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USA

Kleines Forschungsprojekt

Am 30. Mai war meine letzte Vorlesung, zwei Wochen darauf der letzte Test. Für mich war die Arbeit dann aber noch lange nicht vorbei. Ein Professor, mit dem ich mich gut verstand, suchte nach einem Assistenten für ein kleines Forschungsprojekt und kam dabei auf mich zu. Er musste keine große Überzeugungsarbeit leisten und bald war ich Feuer und Flamme. Er ist Professor für Philosophie, besonders für die Philosophie der Wissenschaft. Gewissen Forschungsgebieten steht er skeptisch gegenüber, deshalb wollte er ihre Thesen statistisch überprüfen.

Wir kontaktierten ein Forschungsinstitut, welches eine sehr große Menge an relevanten Daten hortet, viele davon wurden noch nie ausgewertet. Nun, die Daten wollte das Institut zum Schutz der Privatsphäre der Personen, die an der Studie teilgenommen haben, nicht herausgeben. Wir konnten jedoch mit einem statistischen Computerprogramm einen Code schreiben, mit dem das Institut dann selber die statistischen Analysen durchführen kann, ohne die Informationen zu den einzelnen Teilnehmern preiszugeben. Das war eine sehr mühselige Arbeit, aber Dank meines „jugendlichen Elans", wie der Professor es formulierte, wurden wir nach fünf Wochen intensiver Arbeit mit dem Schreiben des Codes fertig. Bevor ich nach Deutschland zurückkehre wird er die Daten leider nicht bekommen, aber er hat mir versprochen mich auf dem Laufenden zu halten. Worum es in dieser Studie geht, bat er mich für mich zu behalten. Ich habe in diesen fünf Wochen viel über Statistik gelernt und weiß nun auch wie leicht man einen Laien mit Statistiken hinters Licht führen kann.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jul 29, 2008
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Jul 29, 2008

USA

Ivy-League - der Name zählt

Harvard, Princeton und Yale lösen bei US-Amerikanern große Ehrfurcht aus - dies sind die Namen von drei der acht Ivy-League Universitäten. Die anderen sind Brown, Columbia, Cornell, Dartmorth und Penn. „Ivy", das nur nebenbei, heißt Efeu und der Name kommt daher, dass ursprünglich Efeu die Gebäude berankte. Sieben der acht Ivy-League-Universitäten gehören zu den ältesten Hochschulen der USA.

Früher war die "Ivy-League" ein Zusammenschluss von acht privaten Universitäten im Nord-Osten der USA zur Austragung von sportlichen Wettkämpfen. Heute ist sie die 'Gruppe der Besten'. Wer hier als Student angenommen wird - ohne dass die Eltern eine Millionenspende an die Universitätsstiftung gemacht haben - kann erst einmal stolz sein. Mit einem Abschluss von einer dieser acht Hochschulen ist einem ein guter Job sicher. Diese und ein paar andere Unis im Rest des Landes sind nämlich die Kaderschmieden der USA. Das Prinzip basiert darauf, mit guten Forschungsbedingungen, hohen Gehältern und dem ruhmreichen Namen der Universität die besten Köpfe des In- und Auslandes anzulocken. Diese wiederum betreiben sehr lukrative Forschung, die die Aufrechterhaltung der guten Bedingungen ermöglicht. Erfolgreiche Absolventen bedanken sich nicht selten mit einer großzügigen Spende bei ihrer Universität. Das liegt daran, dass hier das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation mit der Uni viel stärker sind als beispielsweise in Deutschland. Einem deutschen Studierenden, der gerne zu diesem Klub gehören will und den die Kultur nicht abschreckt, kann ich empfehlen, in Deutschland einen Bachelor zu machen und sich dann für ein Master oder PhD-Programm zu bewerben. Denn die Studiengebuehren - „Tuition" - für einen Bachelor sind beeindruckend, hier ein Link dazu: http://www.fao.fas.harvard.edu/cost.htm.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jun 6, 2008
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Jun 6, 2008

USA

College oder Uni?

Hier in Philadelphia gibt es Colleges wie Sand am Meer, aber "nur" vier Universitäten und ein paar "Medizin-Schulen". An den Colleges können Studierende nur bis zum Bachelor-Abschluss studieren, an den Unis kann man auch noch einen Master- oder Promotionstitel erwerben. In den Colleges wird hauptsächlich gelehrt, Forschung findet an den Unis statt. Wie ich schon in einem vorherigen Blog erzählt habe, ist man hier anfangs noch nicht auf ein Fach festgelegt, so wie in Deutschland. Im ersten Jahr soll man erst einmal viel ausprobieren, nach dem Bachelor-Abschluss kann man problemlos in eine andere Disziplin wechseln.

Wer also mit einem guten BA-Abschluss bewiesen hat, dass er was auf dem Kasten hat und mehr will - einen Master-Abschluss oder einen Doktortitel, der kann sich dann bei einer Uni bewerben. Dort schreibt  man sich dann für ein bestimmtes Programm ein, das meist den Doktortitel, hier PhD, zum Ziel hat. In den meisten Fächern, wie Chemie, Physik, Biologie, Psychologie, Medizin und anderen ist ein PhD notwendig um dann auch eine Arbeit zu finden. In Wirtschaftsfächern hingegen ist ein Master völlig ausreichend.

Gute Studierende können ihr Studium mit einer Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft oder Tutor finanzieren. Die Bezahlung liegt für 20 Stunden pro Woche zwischen zehn- und zwanzigtausend Dollar. Dass es im Endeffekt meist nur auf vielleicht acht Stunden hinausläuft will ich euch verraten, anders bliebe sicher nicht viel Zeit für das eigentliche Studium übrig.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  May 28, 2008
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Rubrik: studium
May 28, 2008