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Studieren im Ausland

Auf unserem Sofa wird gesurft

Couchsurfen ist eine Internet-Community bei der man, meistens wenn man auf Reisen ist, Unterkunft für ein paar Nächte auf der Couch eines anderen finden kann. Klar, am Anfang ist es ein genialer Weg, Geld zu sparen, aber noch viel genialer sind die Leute, Geschichten und Kulturen auf die man dabei trifft. Und ganz nebenbei kann man sich damit die große weite Welt ins eigene Wohnzimmer holen.

Seit Beginn des Semesters hatten wir Gäste aus Ländern von Malaysia bis Kanada. Da war eine Psychologie-Studentin mit Putzfimmel, die wir davon abhalten mussten, auch noch unsere Dusche zu putzen. Ein Litauer, der mit seinem Fahrrad durch die Lande zog und im Sportevent-Management jobbt. Und ein Künstler aus Buenos Aires, der in den Straßenschluchten der Metropole monumentale Gesichter und Geschichten zeichnet. Kayla erzählte uns von der Band, die sie in London interviewen wird, und zusammen jammten wir und schmiedeten Pläne, nach Australien zurückzukehren.

Klar ist da auch immer ein mulmiges Gefühl, ob derjenige, dessen Couchsurfing-Anfrage man angenommen hat, auch wirklich vertrauenswürdig ist. Aber es gibt ein Rating-System im dazugehörigen Internet-Portal. Ich habe bis jetzt nur einmal schlechte Erfahrungen gemacht, als mein Gastgeber nachts, als er leicht angetrunken war, gruselig über mir gestanden hat. Weiter ist aber nichts passiert ist. Im Gegenteil – ich habe Vieles gemacht, was ich mich sonst wohl nicht getraut hätte beziehungsweise wozu ich nie gekommen wäre: In Australien Känguru probieren, in den USA die Olympischen Spiele mit „True Americans“ verbringen oder Miami’s Nachtleben aus der Sicht eines schwulen Künstlers erleben

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Dec 24, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Dec 24, 2014

Studieren im Ausland

Sportlich, sportlich

… wird mein naechstes Semester. Ich habe mir endlich die Kurse für mein allerletztes Semester am Queens College in New York ausgesucht. Ich muss sagen, das ruft nach einem daran gebundenen Vorsatz für 2015, mich sportlich wieder mehr zu betätigen. Leider lasse ich das nämlich während des Semesters gerne mal schleifen. Ich weiß noch, wie ich im Sommer mindestens einmal am Tag eine lange Strecke von mindestens fünf Meilen gelaufen bin. Manchmal habe ich das sogar zweimal täglich gemacht.

Was meine neuen Kurse damit zu tun haben? Ich habe mich dazu entschlossen, „gym classes“ zu nehmen, bestehend aus Yoga und Krafttraining. Dazu belege ich online einen Literatur-Kurs. Damit löse ich das Problem, dass ich nur noch fünf anstelle von sechs „Credits“ brauche. Der Sportkurs kostet nämlich nicht nur ein Drittel eines normalen Kurses, nein, ich komme damit am Ende genau auf fünf Credit Points, habe dann insgesamt 120 und damit den Bachelor in „Media Studies“ ich im Mai in der Tasche.

Ich freue mich unheimlich, schließlich schaue ich positiv in meine Zukunft mit meinem Freund und einem hoffentlich guten Job. Dafür werde ich vermutlich Joey von Sirius XM kontaktieren, dem Radiosender, bei dem ich vor ein paar Jahren ein Praktikum gemacht habe. Vielleicht kann er mir helfen, einen Job zu bekommen? Schließlich schätzte er mich als fähige und tüchtige Praktikantin sehr. Ich weiß noch, dass er damals meinte, er könne mir vielleicht helfen, in der New Yorker Radioszene Fuß zu fassen. Ich bin gespannt, was mein baldiger Anruf bei ihm wohl so mit sich bringt.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Dec 4, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Dec 4, 2014

Studieren im Ausland

Die Ereignisse überschlagen sich

Jetzt habe ich mich schon eine ganze Weile nicht mehr gemeldet. Aber ich werde versuchen euch zu schildern, was die letzten Wochen alles so los war bei mir. Ich hatte zwei Wochenenden lang Besuch, musste mich zwischendrin auf Prüfungen vorbereiten und eine Hausarbeit schreiben. Zuerst war meine Mama da. Kennt ihr das Problem mit Mamas? Man liebt sie bis zum Mond und wieder zurück, aber sie ist auch die Person, die einen am schnellsten auf die Palme bringt. Ich habe ihr also Dublin gezeigt, sie in die Kunst des Guinness-Trinkens eingeweiht und ihr ein „Full Irish Breakfast“ kredenzt. Danach wollten mich vier Freunde aus Deutschland besuchen. Dachte ich. Aber als ich sie aus dem Hostel abholen wollte, standen da auf einmal sechs! Mein bester Freund und seine Freundin haben mich überrascht und sind spontan auch mitgeflogen. Es kommt selten vor, dass mir die Worte fehlen, aber da habe ich mich so gefreut, dass ich schon mit dem Atmen fast überfordert war. An diesem Wochenende standen vor allem zwei Dinge auf dem Programm: Shoppen und die Pub-Kultur erleben. Gleich am zweiten Tag kamen wir in Kontakt mit einem jungen Musiker, der jeden Abend in einer anderen Kneipe in „Temple Bar“, dem Weggehviertel Dublins, spielt. Und zwar dermaßen gut!

In der Uni bin ich mittlerweile fast am Ende angelangt. Diese Woche hatte ich meine letzte Vorlesung. Ich war ziemlich sentimental an diesem Tag. Nach nur wenigen Wochen hatte ich mich so an die herzliche und effiziente Studienatmosphäre hier gewohnt und sie zu schätzen gelernt, dass es mir schwer fallen wird, wieder auf die Unpersönlichkeit in Deutschland umzuschalten. Oder habt ihr schon mal einen Professor in Deutschland vor einem Hörsaal von 300 Leuten sagen hören, dass sich jeder bei ihm melden soll, der Angst vor der Klausur oder persönliche Probleme?

Nun folgt eine vorlesungsfreie Woche, in der ich Zeit habe, mich die anstehenden Klausuren vorzubereiten. Dann möchte ich noch ein paar Trips durch Irland machen und kurz vor Weihnachten geht es nach Hause. Ich kann euch nicht genau sagen, ob mich das freut oder traurig macht. Ich stehe dem mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Vielleicht sehe ich das klarer, wenn das Datum näherrückt.

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Dec 2, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Dec 2, 2014