Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

Brasilianische Tänze

Schon bei meinem ersten Besuch der Tanzgruppe lernte ich Loris kennen. Sie tanzte bei dem bevorstehenden Auftritt nicht mit und hatte deshalb Zeit, sich bei der Probe neben mich zu setzen und mir alles zu erklären. Ich mochte sie auf Anhieb. Ganz geduldig erklärte sie mir die Namen der Tänze, aus welcher Region Brasiliens sie stammten und wodurch sie sich auszeichneten. Die Gruppe widmet sich hauptsächlich Tänzen aus dem Norden und Nordosten. Da aber allein der Norden Brasiliens mit dem Amazonasgebiet und dem Bundesstaat Pará größer als ganz Europa ist, kann man sich vorstellen, dass die Tänze eine unglaubliche Vielfalt bieten. „Afoxé“ zum Beispiel kommt aus dem Bundesstaat Bahia. Ich vermute, dass es dort einen afrikanischen Einfluss gibt, denn der Tanz mutet afro-brasilianisch an. Fasziniert schaute ich den Tanzenden zu, die später auch noch den „Boi Bumbá“ aus Parintins im Amazonas, den „Côco“, den „Maracatú“ aus Pernambuco und den „Carimbó“ vorführten.

Ich fragte mich, ob ich mir all diese Namen, Herkünfte und Merkmale der Tänze würde merken können. Aber ich wusste genau: In dieser Gruppe will ich bleiben! Nicht nur die Musik war wunderschön und mitreißend, auch hatte ich riesige Lust, die Choreographien zu lernen. Das, was mir jedoch am meisten gefiel, war das Ambiente. Es herrschte eine unglaubliche Energie. Man konnte sehen, dass alle dieselbe Begeisterung für den Tanz teilten. Es war die perfekte Mischung aus ernsthaftem, hartem Training einerseits und Zeit für Spaß und Witze andererseits.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Dec 1, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Dec 1, 2014

Studieren im Ausland

Die Kunst, sich seine Kurse auszusuchen

Um ehrlich zu sein – und ich muss zugeben, es ist schon recht peinlich: Ich habe keinen Schimmer, wie ein normaler Unialltag in Deutschland abläuft. Bekommt man einen Stundenplan wie in der Schule, oder stellt man sich seine Seminare so zusammen, wie man es möchte? Hier in den USA gibt es sogenannte „Credits“ für das Bestehen der Kurse. Ein Standardkurs hat drei Credits. Um die Uni mit dem Bachelor abzuschließen, benötigt man 120 Credits. Doof nur, wenn einem bloß noch fünf fehlen. Als internationaler Student bezahlt man hier nämlich das Dreifache an Studiengebühren. Ich möchte in meinem letzten Semester deswegen natürlich ungern zwei Kurse belegen, denn dann hätte ich am Ende sechs Credits, benötig aber nur noch fünf.

Vielleicht fragt ihr euch gerade: Wie viel kostet so ein „Credit“? Es sind fast 600 Dollar, die ich mir natürlich nicht einfach so leisten kann. Also denke ich, dass ich mir das Kursangebot genauestens ansehen sollte. Vielleicht habe ich Glück und finde einen Kurs, für den es nur zwei Credits gibt. Am liebsten hätte ich natürlich ausschließlich Online-Kurse, damit ich in aller Gemütlichkeit von zu Hause aus lernen und den Unterricht virtuell besuchen kann. Leider dürfen Ausländer aber nicht nur reine Online-Kurse besuchen, sie müssen mindestens die Hälfte der Kurse persönlich im „richtigen“ Klassenzimmer verbringen. Welche Kurse ich letztendlich belegen werde, steht noch nicht fest, aber ich werde natürlich berichten.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 24, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 24, 2014

Studieren im Ausland

Mehr als wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit

„Tragt in die Welt nun ein Licht …“ hab ich im Ohr, als wir in der „Dynamic Earth“ in Edinburgh die Bildungsinitiativen des Unternehmens kennenlernen. Unter dem Klangwort „Geoscience Outreach“ erarbeiten Studenten des Wissenschaftszentrums Themen und Darstellungsformen für Menschen, die weniger Zugang zu universitärem Wissen haben. Das können Workshops an Schulen sein, Gartenbauprojekte in Gemeinden, Flyer über Geologie in einem Naturpark oder Videos über Bäume. Wichtig ist dabei, dass man eben kein Sendungsbewusstsein entwickelt, sondern seine wahre Begeisterung für ein Thema findet für das man Feuer und Flamme ist und das man mit anderen teilen möchte. „Outreach“ – was man als Öffentlichkeitsarbeit übersetzen könnte – geht aber tiefer, weil das Wissen nicht nur wie Laternenlicht in die Welt getragen, sondern das Zielpublikum miteinbezogen und zum Denken angeregt werden soll.

Einerseits bin ich ein bisschen enttäuscht, dass mein Projekt wahrscheinlich in der ersten Runde innerhalb der Unimauern stattfinden wird, aber anderseits ist das ja auch ein gutes Versuchskaninchen. Ich möchte Akteure verschiedener Disziplinen an einen Tisch bringen, um das komplexe System von Nahrungsmitteln zu verstehen und darüber nachzudenken, wie wir tagtäglich Entscheidungen treffen. Anstatt also die Realität in Kategorien einzuteilen, möchte ich mit ein paar Tricks die Frage in Umlauf bringen, ob wir die Welt der Nahrungsmittelindustrie auch als Ganzes verstehen können. Dahinter steckt meine Begeisterung für Nahrungsmittelfragen und meine eigenen Entscheidungsschwierigkeiten, wenn ich zum Beispiel vor einem Supermarktregal stehe und zwischen Bio, Faitrade, Verpackungsmaterialen, regional, vegan oder ökologischem Fußabdruck abwägen muss. Man kann ja doch nicht alles richtig machen, oder?

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Nov 19, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Nov 19, 2014