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Studieren im Ausland

Studieren in den USA (Teil 2)

Autor:
Katharina

Rubrik:
studium

09.04.2014

Wie genau man sich in Kurse einschreibt? Je nachdem, ob man ein Freshman (erstes College-Jahr), Sophomore (zweites Jahr), Junior (drittes Jahr) oder Senior (viertes Jahr) ist, hat man seine individuellen „Einschreibtermine“. Man kann zunächst das Kursangebot und die Veranstaltungszeiten angucken, muss aber damit rechnen, dass die Wunschkurse bereits belegt sind, wenn man sich dann endlich einschreiben darf. Pro Kurs werden ungefähr 25 Studenten zugelassen. Es sei denn, es handelt sich um einen „hands-on course“, wie „TV Production“, wo nur maximal 15 Studenten zugelassen werden. Dasselbe gilt für „Laboratories“–Kurse, in denen die Studenten praktische Experimente durchführen.

Will man sich in einem Kurs einschreiben, der bereits voll ist, gibt es ein sogenanntes „overtally“. Dann muss man den Professor kontaktieren und darum bitten, trotzdem zugelassen zu werden. Handelt es sich um einen großzügigen Professor, hat man gute Chancen.

Das Einschreiben selbst funktioniert online. Erwähnenswert ist außerdem, dass man an den Kursvorschriften „was drehen kann“. Die Kurse haben hier Nummern, die darauf hinweisen, ob es sich um einen Einführung- oder Aufbaukurs handelt. 100er-Nummern weisen auf einen Anfängerkurs hin, während 200er- und 300er-Nummern Kurse für Studenten sind, die die 100er-Kurse bereits absolviert haben. Was aber, wenn ich einen 200er-Kurs belegen möchte, ohne zuvor den 100er-Kurs belegt zu haben? Kein Problem, Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Spricht man mit dem Professor und versichert ihm, dass man den Einführungskurs im selben oder darauffolgenden Semester belegt, oder den Stoff bereits drauf hat, kann man mit ein wenig Glück auf sein Verständnis bauen und den Kurs dennoch belegen. Super, oder?

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