interaktiv

Studieren im Ausland

Kurz davor, die Schule abzubrechen?

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

26.01.2015

Mein kleiner Bruder hat seinen Realschulabschluss damals mit Ach und Krach bestanden und sich anschließend für ein berufliches Gymnasium mit dem Schwerpunkt Ernährung entschieden. Damals schon hatte ich ihm gesagt, dass er nicht dumm, aber einfach nicht der Typ für das Lernen in der Schule sei. Aber Sport war seine Leidenschaft – und Ernährung gehört da doch unabdinglich dazu. Nun hat er die ersten eineinhalb Jahre hinter sich. Fazit: Es läuft leider gar nicht gut. Er versteht nicht, wieso er trotz lernen keine Resultate sieht. In seinem Kopf schwirren Gedanken umher, selbst Lehrer zu werden, da ihm amerikanische Sportarten, Englisch und Geschichte liegen und er die Vorstellung hat, sich ein schönes Leben machen zu können. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das das Richtige für ihn ist. Aber ich bin überzeugt: Wenn du jeden Tag zu Bett gehst und nicht wirklich zufrieden bist, mit dem was du machst, dann solltest du etwas daran ändern. Allerdings muss man Phasen wie Schule oder Uni manchmal einfach überstehen, um andere Ziele zu erreichen. Vielleicht brauche ich ja diesen oder jenen Schein, um später und für den Rest meines Lebens gerade das zu machen, was mich wirklich interessiert. Da kann man dann auch schon mal drei Jahre investieren ...

Ich werde also versuchen, mich mit meinem Bruder kurzuschließen und mal ein bisschen nachhaken, was ihm denn wirklich liegt und auch längerfristig liegen könnte. Wer gut in Sport ist, hat ja meistens andere Qualitäten, die zu diesem Erfolg führen: Disziplin, Willensstärke und Durchhaltevermögen zum Beispiel. Wobei es schon komisch ist, dass sich diese Rezeptur auch wie das Erfolgsrezept fürs Klassenzimmer anhört. Aber die Rahmenbedingungen machen scheinbar doch viel aus. Wenn ihr mich fragt, mit diesen Eigenschaften könnte er eine ganze Menge Berufe ergreifen. Da wäre etwa Eventmanager, Trainer, Qualitätsmanager, Profisportler, Reiseführer unter Extrembedingungen, Koch, Sportlehrer oder Sozialarbeiter. Und die Wege dorthin sind vielfältig: Ausbildung, Fachhochschule, Direkteinstieg, Jobben, Berufsakademie oder gar doch Universität? Ich bin gespannt, was letztlich aus ihm wird.

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