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Studieren im Ausland

Mickey Mouse Degree?

Jetzt fuehle ich mich wieder heimisch im Klassenzimmer. Endlich bin ich weg von öden Statistiken über Marktwirtschaften in verschiedenen Ländern und wieder da, wo ich mich auskenne: In Kursen, wo man die Herkunft von Printmedien, von Funk und Fernsehen studiert. Und das Beste ist: Diese Kurse werden von echt lässigen Professoren gehalten. Während die VWL-Lehrer buchstäblich von Power-Point-Präsentationen ablesen, brauchen manche Media-Profs nicht einmal Notizen, um die Klasse zu unterrichten. Da werden Geschichten erzählt, es wird von Erfahrungen berichtet und Filme werden gezeigt. Außerdem erzählen sie viele Witze, um die Studierenden bei Laune zu halten.

Hier in den USA werden kommunikationswissenschaftliche und Medien- sowie Journalismus-Studiengänge gerne unter dem Begriff „Mickey Mouse Degree“ zusammengefasst. Das heißt, dass das Studium nicht besonders anspruchsvoll sei und man – je nach Laune des Dozenten – die guten Noten hinterhergeschmissen bekomme. Ich muss gestehen, ich hatte mit den Professoren immer großes Glück. Die Hausaufgaben haben immer Spaß gemacht und wurden großzügig benotet. Das lag aber meiner Meinung nach eher an meiner guten Arbeit und daran, dass die Professoren das zu schätzen wussten. In den VWL-Kursen gab es nur richtig oder falsch, während es in den Medienkursen eher darum geht, seine Meinung gut genug zu begründen. Wie auch immer, ich bin sehr froh, meinen Bachelorabschluss in einem Medien-Fach zu machen. für den Master kann ich dann ja immer noch ein angeseheneres Fach wählen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Sep 29, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Sep 29, 2014

Studieren im Ausland

Eine neue Liebe

Als mein Exfreund Marc vor längerer Zeit wieder zurueck nach Kalifornien ging und damit unsere Beziehung beendete, hatte ich zwei Optionen: mich zurückziehen und traurig sein oder mich ablenken. Natürlich zog ich mich erst einmal zurück, um mich dann wieder auf andere Dinge konzentrieren zu können. Dann habe ich mich dazu entschlossen, mich anderweitig umzusehen. Hier in Amerika sagt man „there are plenty of fish in the ocean“. Aber wo genau findet man den Fisch, der zu einem passt? Ich bin ja nun schon Ende 20 und in meinen Collegekursen sind die meisten Studenten eher Anfang 20. Also dachte ich mir, nehme ich den Rat meiner Freundin Lisa an und lege ein Dating-Profil online an. Online-Dating ist genau das Richtige, wenn man, wie ich, eher von jüngeren Leuten umgeben, aber an Gleichaltrigen interessiert ist. Also habe ich mehrere Profile auf verschiedenen Websites erstellt und bin zu unzähligen Dates gegangen, bis ich am Ende den Richtigen gefunden hatte: Sam. Naja, ob er DER Richtige ist, das kann ich natürlich nicht hundertprozentig sagen, aber bei ihm scheint alles zu stimmen: Alter, Aussehen und ernste Absichten. Und ein für mich sehr wichtiger Bonus: Er hat keine Absichten, bald wegzuziehen, wie es bei Marc von Anfang an gewesen ist. Im Moment läuft bei mir also alles super. Ein Hoch auf Online-Dating! Diese Portale werden hier in den USA übrigens nicht so geringschätzig behandelt wie in Deutschland. Hier ist es völlig normal, ein bekanntes Gesicht unter den Mitgliedern zu entdecken. Und deshalb muss man auch nicht peinlich berührt sein, so ein Profil zu haben.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Sep 24, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Sep 24, 2014

Studieren im Ausland

Gegen den Uhrzeigersinn

Es gibt ja bekanntlich viele Vorurteile und Stereotypen für aller Herren Länder. Ich bin wirklich kein Freund von Schubladendenken, aber ich muss schon zugeben, dass an einigen Dingen etwas dran ist. Wir Deutsche sind nun mal pünktlich, wenig spontan und legen Wert auf geordnete Organisation. Zumindest im Vergleich. Das musste ich in den letzten Wochen in Irland immer wieder feststellen. Hast du hier einen Termin um 11 Uhr, brauchst du vor 11:30 Uhr gar nicht auftauchen. Fragst du nach dem Weg und wie lange das wohl dauert, wird der Ire dir mit voller Hingabe und mit größter Mühe eine detailliert ausgeschmückte Beschreibung mit Zeitangabe liefern. Mach dich aber darauf gefasst, dass aus „five minutes down the road“ auch ganz schnell mal 20 werden können. Busfahrpläne gibt es hier auch. Den Bussen ist das aber egal. In Facebook habe ich diesbezüglich erst einen neckischen Spruch gefunden: „Timetables? Lol, no, we are just driving around!“ Ankommen tun sie ohne Zeitdruck ja auch. Der Druck für mich war aber schon zu spüren, als ich um 11 Uhr bei einer Vorlesung sein sollte und der Bus nach 40-minütiger Wartezeit noch immer nicht in Sicht war. Naja.

Vergangenes Wochenende war ich auf einem Trip, den meine Uni organisiert hat. Um 9 Uhr wollten wir losfahren, was wir dann um 10 Uhr auch taten. Einen Ablaufplan haben wir nicht bekommen. Wenn wir bei einer Sehenswürdigkeit gestoppt haben, wurde uns eine Zeit vorgegeben, zu der wir wieder im Bus sitzen sollten. Daran gehalten haben sich nur wenige. So wurden die Tage länger und länger. Aber es war egal! Auch ohne der Uhr hinterherzujagen, kamen wir überall gut an und hatten genug Zeit, alles anzuschauen. Keinen Plan zu haben, hat den Trip irgendwie spannender gemacht. Als würde man immer wieder auf eine Überraschung zufahren. Dies ist sicherlich nicht die Idee, die dahintersteckt, doch ist es das positive Fazit, das man aus dem irischen Zeitmanagement ziehen kann: Öfter mal entspannter an die Sache rangehen und mehr von der Welt mitbekommen. Ja, das würde uns Deutschen auch oft gut tun. Der Stress kommt sowieso von allein!

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Sep 22, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Sep 22, 2014