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Studieren im Ausland

Le temps perdu

Am Ende saß ich fast eine Stunde lang mit meinen neuen Nachbarn zusammen und wir unterhielten uns, oder zumindest versuchten wir es. Nach vielem Nachhaken glaubte ich verstanden zu haben, dass mein Nachbar, der sich als Daniel vorgestellt hatte, nun schon seit über 15 Jahren in dem Gebäude wohnt, geschieden ist und zwei Kinder hat, die bei seiner Ex-Frau im Landesinneren wohnen. Auch er kam eigentlich aus einer anderen, kleineren Stadt, doch war er vor vielen Jahren nach Fortaleza gekommen, um hier eine Arbeit zu suchen. Seit ein paar Jahren wohnen nun auch seine Mutter und deren Schwester hier bei ihm. Sie erzählten mir, dass schon seit zwei Jahren regelmäßig Austauschstudenten die Wohnung neben ihnen mieteten, allerdings waren es bis jetzt immer Spanier gewesen. Was ich denn studiere und ob ich verheiratet sei, fragten sie mich. Als ich ihnen sagte, dass ich Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften studierte, sahen sie mich mit großen, ratlosen Augen an. So versuchte ich ihnen zu erklären, dass es eine Mischung aus Literatur, Geschichte, Sprachwissenschaften, Soziologie und Politik ist. Das machte die Sache ein bisschen klarer, doch komisch fanden sie es, glaube ich, trotzdem. Allerdings fragt mich auch meine Oma jedes Mal aufs Neue, was ich denn studiere und schüttelt dann immer den Kopf: „Was es heutzutage alles gibt!“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
May 8, 2014

Studieren im Ausland

Kommunikationsschwierigkeiten

Seit meiner Ankunft in Brasilien waren nun drei Tage vergangen, und abgesehen vom ersten Abend, an dem ich von Thais Eltern und meinem Betreuer vom Flughafen abgeholt worden war, hatte ich keinerlei Kontakt zur Außenwelt. Als ich mir jedoch am nächsten Tag etwas zu Mittag kochte, hörte ich Stimmen von draußen. Also lief ich raus und sah, wie meine Nachbarn – ein Mitte 50-Jähriger und zwei Damen, die um die 80 zu sein schienen – mit einem Koffer im Hausgang standen und die Tür aufsperrten. Sie sahen mich erst etwas überrascht an, doch dann fragte mich der Mann etwas in schnellem und unglaublich undeutlichem Portugiesisch. Ich bildete mir ein, so etwas wie Austausch und Europäerin zu verstehen, woraufhin ich nickte und sagte, dass ich aus Deutschland käme. Während der Mann den Koffer verstaute, winkten mir die zwei Damen zu und gaben mir zu verstehen, dass ich doch hereinkommen solle. Es war unglaublich schwer, die drei zu verstehen. Der Mann sprach unglaublich schnell und nuschelte, die beiden Damen sprachen ebenfalls unverständlich, dass ich kaum eine Chance hatte …

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Apr 30, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Apr 30, 2014

Studieren im Ausland

Studieren in den USA (Teil 2)

Wie genau man sich in Kurse einschreibt? Je nachdem, ob man ein Freshman (erstes College-Jahr), Sophomore (zweites Jahr), Junior (drittes Jahr) oder Senior (viertes Jahr) ist, hat man seine individuellen „Einschreibtermine“. Man kann zunächst das Kursangebot und die Veranstaltungszeiten angucken, muss aber damit rechnen, dass die Wunschkurse bereits belegt sind, wenn man sich dann endlich einschreiben darf. Pro Kurs werden ungefähr 25 Studenten zugelassen. Es sei denn, es handelt sich um einen „hands-on course“, wie „TV Production“, wo nur maximal 15 Studenten zugelassen werden. Dasselbe gilt für „Laboratories“–Kurse, in denen die Studenten praktische Experimente durchführen.

Will man sich in einem Kurs einschreiben, der bereits voll ist, gibt es ein sogenanntes „overtally“. Dann muss man den Professor kontaktieren und darum bitten, trotzdem zugelassen zu werden. Handelt es sich um einen großzügigen Professor, hat man gute Chancen.

Das Einschreiben selbst funktioniert online. Erwähnenswert ist außerdem, dass man an den Kursvorschriften „was drehen kann“. Die Kurse haben hier Nummern, die darauf hinweisen, ob es sich um einen Einführung- oder Aufbaukurs handelt. 100er-Nummern weisen auf einen Anfängerkurs hin, während 200er- und 300er-Nummern Kurse für Studenten sind, die die 100er-Kurse bereits absolviert haben. Was aber, wenn ich einen 200er-Kurs belegen möchte, ohne zuvor den 100er-Kurs belegt zu haben? Kein Problem, Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Spricht man mit dem Professor und versichert ihm, dass man den Einführungskurs im selben oder darauffolgenden Semester belegt, oder den Stoff bereits drauf hat, kann man mit ein wenig Glück auf sein Verständnis bauen und den Kurs dennoch belegen. Super, oder?

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Apr 9, 2014