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Studieren im Ausland

Na, das konnte ja heiter werden

Mein Orientierungssinn war sowieso schon ziemlich schlecht, aber ohne offizielle Namen an den Haltestellen war die Wahrscheinlichkeit, sich zu verlaufen beziehungsweise die angedachte Bushaltestelle zu verpassen, noch größer. Mein Betreuer musste mein besorgtes Gesicht gesehen haben, denn er sagte: „Keine Sorge, Esther! Man fährt ja immer dieselben Strecken zur Uni, zum Kulturzentrum, zum Shoppingcenter und so weiter. Du wirst sehen, bald kennst du dich hier super aus! Und wenn du mal eine neue Strecke fahren solltest, dann bittest du einfach den Busfahrer, dass er dir Bescheid sagt, wenn ihr da ankommt, wo du aussteigen möchtest. Das mache ich auch manchmal, wenn ich mir beim Weg nicht ganz sicher bin. Es gab schon ganz viele andere Austauschstudierende, die alle dachten, dass sie sich hier niemals zurechtfinden würden, und nach ein paar Wochen hatten sie gar keine Probleme mehr mit der Orientierung.” Ich hoffte sehr, dass mein Betreuer Recht hat!

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 23, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 23, 2014

Studieren im Ausland

Die Liste wird länger

Jetzt ist es nicht mehr lange hin, bis ich mich in mein Irlandabenteuer stürze. Am 1. September 2014 beginnt dort das Wintersemester mit einer Orientierungswoche für uns ausländische Studierende. Bis dahin ist aber noch eine Menge zu erledigen. Ich habe mir in den letzten Tagen mal eine Liste zusammengestellt – und die wird länger und länger:

Flug buchen, Unterkunft suchen, Auslandskrankenversicherung abschließen, Handyvertrag auf Eis legen lassen, eventuell Urlaubssemester beantragen, Stundenplan erstellen und mit dem Prüfungsamt die Anrechnung abklären und so weiter und so fort. Zudem noch so viel Wissen über Irland anhäufen wie nur möglich, schon mal potenzielle Reiseoptionen abchecken, in Facebook-Gruppen der Uni Gleichgesinnte finden und die Vorfreude wöchentlich um siebeneinhalb Prozent steigern.

Einiges habe ich nun auch schon erledigt: Ich fliege eine Woche vor Semesterbeginn nach Dublin, um eine Unterkunft in der Stadt zu finden. Zwar gibt es Wohnheime an der Uni, doch gegen die spricht für mich einiges: wenige Plätze, sehr teuer und so weit ab vom Schuss, dass man nach 23 Uhr nur noch mit dem Taxi dorthin gelangt. Von ehemaligen Studierenden in Dublin habe ich einige Tipps zur Wohnungs- und WG-Suche bekommen – etwa die Internetseiten daft.ie oder rent.ie. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Stadt Dublin durch den Fluss Liffey in Nord und Süd aufgeteilt wird. Die Stadtgebiete mit geraden Zahlen, zum Beispiel Distrikt sechs oder acht, liegen im Süden. Analog findet man die ungeraden Bezirke dann im Norden. Angeblich soll der Süden etwas nobler sein als der Norden, wo es auch Problembezirke gibt. Davon muss ich mich aber erst noch selbst überzeugen. Während meiner Wohnungssuche werde ich mich in einem Hostel in der Innenstadt einquartiert. So kann ich dann ganz nebenbei schon einmal die Stadt erkunden und einige Lieblingsplätze entdecken, bevor der aufregende Unialltag beginnt. Ich bin gespannt!

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Jun 20, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Jun 20, 2014

Studieren im Ausland

Tudo bem?

Um Punkt drei Uhr klingelte es. Ich lief auf den Balkon, um zu sehen, wer es war. Jonathan schaute mit einem großen Lächeln zu mir in den ersten Stock hinauf. „Ich komme gleich“, rief ich, packte mein Portemonnaie, den Schlüssel, ein kleines Notizheft und eine Flasche Wasser in meine Handtasche und lief die Treppe hinunter. Jonathan umarmte mich zur Begrüßung: „Tudo bem?”, fragte er mich. „Ja, alles bestens.”, antwortete ich. “Na dann, los!” Mein Betreuer führte mich zur nächsten Bushaltestelle, die nur eine Straßenecke von meiner Wohnung entfernt war. Auf dem Weg erklärte er mir, dass hier die Busse zur Uni abfahren. Er zeigte mir auch die Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite. „Hier musst du aussteigen, wenn du von der Uni zurückkommst.” Als ich ihn fragte, wie denn die Bushaltestelle hieße, da ich auf dem Schild, auf dem ein kleiner Bus aufgemalt war, keinen Namen erkennen konnte, lachte er und meinte nur: „Tja, also das mit den Bushaltestellen ist etwas kompliziert. Offizielle Namen stehen nicht auf den Schildern. Die Leute wissen einfach, wie die Haltestellen heißen bzw. wo sie aussteigen wollen.”

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 16, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 16, 2014