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USA

Hablo español

'Hablo español' - 'Ich spreche Spanisch' las ich neulich in einem Werbeaufdruck für eine Anwaltskanzlei auf einem Stadtbus. Mit diesem Satz erschließt sich diese Anwaltskanzlei eine stetig wachsende Zahl von Amerikanern als neue Klienten - die Einwanderer aus Süd- und Zentralamerika. Wenn ich zum 'self-checkout' von Acmee - dem typischen Supermarkt hier gehe, dann habe ich die Wahl zwischen Englisch und Spanisch. Wenn ich eine Billigvorwahl wähle, um bei meinen Eltern anzurufen, dann sagt eine Stimme 'For English press one, for Spanish press two!' Wenn ich abends eine viertel Stunde nach Ladenschluss aus meinem Coffee shop geschmissen werde, lese ich auf den umgedreht auf die Tische gestellten Stühle: 'Hecho in China' - 'Made in China' auf Spanisch.

In Texas und Kalifornien leben Millionen illegal eingewanderte spanisch sprechende Mexikaner und andere aus ganz Mittelamerika. Schätzungen gehen von 5 bis 20 Millionen illegalen Einwanderern aus. Die, die ich hier in Philadelphia kennen gelernt habe, arbeiten alle für Landschaftspfleger als Handlanger, die den Rasen mähen, Blätter rechen und Bäume fällen. Vor ein paar Monaten war davon die Rede einen Zaun entlang der mexikanischen Grenze zu bauen, doch interessanterweise lehnte der Präsident diesen Antrag aus seiner Partei ab. Illegale Einwanderer sind billige Arbeitskräfte für die riesigen Plantagen in Kalifornien und Florida - die Hauptproduzenten von Obst und Gemüse der USA. Immer wieder werden scheinbar willkürlich ein paar Familien aus ihren Häusern geholt und im Flugzeug zurück in ihr Heimatland geschickt. Manchmal bleiben die Kinder, die hier geboren wurden im Land und die Eltern probieren es nach einer Weile einfach noch einmal.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 4, 2008
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Aug 4, 2008

USA

Kleines Forschungsprojekt

Am 30. Mai war meine letzte Vorlesung, zwei Wochen darauf der letzte Test. Für mich war die Arbeit dann aber noch lange nicht vorbei. Ein Professor, mit dem ich mich gut verstand, suchte nach einem Assistenten für ein kleines Forschungsprojekt und kam dabei auf mich zu. Er musste keine große Überzeugungsarbeit leisten und bald war ich Feuer und Flamme. Er ist Professor für Philosophie, besonders für die Philosophie der Wissenschaft. Gewissen Forschungsgebieten steht er skeptisch gegenüber, deshalb wollte er ihre Thesen statistisch überprüfen.

Wir kontaktierten ein Forschungsinstitut, welches eine sehr große Menge an relevanten Daten hortet, viele davon wurden noch nie ausgewertet. Nun, die Daten wollte das Institut zum Schutz der Privatsphäre der Personen, die an der Studie teilgenommen haben, nicht herausgeben. Wir konnten jedoch mit einem statistischen Computerprogramm einen Code schreiben, mit dem das Institut dann selber die statistischen Analysen durchführen kann, ohne die Informationen zu den einzelnen Teilnehmern preiszugeben. Das war eine sehr mühselige Arbeit, aber Dank meines „jugendlichen Elans", wie der Professor es formulierte, wurden wir nach fünf Wochen intensiver Arbeit mit dem Schreiben des Codes fertig. Bevor ich nach Deutschland zurückkehre wird er die Daten leider nicht bekommen, aber er hat mir versprochen mich auf dem Laufenden zu halten. Worum es in dieser Studie geht, bat er mich für mich zu behalten. Ich habe in diesen fünf Wochen viel über Statistik gelernt und weiß nun auch wie leicht man einen Laien mit Statistiken hinters Licht führen kann.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jul 29, 2008
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Rubrik: studium
Jul 29, 2008

USA

Ivy-League - der Name zählt

Harvard, Princeton und Yale lösen bei US-Amerikanern große Ehrfurcht aus - dies sind die Namen von drei der acht Ivy-League Universitäten. Die anderen sind Brown, Columbia, Cornell, Dartmorth und Penn. „Ivy", das nur nebenbei, heißt Efeu und der Name kommt daher, dass ursprünglich Efeu die Gebäude berankte. Sieben der acht Ivy-League-Universitäten gehören zu den ältesten Hochschulen der USA.

Früher war die "Ivy-League" ein Zusammenschluss von acht privaten Universitäten im Nord-Osten der USA zur Austragung von sportlichen Wettkämpfen. Heute ist sie die 'Gruppe der Besten'. Wer hier als Student angenommen wird - ohne dass die Eltern eine Millionenspende an die Universitätsstiftung gemacht haben - kann erst einmal stolz sein. Mit einem Abschluss von einer dieser acht Hochschulen ist einem ein guter Job sicher. Diese und ein paar andere Unis im Rest des Landes sind nämlich die Kaderschmieden der USA. Das Prinzip basiert darauf, mit guten Forschungsbedingungen, hohen Gehältern und dem ruhmreichen Namen der Universität die besten Köpfe des In- und Auslandes anzulocken. Diese wiederum betreiben sehr lukrative Forschung, die die Aufrechterhaltung der guten Bedingungen ermöglicht. Erfolgreiche Absolventen bedanken sich nicht selten mit einer großzügigen Spende bei ihrer Universität. Das liegt daran, dass hier das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation mit der Uni viel stärker sind als beispielsweise in Deutschland. Einem deutschen Studierenden, der gerne zu diesem Klub gehören will und den die Kultur nicht abschreckt, kann ich empfehlen, in Deutschland einen Bachelor zu machen und sich dann für ein Master oder PhD-Programm zu bewerben. Denn die Studiengebuehren - „Tuition" - für einen Bachelor sind beeindruckend, hier ein Link dazu: http://www.fao.fas.harvard.edu/cost.htm.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jun 6, 2008
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Rubrik: studium
Jun 6, 2008