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Studieren im Ausland

Mein erster Auftritt

Wow, schon seit zwei Monaten bin ich Mitglied der Folkloretanzgruppe „Oré Anacã” der Universität in Fortaleza – und liebe es! Während die anderen Austauschstudierenden meistens alle zusammen am Wochenende an irgendeinen nahegelegenen Strand fahren, bleibe ich in Fortaleza und trainiere. Manchmal denke ich, dass es mir vielleicht auch gefallen würde, all die Strände zu besuchen, doch hatte ich mir von Anfang an vorgenommen, mehr mit Brasilianern machen zu wollen, um wirklich die Kultur vor Ort kennenzulernen und nicht nur mit anderen Ausländern Zeit zu verbringen. Und genau das habe ich nun geschafft. Ich fühle mich so wohl unter all den anderen Mädchen und Jungs, dass ich das Training auf keinen Fall verpassen möchte. Hinzu kommt, dass die Gruppe jeden Monat oft sogar mehrere Auftritte hat. Bis jetzt habe ich aber noch bei keiner Veranstaltung getanzt, obwohl Marcos, der Leiter der Gruppe, mich schon mehrere Male dazu aufgefordert hat. Ich möchte die Choreographien einfach wirklich sicher beherrschen, sodass ich mich auch wohl auf der Bühne fühle.

Als ich vergangenen Samstag zum Training kam, wartete Marcos schon ungeduldig. In einer Woche sollen wir in einer Schule auftreten – und dafür sogar eine ziemlich hohe Gage erhalten. Von dem Geld könnten wir neue Kostüme kaufen. Es wird mein erster Auftritt werden – ich freue mich riesig!

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jan 19, 2015

Studieren im Ausland

Was für ein schönes Weihnachtsfest

Das vergangene Weihnachten war mal wieder wunderschön. Zum ersten Mal seit meiner Ankunft in den USA konnte ich es mit einem Mann an meiner Seite genießen. Er ist sogar mit zu mir nach Hause gekommen und hat den Heiligen Abend mit meiner Gastfamilie auf einer Familienfeier verbracht. Höflich hat er sich jedem vorgestellt und es dauerte nicht lang, da war er bereits in das erste Gespräch vertieft. Natürlich ging es dabei um ein typisch männliches Thema: Football.

Hier in den USA ist der Heilige Abend ein Tag, an dem man mit der gesamten Familie zusammenkommt: Tanten, Großeltern und Cousins, aber auch Freunde. Der 25. Dezember ist dann der „einzig wahre“ Weihnachtstag, an dem am Weihnachtsmorgen eher zurückgezogen in den einzelnen Familien die Geschenke ausgetauscht werden – und das haben Sam und ich am Weihnachtsmorgen ganz gemütlich in seiner Wohnung gemacht. Einen zweiten Weihnachtstag gibt es hier nicht. Am 26. Dezember gehen die Leute wieder zur Arbeit und packen die Weihnachts-Deko bereits wieder weg, um sich mental auf Silvester vorzubereiten. Naja, nicht immer. Sam und ich waren noch zu einer verspäteten Weihnachtsfeier am 28. Dezember eingeladen, bei der es aber eher unweihnachtlich zuging. Es ging eher darum, noch einmal zusammenzukommen, bevor das Jahr zu Ende ging. „Jetzt also noch Silvester feiern und dann muss ich zwei Wochen ohne Sam auskommen“, dachte ich mir an diesem Tag, denn der musste danach leider auf Geschäftsreise.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jan 15, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jan 15, 2015

Studieren im Ausland

Am Strand der Hoffnung

Bevor ich nach Fortaleza ging, hatten mir alle Brasilianer in Deutschland von den wunderschönen Stränden dort und mir prophezeit, dass ich wahrscheinlich mehr Zeit am Strand als in der Uni verbringen würde. Aber es kam ganz anders: Nach über zwei Monaten in Brasilien war ich erst ein einziges Mal am Strand. Einerseits hatte ich so viel mit der Uni und meiner Tanzgruppe zu tun, dass ich kaum Zeit hatte, an den Strand zu fahren. Andererseits war es auch um einiges komplizierter an den Strand zu gelangen als ich es mir in Deutschland vorgestellt hatte. Zwar gab es einen, der gar nicht weit von unserer Wohnung entfernt lag, doch hatten mich alle gewarnt, ihn zu besuchen, da es dort relativ gefährlich sein sollte.

Der offizielle Strand von Fortaleza, „der Strand der Hoffnung“, wie er so schön heißt, war jedoch mit dem Bus über eineinhalb Stunden entfernt. Nicht etwa, weil er so weit weg gewesen wäre, sondern weil von mir zu Hause kein Bus direkt dorthin fuhr. Ich musste erst zu einem der Busbahnhöfe fahren, um dort umzusteigen. Allerdings musste man manchmal über eine halbe Stunde auf den jeweiligen Bus warten und gerade am Wochenende fuhren die Busse noch unregelmäßiger als unter der Woche, was den Strandausflug noch komplizierter machte.

Dennoch beschlossen Rapha und ich an einem Wochenende, dass wir die kleine Odyssee auf uns nehmen würden, um an den „Strand der Hoffnung“ zu gelangen. Nachdem wir spät aufgestanden waren und gefrühstückt hatten, kamen wir erst um halb zwei an. Der Strand war schon brechend voll. Allerdings nicht – wie ich es aus Europa kannte – mit Leuten, die sich auf ihren Strandmatten sonnten, sondern mit Sonnenschirmen, teils aus Plastik, teils aus Palmenblättern, die zu Tischen von unzähligen Restaurants gehörten, die sich am Strand befanden. Ein Nachmittag am Strand sah also völlig anders aus als ich es kannte. Hier saß man an Tischen, hörte Musik – normalerweise Samba oder Pagode – trank Bier oder Kokoswasser, aß Krebse und ging zwischendurch immer mal wieder im Meer baden. Außerdem kamen ständig Verkäufer vorbei, die Krabben, Hängematten, Bikinis, Sonnenbrillen, Süßigkeiten, gegrillten Käse und vieles mehr anboten.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jan 12, 2015