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Studieren im Ausland

Guthaben in der Apotheke aufladen

Gemeinsam mit meinem Betreuer Jonathan streifte ich durch ein paar Läden und schaute mir verschiedene Mobiltelefone an. Schließlich entschied ich mich für ein Handy, das umgerechnet knapp 30 Euro kostete. „Jetzt müssen wir nur noch Guthaben drauf laden. Dazu gehen wir am Besten zu ‚Bezahl weniger‘. Es ist hier direkt um die Ecke”, sagte Jonathan. Ich war ziemlich überrascht, als wir vor einer Apotheke Halt machten. Aber wie es scheint, macht man das in Brasilien so. „Brauchst du sonst noch etwas hier?“ fragte er mich. Nach kurzem Überlegen kaufte ich noch ein neues Deo und eine Sonnencreme. Aus Deutschland hatte ich nur eine mit Lichtschutzfaktor 15 mitgenommen und ich merkte bereits jetzt, dass die Sonne so heiß brannte, dass das am Strand keineswegs genug sein würde. Mein Betreuer gab mir zudem den Tipp, mich auch tagsüber einzucremen, wenn ich zur Uni gehe. Und zwar mindestens mit Lichtschutzfaktor 30.

Anschließend kamen wir noch einmal auf das Thema Buslinien zu sprechen. „Wenn du zum Kulturzentrum möchtest, dann musst du den Circular zwei nehmen.”, erklärte mir Jonathan. Ich zog mein kleines Notizbuch aus der Handtasche, um mir das aufzuschreiben. „Was hast du gesagt?“, hakte ich nach. „Der Bus hat die Nummer zwei?“ „Nein”, antwortete Jonathan. „Der Bus heißt Circular zwei. Aber die Nummer? Hm… Da bin ich mir gerade gar nicht sicher. Ich glaube es ist die zwölf. Aber das merkt sich hier keiner. Alle kennen die Busse nur wegen ihres Namens, also ihres Ziels.“ Na gut, dachte ich mir. Dann würde ich mir eben auch die Namen der Buslinien aufschreiben, obwohl viele in meinen Ohren so kompliziert klangen, dass ich Zweifel hatte, ob ich sie mir je würde merken können.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 30, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 30, 2014

Studieren im Ausland

Busfahren und Handykauf

„Und hier kommt auch schon unser Bus“, sagte Jonathan und streckte seine Hand aus, um dem Busfahrer ein Zeichen zu geben, dass er hier halten solle. „Das ist ganz wichtig“, meinte er. „Du musst den Busfahrern immer ein Zeichen geben, sonst fahren sie an der Haltestelle vorbei.“ Weiterhin erklärte er mir, dass es zwei Arten von Bussen gibt: Die ganz normalen, großen Busse und kleine Minibusse. Bei den großen Bussen muss man hinten einsteigen und bei den kleinen vorne. „Egal wie viele Haltestellen du fährst, pro Fahrt gibt es immer nur einen Preis: einen Real (das sind etwa 35 Cent) für Schüler und Studierende und zwei Reais für alle anderen“, erklärte er mir.

Unsere Fahrt dauerte nur circa zehn Minuten. Dann kamen wir an einem Shopping-Center an. „Das ist das North Shopping, eine der größten Shopping-Malls in Fortaleza”, sagte Jonathan. “ Hier wollten wir erst einmal ein Handy für mich kaufen. Ich erzählte meinem Betreuer, dass ich das billigste Handy kaufen wollte. Es sollte weder Internetzugang noch eine Kamera noch sonst irgendeinen Schnickschnack haben. „Das hätte ich dir auch empfohlen“, antwortete Jonathan. „Du möchtest ja schließlich nicht die ganze Zeit Angst haben, wegen deines iPhones überfallen zu werden!“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 24, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 24, 2014

Studieren im Ausland

Na, das konnte ja heiter werden

Mein Orientierungssinn war sowieso schon ziemlich schlecht, aber ohne offizielle Namen an den Haltestellen war die Wahrscheinlichkeit, sich zu verlaufen beziehungsweise die angedachte Bushaltestelle zu verpassen, noch größer. Mein Betreuer musste mein besorgtes Gesicht gesehen haben, denn er sagte: „Keine Sorge, Esther! Man fährt ja immer dieselben Strecken zur Uni, zum Kulturzentrum, zum Shoppingcenter und so weiter. Du wirst sehen, bald kennst du dich hier super aus! Und wenn du mal eine neue Strecke fahren solltest, dann bittest du einfach den Busfahrer, dass er dir Bescheid sagt, wenn ihr da ankommt, wo du aussteigen möchtest. Das mache ich auch manchmal, wenn ich mir beim Weg nicht ganz sicher bin. Es gab schon ganz viele andere Austauschstudierende, die alle dachten, dass sie sich hier niemals zurechtfinden würden, und nach ein paar Wochen hatten sie gar keine Probleme mehr mit der Orientierung.” Ich hoffte sehr, dass mein Betreuer Recht hat!

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 23, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 23, 2014