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Studieren im Ausland

Die Kunst, sich seine Kurse auszusuchen

Um ehrlich zu sein – und ich muss zugeben, es ist schon recht peinlich: Ich habe keinen Schimmer, wie ein normaler Unialltag in Deutschland abläuft. Bekommt man einen Stundenplan wie in der Schule, oder stellt man sich seine Seminare so zusammen, wie man es möchte? Hier in den USA gibt es sogenannte „Credits“ für das Bestehen der Kurse. Ein Standardkurs hat drei Credits. Um die Uni mit dem Bachelor abzuschließen, benötigt man 120 Credits. Doof nur, wenn einem bloß noch fünf fehlen. Als internationaler Student bezahlt man hier nämlich das Dreifache an Studiengebühren. Ich möchte in meinem letzten Semester deswegen natürlich ungern zwei Kurse belegen, denn dann hätte ich am Ende sechs Credits, benötig aber nur noch fünf.

Vielleicht fragt ihr euch gerade: Wie viel kostet so ein „Credit“? Es sind fast 600 Dollar, die ich mir natürlich nicht einfach so leisten kann. Also denke ich, dass ich mir das Kursangebot genauestens ansehen sollte. Vielleicht habe ich Glück und finde einen Kurs, für den es nur zwei Credits gibt. Am liebsten hätte ich natürlich ausschließlich Online-Kurse, damit ich in aller Gemütlichkeit von zu Hause aus lernen und den Unterricht virtuell besuchen kann. Leider dürfen Ausländer aber nicht nur reine Online-Kurse besuchen, sie müssen mindestens die Hälfte der Kurse persönlich im „richtigen“ Klassenzimmer verbringen. Welche Kurse ich letztendlich belegen werde, steht noch nicht fest, aber ich werde natürlich berichten.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 24, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 24, 2014

Studieren im Ausland

Mehr als wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit

„Tragt in die Welt nun ein Licht …“ hab ich im Ohr, als wir in der „Dynamic Earth“ in Edinburgh die Bildungsinitiativen des Unternehmens kennenlernen. Unter dem Klangwort „Geoscience Outreach“ erarbeiten Studenten des Wissenschaftszentrums Themen und Darstellungsformen für Menschen, die weniger Zugang zu universitärem Wissen haben. Das können Workshops an Schulen sein, Gartenbauprojekte in Gemeinden, Flyer über Geologie in einem Naturpark oder Videos über Bäume. Wichtig ist dabei, dass man eben kein Sendungsbewusstsein entwickelt, sondern seine wahre Begeisterung für ein Thema findet für das man Feuer und Flamme ist und das man mit anderen teilen möchte. „Outreach“ – was man als Öffentlichkeitsarbeit übersetzen könnte – geht aber tiefer, weil das Wissen nicht nur wie Laternenlicht in die Welt getragen, sondern das Zielpublikum miteinbezogen und zum Denken angeregt werden soll.

Einerseits bin ich ein bisschen enttäuscht, dass mein Projekt wahrscheinlich in der ersten Runde innerhalb der Unimauern stattfinden wird, aber anderseits ist das ja auch ein gutes Versuchskaninchen. Ich möchte Akteure verschiedener Disziplinen an einen Tisch bringen, um das komplexe System von Nahrungsmitteln zu verstehen und darüber nachzudenken, wie wir tagtäglich Entscheidungen treffen. Anstatt also die Realität in Kategorien einzuteilen, möchte ich mit ein paar Tricks die Frage in Umlauf bringen, ob wir die Welt der Nahrungsmittelindustrie auch als Ganzes verstehen können. Dahinter steckt meine Begeisterung für Nahrungsmittelfragen und meine eigenen Entscheidungsschwierigkeiten, wenn ich zum Beispiel vor einem Supermarktregal stehe und zwischen Bio, Faitrade, Verpackungsmaterialen, regional, vegan oder ökologischem Fußabdruck abwägen muss. Man kann ja doch nicht alles richtig machen, oder?

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Nov 19, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Nov 19, 2014

Studieren im Ausland

Folklore

Also machte ich mich gemeinsam mit Emanuel auf, um die Folkloretanzgruppe der Universität kennenzulernen. Als wir in den Tanzsaal kamen, lief bereits Musik und ein paar Leute übten zusammen eine Choreographie. Emanuel stellte mir direkt Marcas vor, den Leiter der Gruppe. Ich war total aufgeregt. Doch Marcos hieß mich mit einem Lächeln herzlich willkommen, sodass ich mich schnell wieder entspannte. Er erklärte mir den Ablauf des Trainings: Zuerst gibt es ein Warm-up, das aus einem Krafttraining und Dehnübungen besteht. Im Anschluss daran wird die Choreographie geübt, denn am darauffolgenden Tag sollte eine Aufführung stattfinden. Leider würde deshalb niemand Zeit haben, mir die Schritte langsam zu erklären. Das Warm-up wurde von Beatriz geleitet. Sie war 20 Jahre alt und eigentlich eine der Teilnehmerinnen der Gruppe, nur hatte sie bereits ein Jahr zuvor die Ausbildung zur professionellen Balletttänzerin abgeschlossen und wusste deshalb, wie man sich am besten für ein Tanztraining aufwärmt. Diese Stunde war ganz schön anstrengend! Danach übten alle Choreographie für den anstehenden Auftritt. Ich saß daneben und schaute erst mal zu.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Nov 17, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Nov 17, 2014