interaktiv

Studieren im Ausland

24 Stunden Geburtstag

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

17.10.2014

Die Uhr tickt. Und Jack Bauers Sekunden entschwinden, bevor er den Machenschaften der US-Regierung in der Echtzeit-Fernsehserie „24“ auf die Schliche kommt. Anlässlich meines 24. Geburtstages dachte ich mir, ich könnte auf ähnliche Weise innerhalb von 24 Stunden mein Leben nachleben.

Früh morgens wollte ich meine Kindheitserlebnisse, wie eine Kissenburg bauen oder Kresse einsäen, nachstellen. Danach motorische Errungenschaften wie Fahrrad fahren und im Meer schwimmen neu erleben, meine Jugendeskapaden nochmal mitmachen und die Zeit nach dem Abitur vergegenwärtigen. Im Gegensatz zu meinen ersten Lebensjahren, bei denen es mir schwer fiel mich an bestimmte Aktivitäten oder Highlights zu erinnern, waren die letzten Jahre so ereignisreich, dass ich mich nur schwer für etwas entscheiden konnte. Klar, das liegt auch an meinem Gedächtnis, das sich besser an näher an der Gegenwart gelegene Geschehnisse erinnert, aber natürlich auch viel mehr Erinnerungsunterstützung in Form von Bildern, Videos und sozialen Medien bekommt.

Trotz eines müden Tages danach war es einfach genial, sich an Momente wie den ersten Kuss, das erste Bier, den ersten Auftritt mit der Band oder Projekte mit Freunden zu erinnern. Eine gute Art zu reflektieren, festzustellen, was man lange vernachlässigt hat (zum Beispiel Kampfsport zu trainieren) und worauf man sich fortan freuen und konzentrieren möchte. Ob ich mit 48 dann versuche, zwei Tage lang wach zu bleiben, kann ich mir ja noch überlegen. Und vielleicht zelebriere ich meinen 30. einfach, indem ich mir eine 30-tägige Auszeit gönne.

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