interaktiv

Studieren im Ausland

Zwischen Babybrei und Öko-Landwirtschaft

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

20.01.2015

Weihnachtsferien. Das bedeutet meistens viel zu essen und eine angenehme Zeit mit der Familie zu verbringen. Dieses Mal, fand man mich allerdings im ehemaligen Wohnzimmer meiner Großeltern – um an meinem „Food Systems“-Projekt zu arbeiten und nach Praktika zu suchen. Außerdem standen Recherchen zu meiner Bachelorarbeit an sowie die Vorbereitung meiner Bewerbungsunterlagen auch für „richtige“ Jobs.

Glücklicherweise, so dachte ich zumindest, habe ich nach meinem kunterbunten Studium und vielen praktischen Erfahrungen mein Interessenfeld schon mal eingeschränkt: In der Landwirtschaft und dem Lebensmittelsektor sehe ich spannende Möglichkeiten, um Umweltfragen, Soziales und Management zu vereinen. Aber im Endeffekt schränkt das die Jobmöglichkeiten dann doch nicht wirklich ein: Ich könnte Projektmanager bei einer NGO werden, ein Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit eines Bioverbandes machen, bei der Nachhaltigkeitsstelle eines Ökosupermarktes oder als Forschungsassistent für Ackerbau, Rohstoffeinkäufer für einen Babybreihersteller, Entwicklungshelfer zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft sowie als Agraringenieur arbeiten. Klar ist mir geworden, dass meine Fähigkeiten und Interessen zwei Paar Schuhe sind. Selbst wenn ich das Thema spannend finde: Hätte ich wirklich das Zeug zum Öko-Landwirt oder Ökonom für Ressourcen?

Vielleicht liegen meine Fähigkeiten doch eher im Bereich Marketing und Management. Ich will mit Menschen zusammenarbeiten, mein Wissen teilen und andere Leute motivieren, anstatt nur auf ein Tabellendokument zu schauen. Also Lehrer werden? Bei der Einschätzung der eigenen Interessen und Fähigkeiten helfen Persönlichkeitstests und Karriereberatungen. Ich glaube, dass ich nach meinem Abschluss diesen Sommer Praktika nutzen werde, um zielgerichteter zu werden und die Balance zu finden zwischen dem, was ich interessant finde, und dem, was ich kann.

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