interaktiv

Studieren im Ausland

Mickey Mouse Degree?

Autor:
Katharina

Rubrik:
studium

29.09.2014

Jetzt fuehle ich mich wieder heimisch im Klassenzimmer. Endlich bin ich weg von öden Statistiken über Marktwirtschaften in verschiedenen Ländern und wieder da, wo ich mich auskenne: In Kursen, wo man die Herkunft von Printmedien, von Funk und Fernsehen studiert. Und das Beste ist: Diese Kurse werden von echt lässigen Professoren gehalten. Während die VWL-Lehrer buchstäblich von Power-Point-Präsentationen ablesen, brauchen manche Media-Profs nicht einmal Notizen, um die Klasse zu unterrichten. Da werden Geschichten erzählt, es wird von Erfahrungen berichtet und Filme werden gezeigt. Außerdem erzählen sie viele Witze, um die Studierenden bei Laune zu halten.

Hier in den USA werden kommunikationswissenschaftliche und Medien- sowie Journalismus-Studiengänge gerne unter dem Begriff „Mickey Mouse Degree“ zusammengefasst. Das heißt, dass das Studium nicht besonders anspruchsvoll sei und man – je nach Laune des Dozenten – die guten Noten hinterhergeschmissen bekomme. Ich muss gestehen, ich hatte mit den Professoren immer großes Glück. Die Hausaufgaben haben immer Spaß gemacht und wurden großzügig benotet. Das lag aber meiner Meinung nach eher an meiner guten Arbeit und daran, dass die Professoren das zu schätzen wussten. In den VWL-Kursen gab es nur richtig oder falsch, während es in den Medienkursen eher darum geht, seine Meinung gut genug zu begründen. Wie auch immer, ich bin sehr froh, meinen Bachelorabschluss in einem Medien-Fach zu machen. für den Master kann ich dann ja immer noch ein angeseheneres Fach wählen.

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