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Studieren im Ausland

Ich hab gewusst, dass du mitkommst!

Während ich gerade meiner Mutter eine E-Mail schrieb und ihr davon erzählte, dass ich mich darauf freute, während meiner Ferien in Fortaleza zu bleiben und keine großen Reisen zu machen, kam mein mexikanischer Mitbewohner in mein Zimmer und jubelte. Er hatte für umgerechnet 70 Euro einen Hin- und Rückflug nach Brasília für das kommende Wochenende gefunden. Das kann man sich eigentlich nicht entgehen lassen, oder?

Polo war Architekturstudent und seit seiner Ankunft in Fortaleza hatte er davon gesprochen, dass es sein Traum war, nach Brasília zu fliegen. Ich hatte daran ehrlich gesagt nicht einmal im Traum gedacht. Die Städte Manaus, Belém oder Salvador hatten mich immer mehr gereizt als Brasília oder auch São Paulo. Doch der Preis war wirklich unschlagbar und die Architektur Brasílias soll einfach faszinierend sein. Während ich noch so vor mich hindachte, begann Polo im Internet die schönsten Bilder der architektonischen Meisterwerke rauszusuchen und mir zu zeigen. Na gut, dachte ich schließlich. So eine Chance bietet sich einem wirklich nicht jeden Tag. Polo hatte schon alles perfekt recherchiert: Er wusste genau, wohin wir gehen, welche Bauwerke und Museen wir uns ansehen und in welcher Unterkunft wir bleiben würden. Ich musste mich praktisch um nichts mehr kümmern. Er schien meine Gedanken gelesen zu haben, denn plötzlich umarmte er mich und rief: „Juhu, ich wusste doch, dass du mitkommen würdest!“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Mar 9, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Mar 9, 2015

Studieren im Ausland

Soll ich Ernährungsberaterin werden?

Ich hätte eigentlich schon vor Jahren wissen müssen, welches Berufsbild gut zu mir passt. Schließlich habe ich das Fachabitur mit Schwerpunkt Ökotrophologie gemacht. Jedoch habe ich das Fachsimpeln über gesunde Ernährung eher als Hobby angesehen. Nun ist mir klar geworden, dass der Beruf, den man ausübt, im besten Fall ein Hobby oder eine Leidenschaft sein sollte. Worauf ich hinaus möchte?

Ich hatte vor einigen Tagen ein Gespräch mit einem Professor des „Physical Education and Nutrition Science“-Instituts und das war sehr aufschlussreich. Der Professor war irritiert, dass eine Studentin, die Media Studies studiert, im Master plötzlich etwas ganz anderes machen möchte. Ich habe ihm dann genau das erzählt, was ich euch gerade gestand: Erst jetzt ist mir klar geworden, dass eine Zukunft als Ernährungsberaterin genau das Richtige für mich ist. Letztlich überzeugen konnte ich ihn mit meinem Abiturzeugnis. Daran konnte er erkennen, dass ich nicht „out of the blue“ auf Ernährungswissenschaften umsteigen will. Trotzdem konnte er mir nicht versprechen, dass ich in den Masterstudiengang aufgenommen werde. Und leider gibt es noch ein weiteres Hindernis: Eine Vielzahl der Kurse im Master kann man nur belegen, wenn man die Grundlagenkurse in Chemie und Biologie bestanden hat. Ich müsste also ganz schon viel nachholen und bin etwas verunsichert, ob ich das schaffe.

Gut, dass ich noch einen Plan B habe: ein Masterstudiengang in Deutsch. Wie das Gespräch mit dem Professor dort gelaufen ist, erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 5, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 5, 2015

Studieren im Ausland

Keine Reisepläne

Durch den Streik an der Uni waren die letzten Wochen wirklich stressig. Alle Prüfungen mussten nämlich drei Wochen früher als geplant stattfinden. Am Ende hat aber alles ganz gut geklappt. Ich schaffte eine 1,7 in meiner Literaturprüfung, eine 2,0 in Soziologie und in Geschichte erhielt ich eine 2,3. Im Großen und Ganzen bin ich wirklich sehr zufrieden mit meinen Noten. Außerdem bin ich stolz, dass ich alle Kurse so gut bestanden habe, obwohl es für mich zu Beginn des Semesters so schwierig gewesen war, die wissenschaftlichen Texte auf Portugiesisch zu verstehen und den Diskussionen meiner Kommilitonen zu folgen. Die Prophezeiung des Verantwortlichen des Portugiesisch-Brasilianischen Instituts an meiner Heimat-Uni, dass zwei Semester Portugiesisch vor einem Auslandsaufenthalt in Brasilien nicht ausreichen würden, um gute akademische Leistungen zu erzielen, war also falsch gewesen.

Nach der ganzen Lernerei hatte ich dann endlich Ferien und überlegte, was ich mit der vielen Freizeit anfangen sollte. Eigentlich wollte ich während meines Auslandsaufenthaltes keine großen Reisen durch Brasilien unternehmen. Während die anderen Austauschstudierenden von Anfang an darüber diskutierten, ob eine Reise nach Rio, São Paulo oder zu den Iguazú-Wasserfällen schöner wäre, war ich eigentlich vollkommen zufrieden mit meiner Tanzgruppe und meinen Freunden in Fortaleza. Während meines Auslandsjahres in der elften Klasse in Texas war ich zuerst traurig gewesen, dass ich keine spektakulären Reisen zum Grand Canyon oder nach Los Angeles gemacht hatte. Ich fand, dass es etwas sehr Besonderes war, das ganz normale US-amerikanische Leben mit meiner Gastfamilie zu erleben. Viel besser als reisen. Schließlich könnte ich jederzeit für ein paar Wochen in die USA fliegen und touristische Orte besuchen, aber wann hätte ich noch einmal die Chance, dort tatsächlich zu leben? Von daher sah ich auch jetzt mein alltägliches Leben in Fortaleza als das wirklich Besondere an.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Mar 5, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Mar 5, 2015