interaktiv

Studieren im Ausland

Typischer Wahnsinn in New York

Autor:
Katharina

Rubrik:
studium

02.10.2014

Vergangenes Wochenende habe ich die legendäre „Rocky Horror Picture Show“ gesehen. In Deutschland habe ich schon davon gehört, aber ich dachte immer, es wäre ein „normales“ Musical. Das ist es anfangs auch gewesen, aber jetzt ist es für mich so viel mehr! Fans des Musicals reisen aus vielen umliegenden Orten New Yorks an, um sich freitags und samstags um Mitternacht ins Kino zu begeben und sich diese Show anzugucken. Wie das genau abläuft? Typisch amerikanisch. Sogenannte „Volunteers“ spielen alle Szenen, die gerade auf der Leinwand laufen, in Echtzeit nach. Dabei wird das Schauspiel ins Lächerliche gezogen und die Charaktere auf der Leinwand bekommen Worte in den Mund gelegt, um das Publikum zum Lachen zu bringen. Bezahlte Zuschauer beteiligen sich lautstark, indem sie die Leinwandcharaktere beschimpfen und ihnen schlüpfrige Fragen stellen. Nicht nur das, die Zuschauer schmeißen bei der Hochzeitsszene mit Reis um sich, bedecken ihre Köpfe mit einer Zeitung, wenn die Charaktere durch den Regen gehen und werden bei peppigen Songs zum Tanzen aufgefordert. Was noch als ironischer Gag gesehen wird: Das Ganze findet im Stadtteil Chelsea statt, einem Schwulen- und Lesben-Viertel. Da ein Hauptdarsteller im Film ein Transvestit ist und die Show als eher „tuntig“ gilt, haben sich unter den Zuschauern viele gay people eingefunden, die sich an diesem Mitmach-Film aktiv beteiligten. What a fun night!

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