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Studieren im Ausland

Welcome to Ireland

Nun bin ich seit drei Tagen in Irland und in diesen drei Tagen habe ich schon irre viel erlebt. Aber von vorne: Der Flug mit Zwischenlandung in Düsseldorf verlief problemlos. Auch die Fahrt vom Flughafen in die Stadt war unkompliziert. Eine Bekannte hatte mir vorher den Tipp gegeben, nicht mit den Shuttlebussen zu fahren, sondern mit dem öffentlichen Nahverkehr, was statt siebe Euro nur 2,90 Euro kostet. Auch mein Hostel habe ich gleich gefunden, was sich jedoch als richtige Bruchbude in einer unheimlichen Gegend herausstellte. Deshalb machte ich mich gleich auf den Weg zu der Wohnung, die Helena bereits gefunden und reserviert hatte. Ein mehrstöckiges Altbauhaus in einem sauberen Wohnviertel auf halber Strecke zwischen Uni und Innenstadt. Na wenn das mal kein Fang ist! Ich sag‘ doch, diese Spanierin ist Gold wert! Der einzige Haken an der Sache ist, dass wir erst Mitte September einziehen können. Derweil werden wir die Zeit in Hostels überbrücken.

Auf dem Heimweg habe ich mich dann grandios verlaufen, der Akku meines Smartphones war leer und so musste ich eine Stunde lang in strömendem Regen durch die Straßen irren, da keiner, der mir begegnet war, den Weg zurück zu meinem Hostel wusste. Als ich aber dann endlich ankam und tropfnass in meinem Zehnbettzimmer saß, holte mich schließlich der erste Schub von Heimweh ein. Lieber gleich schlafen, bevor es zu schlimm wird!

Es folgten richtig produktive Tage, die mich wieder auf andere Gedanken brachten: Zuerst holte ich meine „Student Travel Card“, mit der ich verbilligt die öffentlichen Verkehrsmittel in Irland benutzen darf, im Trinity College ab. Anschließend fuhr ich an meine eigene Uni, das University College Dublin, kurz UCD, und ließ mir mein „Certificate of Arrival“ unterschreiben, das letzte Erasmusformular, das noch fehlte. Die Uni ist super! Ein riesiger Campus, der aus dutzenden modernen Gebäuden besteht. Überall verteilt stehen Monitore, die einem den Busfahrplan, den Campusplan oder kommende Events vor die Nase halten. Auch das International Office dort ist beeindruckend: Ein ganzes Stockwerk mit freundlichen Mitarbeitern und einer Chillout-Zone – nur für internationale Studierende und ihre Belange. Da freue ich mich auf das Studieren! Auch meine UCard, der Studierendenausweis der UCD, durfte ich schon abholen und konnte mich damit gleich im unieigenen Fitnesscenter anmelden. Nächste Woche habe ich einen Einführungskurs dort und kann ab dann kostenlos das Fitnessstudio benutzen oder die über hundert Fitnesskurse pro Woche besuchen (naja, ganz so viele werde ich wohl nicht schaffen).

Meine letzten Errungenschaften soweit sind meine zwei Prepaid SIM-Karten. Eine ist von Tesco Mobile, damit kann man für einen Cent pro Minute ins deutsche Festnetz telefonieren. Das erste Telefonat ging an meine Oma, die natürlich fast aus allen Wolken fiel und ins Telefon brüllte, als müsse sie die Distanz allein mit ihrer Stimmgewalt überbrücken. Die zweite SIM-Karte ist von dem irischen Mobilfunkanbieter „Three“. Für 20 Euro kann man damit innerhalb von 30 Tagen unbegrenzt im Internet surfen, unbegrenzt viele SMS versenden und am Wochenende auch kostenlos telefonieren.

