drei Briten stieß, die sich ihre Reise durch Golf spielen finanzierten.

Was mich fasziniert hat, war, dass die indische Kultur hier Einzug gefunden hat und ich nostalgisch an meine Indienaufenthalte erinnert wurde. Und nach Stunden im lauwarmen Wasser, Wiederbeatmungsübungen und Schleppschwimmen sowie über Wasser halten, bin ich ich jetzt offiziell Rettungsschwimmer – ohne Baywatch-Allüren versteht sich.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Mar 26, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Mar 26, 2014