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Studieren im Ausland

Kurz davor, die Schule abzubrechen?

Mein kleiner Bruder hat seinen Realschulabschluss damals mit Ach und Krach bestanden und sich anschließend für ein berufliches Gymnasium mit dem Schwerpunkt Ernährung entschieden. Damals schon hatte ich ihm gesagt, dass er nicht dumm, aber einfach nicht der Typ für das Lernen in der Schule sei. Aber Sport war seine Leidenschaft – und Ernährung gehört da doch unabdinglich dazu. Nun hat er die ersten eineinhalb Jahre hinter sich. Fazit: Es läuft leider gar nicht gut. Er versteht nicht, wieso er trotz lernen keine Resultate sieht. In seinem Kopf schwirren Gedanken umher, selbst Lehrer zu werden, da ihm amerikanische Sportarten, Englisch und Geschichte liegen und er die Vorstellung hat, sich ein schönes Leben machen zu können. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das das Richtige für ihn ist. Aber ich bin überzeugt: Wenn du jeden Tag zu Bett gehst und nicht wirklich zufrieden bist, mit dem was du machst, dann solltest du etwas daran ändern. Allerdings muss man Phasen wie Schule oder Uni manchmal einfach überstehen, um andere Ziele zu erreichen. Vielleicht brauche ich ja diesen oder jenen Schein, um später und für den Rest meines Lebens gerade das zu machen, was mich wirklich interessiert. Da kann man dann auch schon mal drei Jahre investieren ...

Ich werde also versuchen, mich mit meinem Bruder kurzuschließen und mal ein bisschen nachhaken, was ihm denn wirklich liegt und auch längerfristig liegen könnte. Wer gut in Sport ist, hat ja meistens andere Qualitäten, die zu diesem Erfolg führen: Disziplin, Willensstärke und Durchhaltevermögen zum Beispiel. Wobei es schon komisch ist, dass sich diese Rezeptur auch wie das Erfolgsrezept fürs Klassenzimmer anhört. Aber die Rahmenbedingungen machen scheinbar doch viel aus. Wenn ihr mich fragt, mit diesen Eigenschaften könnte er eine ganze Menge Berufe ergreifen. Da wäre etwa Eventmanager, Trainer, Qualitätsmanager, Profisportler, Reiseführer unter Extrembedingungen, Koch, Sportlehrer oder Sozialarbeiter. Und die Wege dorthin sind vielfältig: Ausbildung, Fachhochschule, Direkteinstieg, Jobben, Berufsakademie oder gar doch Universität? Ich bin gespannt, was letztlich aus ihm wird.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jan 26, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jan 26, 2015

Studieren im Ausland

Party an Silvester

Eigentlich wollte Sam ganz entspannt in einem Restaurant auf das neue Jahr anstoßen. In dem Restaurant, das er sich ausgesucht hatte, würde Sushi serviert und die Gäste hätten alle ihren Platz am Tisch und könnten den letzten Abend des Jahres gemütlich mit einem Glas Wein genießen. Das hätte mir auch sehr gut gefallen, aber meine Freundin Lisa wollte Silvester unbedingt zusammen mit uns feiern. Für Lisa heißt feiern nicht einfach nur auf einer privaten Party zu sein, sondern sich im angesagten Club die Füße müde zu tanzen. Tja, so kam es jedenfalls, dass ich Sam überredete, mit Lisa und mir zur Party des Empire Hotels in Manhattan zu gehen. Als wir in der endlos erscheinenden Schlange am Eingang standen, bereute ich jedoch nichts mehr als das. In meinem eher luftigen Kleid und der nicht wirklich warm haltenden Jacke fror ich so sehr, dass ich irgendwann sogar daran dachte, mich umzudrehen und nach dem nächsten Taxi zu rufen. Doch irgendwann wurden wir ins Hotel gelassen, wo es zum Glück sehr warm war. Und so tanzten Sam und ich sprichwörtlich in das neue Jahr und hatten jede Menge Spaß. In der Schlange zur Toilette habe ich sogar ein paar deutsche Touristinnen kennengelernt und mit ihnen geplaudert, was den Abend noch angenehmer machte.

Leider musste Sam am nächsten Tag gleich geschäftlich nach Las Vegas – und ich zählte die Tage, bis er wieder hier war. Schließlich hatte ich noch ein paar Wochen, ehe mein letztes Semester losgehen sollte und die wollte ich mit Sam genießen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jan 21, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jan 21, 2015

Studieren im Ausland

Zwischen Babybrei und Öko-Landwirtschaft

Weihnachtsferien. Das bedeutet meistens viel zu essen und eine angenehme Zeit mit der Familie zu verbringen. Dieses Mal, fand man mich allerdings im ehemaligen Wohnzimmer meiner Großeltern – um an meinem „Food Systems“-Projekt zu arbeiten und nach Praktika zu suchen. Außerdem standen Recherchen zu meiner Bachelorarbeit an sowie die Vorbereitung meiner Bewerbungsunterlagen auch für „richtige“ Jobs.

Glücklicherweise, so dachte ich zumindest, habe ich nach meinem kunterbunten Studium und vielen praktischen Erfahrungen mein Interessenfeld schon mal eingeschränkt: In der Landwirtschaft und dem Lebensmittelsektor sehe ich spannende Möglichkeiten, um Umweltfragen, Soziales und Management zu vereinen. Aber im Endeffekt schränkt das die Jobmöglichkeiten dann doch nicht wirklich ein: Ich könnte Projektmanager bei einer NGO werden, ein Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit eines Bioverbandes machen, bei der Nachhaltigkeitsstelle eines Ökosupermarktes oder als Forschungsassistent für Ackerbau, Rohstoffeinkäufer für einen Babybreihersteller, Entwicklungshelfer zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft sowie als Agraringenieur arbeiten. Klar ist mir geworden, dass meine Fähigkeiten und Interessen zwei Paar Schuhe sind. Selbst wenn ich das Thema spannend finde: Hätte ich wirklich das Zeug zum Öko-Landwirt oder Ökonom für Ressourcen?

Vielleicht liegen meine Fähigkeiten doch eher im Bereich Marketing und Management. Ich will mit Menschen zusammenarbeiten, mein Wissen teilen und andere Leute motivieren, anstatt nur auf ein Tabellendokument zu schauen. Also Lehrer werden? Bei der Einschätzung der eigenen Interessen und Fähigkeiten helfen Persönlichkeitstests und Karriereberatungen. Ich glaube, dass ich nach meinem Abschluss diesen Sommer Praktika nutzen werde, um zielgerichteter zu werden und die Balance zu finden zwischen dem, was ich interessant finde, und dem, was ich kann.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jan 20, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jan 20, 2015