Und bald beginnt für uns Austauschstudierende die Orientierungswoche, in der wir unseren endgültigen Stundenplan erstellen, die Uni und andere Studierende kennenlernen und an vielen Events teilnehmen können. Beispielsweise findet kommende Woche eine gemeinsame Fahrt zu Ikea statt und an den Abenden wird gegrillt oder gemeinsam ein Film geschaut. Ich fühle mich wirklich wohl und gut aufgehoben in Dublin und hier in der Uni. Und ich bin vor allem gespannt, welche Abenteuer noch auf mich warten. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Sep 4, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Sep 4, 2014

Studieren im Ausland

Dança de Rua

Als ich in Brasilien angekommen war, hatte ich meine beiden Betreuer gefragt, ob es eine Art Tanzgruppe der Universität gäbe oder ob sie irgendwelche anderen Möglichkeiten an der Uni wüssten, sich sportlich zu betätigen. In den USA hatte ich in „West Side Story“, dem Musical meiner High School, mitgemacht. Das war nicht nur ein super Ausgleich zur Schule gewesen, sondern dabei hatte ich auch viele meiner dortigen Freunde kennengelernt. Es war toll, mehrmals die Woche zu proben, das High-School-Leben von einer anderen Seite kennenzulernen und in eine große Gruppe integriert zu sein, in der alle ein gemeinsames Ziel hatten.

Weder Jonathan noch Thais kannten jedoch eine Gruppe hier in Brasilien und als ich im Internet nach Tanzgruppen suchte, fand ich nur relativ teure Studios, wo man Ballett- und Jazzunterricht nehmen konnte. Ich wollte aber doch gerade etwas machen, das es nur in Brasilien gibt oder das zumindest typisch für das Land ist. Nach einem knappen Monat hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben, als Rapha, mein neugewonnener Freund, mir einen Aushang zeigte. „Guck mal!“, sagte er. „Ab nächster Woche wird auf dem Pici-Campus ‚Dança de Rua‘, also Street Dance, angeboten. Vielleicht tanzen die ja sogar zu brasilianischen Rhythmen. Aber selbst wenn nicht, schau doch einfach mal vorbei. Es ist bestimmt eine gute Gelegenheit, ein paar neue Leute kennenzulernen!“ Ich war so glücklich! In letzter Zeit war ich schon ganz hibbelig geworden, weil mir einfach die Bewegung fehlte. Da wollte ich also unbedingt hin!

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Sep 3, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Sep 3, 2014

Studieren im Ausland

Kapstadt kennenlernen

Damit sind wir die ersten paar Wochen beschäftigt. Schnell werden die ersten paar Sehenswürdigkeiten abgeklappert: Wir steigen auf den Lion's Head, laufen durch das bunte Viertel Bo Kaap, schlemmen uns über den Biscuit Mill Market und gucken uns von Camps Bay aus den Sonnenuntergang an. War ich erst noch ein bisschen skeptisch, was das Kapstädter Stadtbild angeht, so bin ich jetzt endgültig überzeugt: Es ist wunderschön hier. Bei den vielen Stränden, Cafés und dem Tafelberg, den man von jeder Ecke der Stadt aus bewundern kann, geht das auch gar nicht anders. Weil Südafrika auch nicht wirklich „Afrika“ ist und dem Westen sehr ähnelt, brauche ich kaum Eingewöhnungszeit.
Ein weiterer Grund sind wahrscheinlich die beiden Kommilitoninnen, mit denen ich die meiste Zeit hier verbringe. Segen und Fluch zugleich: Ich habe es gar nicht so sehr nötig, andere Internationals oder Südafrikaner kennen zu lernen, weil ich ja sowieso nicht alleine bin. Es ist sehr ungewohnt, so viel Zeit zu haben, aber ich genieße es: Endlich mal wieder lesen, ausgedehnt frühstücken und nicht immer auf die Uhr gucken müssen. Meine Kurse laufen auch langsam an, aber in einem bringt die Lehrerin regelmäßig Kaffee und Muffins mit, also ganz nette Lernatmosphäre.
Die University of Cape Town hat sehr viele internationale Studenten aus Nordamerika, Europa und Afrika, auch in meinen Kursen sitzen viele Studenten aus Norwegen, Malawi und Kenia. Immer wieder eine spannende Diskussionsrunde. In Mediation kann ich fleißig Englisch lernen und mal so richtig schön diskutieren. In Punishment and Human Rights kann ich meiner Vorliebe nach Menschenrechten nachgehen. Perfekt!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 26, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 26, 2014